Angriff auf die Triple-Sieger

Donnerstag, 11.06.2015 | 15:40 Uhr
Die größten Stars bei der Copa: Chiles Sanchez, Neymar, Messi und Kolumbiens James Rodriguez (v.l.)
© getty
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Venlo

Zum 44. Mal wird das älteste Fußballturnier der Welt ausgetragen. Mit dem Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Chile und Ecuador startet am Abend die Copa America. Messi oder Neymar - welcher Alles-Gewinner aus Barcelona Champions-League-Sieger setzt sich die Krone auf? Oder jubelt am Ende Geheimfavorit Kolumbien? Und was hat La Roja drauf? Das SPOX-Powerranking.

Ursprünglich sollte die Copa America 2015 in Brasilien stattfinden. Da das Land aber bereits die WM 2014 ausrichtete und 2016 die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro anstehen, fand der Wunsch der Chilenen, das Turnier ausrichten zu dürfen und Brasilien dafür das Turnier im Jahr 2019 zu übertragen, Gehör bei Brasiliens Verbandschef Jose Maria Marin, der im Zuge des FIFA-Skandals Ende Mai verhaftet wurde.

Generell liegt ein Schatten über dem ältesten Fußballturnier der Welt. Die meisten der in den FIFA-Skandal verwickelten und beschuldigten Personen sind oder waren hochrangige Funktionäre des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL. Sportlich ist dennoch einiges zu erwarten.

12. Jamaika

Die letzten drei Ergebnisse: 3:0 (Kuba), 2:1 (Venezuela), 4:3 n.E. (Trinidad & Tobago/Gold-Cup-Quali)

Die Reggae Boyz nehmen zum ersten Mal an der Copa America teil und haben gleich Großes vor. "Wir peilen das Viertelfinale an. Natürlich sind wir Außenseiter, aber im Fußball passieren immer wieder Überraschungen. Wer hätte schon gedacht, dass Brasilien ein WM-Halbfinale im eigenen Land 1:7 verliert?", sagte Trainer Winfried Schäfer.

Der ehemalige Coach vom KSC und dem VfB Stuttgart übernahm die Mannschaft nach einer Niederlagenserie in der WM-Quali im Juli 2013 und arbeitete zunächst intensiv an der Stabilität der Defensive.

Bis auf ein fürchterliches 0:8 gegen Frankreich im Juni 2014 ließ Jamaika in Testspielen gegen starke Konkurrenz aufhorchen. Die Tests gegen Serbien, Japan und die Schweiz gingen zwar alle knapp verloren, Jamaika spielte aber einen deutlich geordneteren Fußball als in der Prä-Schäfer-Zeit.

Die Abwehr um KSC-Profi Daniel Gordon und Wes Morgan, Stammspieler bei Leicester City in der Premier League, ist auch das Prunkstück der Inselkicker. Alles andere als ein Vorrunden-Aus in einer Gruppe mit Argentinien, Uruguay und Paraguay wäre aber eine Sensation.

11. Bolivien

Die letzten drei Ergebnisse: 0:5 (Argentinien), 3:2 (Venezuela), 2:2 (Chile)

1963 holte La Verde den Copa-America-Titel, seitdem sind über 50 Jahre sportliche Tristesse vergangen mit ein paar positiven Ausreißern wie dem 6:1 gegen Messi und Co. in der Qualifikation für die WM 2010. Immer wenn Bolivien zuhause in La Paz spielen darf und die Gegner die extreme Höhenlage von deutlich über 3000 Metern als reinen Horror empfinden, haben die Grünen ihre großen Auftritte. So wie 1997, als Bolivien bei der Copa im eigenen Land das Finale erreichte.

Im Januar übernahm Trainer Mauricio Soria das Team ohne Stars und holte gleich ein beachtliches 2:2 gegen Chile, gefolgt von einem Sieg gegen Venezuela. Beim 0:5 gegen Argentinien bekam Bolivien aber deutlich die Grenzen aufgezeigt.

Wichtigster Spieler ist Marcelo Moreno, der Belo Horizonte mit 15 Toren zum Titel in Brasilien schoss und anschließend nach China wechselte. Die Gruppe A mit Chile, Ecuador und Mexiko ist nicht übermächtig, sodass Bolivien zumindest Außenseiterchancen auf das Weiterkommen hat.

10. Venezuela

Die letzten drei Ergebnisse: 1:0 (Peru), 1:2 (Jamaika), 2:1 (Honduras)

Während der WM 2014 sorgte der venezolanische Fußball für Erheiterung. Kein Geringerer als Diego Maradona bot sich als Nationaltrainer an, der Verband verzichtete umgehend in einer kurz gefassten Pressemitteilung.

Sportlich hat der 72. der FIFA-Weltrangliste seit Jahrzehnten nicht viel vorzuweisen. Bis 1998 belegte Venzuela in der Südamerika-Qualifikation zu Weltmeisterschaften stets den letzten Platz, für eine WM-Teilnahme hat es bis heute nicht im Ansatz gereicht. Dafür gelang 2011 mit dem Halbfinal-Einzug bei der Copa America ein sensationeller Erfolg, wo Venezuela erst im Elfmeterschießen an Paraguay scheiterte.

Star der Mannschaft ist noch immer der Ex-Gladbacher Juan Arango, der mit 122 Einsätzen Rekordnationalspieler seines Landes ist. In Chile ist Arango Kapitän und mit 35 Jahren ältester Spieler im Kader von Trainer Noel Sanvicente.

9. Mexiko

Die letzten drei Ergebnisse: 0:2 (Brasilien), 1:1 (Peru), 3:0 (Guatemala)

El Tri ist Stammgast bei der Copa America. Seit 1993 wird Mexiko regelmäßig eingeladen, zweimal erreichten die Mittelamerikaner das Finale. Die diesjährige Auflage betrachtet Trainer Miguel Herrera, der aufgrund seiner Jubelarien während der WM 2014 Kultstatus erlangte, als Warm-Up für den im Juli anstehenden Gold Cup.

Mit Javier Hernandez, Carlos Vela, Jonathan Dos Santos, Andres Guardado, Hector Herrera und Torhüter Guillermo Ochoa verzichtet Herrera auf sechs Stammspieler, die beim Gold Cup zum Einsatz kommen werden. Somit ist Rafael Marquez der einzige Star im Kader der Mexikaner, in dem auch drei Spieler von UANL Tigres, dem Überraschungs-Halbfinalisten der laufenden Copa Libertadores, stehen.

Mexiko hat wenig Ambitionen in Chile, daher wäre schon das Überstehen der Gruppenphase ein Erfolg.

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