Pressestimmen zur FIFA-Wahl

"Sepp tanzt weiter auf seiner Titanic"

SID
Samstag, 30.05.2015 | 11:25 Uhr
Joseph Blatter geht in seine fünfte Amtszeit als FIFA Präsident
© getty
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

"Der Fußball hat verloren": Die Presse reagiert weitesgehend fassunglos und verzweifelt auf die Wiederwahl von Joseph Blatter, der seine fünfte Amtszeit als FIFA-Präsident angehen darf. Die meisten Blätter sind sich einig, dass sich nichts ändern wird in der FIFA und beklagen die aussichtslose Situation. Die internationalen Pressestimmen im Überblick:

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Niemand kann an Blatters Gesetz rütteln. Auch inmitten einer Schlammschlacht ohne gleichen erhält der FIFA-Boss sein fünftes Mandat. Doch zwischen Skandalen und finanziellen Schwierigkeiten steht Blatter vor schwierigen Zeiten. Sepp tanzt zwar auf seiner persönlichen Titanic, kann aber trotzdem feiern. Selbst Platini wusste, dass man ihn nicht besiegen konnte. Dieser fast 80-jährige Mann ist ein Fels. Er hat zum fünften Mal ein Mandat erobert, ist aber jetzt deutlich weniger fest im Sattel als vorher."

Corriere dello Sport: "FIFA - die letzte Schande! Blatter ist wiedergewählt worden. Er hat auch dem gewaltsamsten Tsunami Stand gehalten, der zur Festnahme von sieben seiner Mitarbeiter geführt hat. Doch im Gegensatz zu den Wiederwahlen 2007 und 2011 ist Blatter nicht per Akklamation gewählt worden. Am Schluss hat er aber doch noch gewonnen, vor allem weil sein Gegner das Handtuch geworfen hatte. Prinz Ali bin Al Hussein hat den Ausgang der Abstimmung begriffen und den Delegierten weitere zwei Stunden Abstimmungen erspart."

Repubblica: "Blatter bleibt der Herr des Fußballs. Blatter ist stärker als die Untersuchungen der US-Justiz. Sepp hat es wieder geschafft, doch diesmal hält sich der Applaus in Grenzen. Man muss immer nach Geld schauen, weil dort steckt das Geheimnis von Blatters Erfolg. Mit ihm verdient jeder, früher oder später. Wenn man ihm folgt, wenn man ihn unterstützt, wenn man für ihn stimmt, wird früher oder später der richtige Moment kommen, um Events zu organisieren, die einem Land Ruhm und Glanz bescheren. Wenn man ihm nicht folgt, wenn man ihm widersteht, kommt es zu Vergeltungstaten. Jeder hat einen Schwachpunkt, man muss ihn nur suchen. Das ist Fußball, oder besser gesagt Politik. Und Politiker wie Blatter kennen die menschlichen Schwächen und wissen, diese zu ihren Gunsten zu nutzen."

Corriere della Sera: "König Sonne hat gewonnen, doch Joseph V. bleibt unter Beschuss. Um die Kräfteverhältnisse zwischen Blatter mit seinem afroasiatischen Heer unter russischer Regie und der euro-amerikanischen Opposition zu erfahren, wird man auf die Entwicklungen der FBI-Untersuchung warten müssen. Blatter hat zwar die Wiederwahl geschafft, ist aber nicht mehr so fest im Sattel wie bisher."

La Stampa: "Blatter ist stärker als jeder Skandal. Die FIFA hat vor dem Wechsel Angst und setzt trotz allem auf Altvertrautes. Prinz Ali bin Al Hussein verzichtet auf den zweiten Wahlgang. Er setzt somit einem Abenteuer ein Ende, das auch nach dem Tornado der Festnahmen keinerlei Erfolgschancen hatte."

FRANKREICH

L'Equipe: "Blatter verlängert sein Glück. Frankreichs Verbandspräsident Le Graet hat für ihn gestimmt. Trotz der Affären, trotz seines Alters und trotz der nicht gehaltenen Versprechen wurde der Präsident wieder gewählt. Damit ist die FIFA bereit, ihr Image nicht zu verbessern."

Le Monde: "Der Fußball hat verloren. Blatter beklagt eine Hasskampagne der UEFA."

Le Figaro: "Blatter klagt über den Hass der UEFA."

Le Parisien: "Trotz des Skandals - Blatter wiedergewählt. Weder der Tsunami der Medien noch die persönlichen Attacken durch Platini haben Blatter erreicht."

Ouest France: "Blatter im Chaos wiedergewählt, als ein weltweiter Skandal den Planeten erschütterte. Trotz allen Drucks, der auf ihm lastete. 'Das Boot schwankt nicht.'"

Courrier de l'Ouest: "Trotz Korruptions-Skandals wiedergewählt. Blatter triumphiert mitten im Chaos. Der Fußball hat verloren."

SPANIEN:

Marca: "Es ändert sich nichts bei der FIFA. Es bleibt alles beim Alten. Jetzt reicht's, Mensch! Blatter muss endlich ausquartiert werden! Es hat sich wieder mal gezeigt, dass die FIFA in einer Seifenblase lebt! In anderen Sportarten wird bei Korruptionsvorwürfen recht schnell gehandelt, hier zieht sich alles hin. Blatter wird wiedergewählt als sei praktisch Nichts geschehen. Sollten die WM- Ausrichterländer neu gewählt werden, dann tut es auch wirklich!"

AS: "Blatter muss seinen Titel vor dem FBI verteidigen. Blatter will das Image der FIFA wiederherstellen, aber das Schlimmste steht noch bevor. Es ist ein Ambiente von Korrupten. Der Korruptionsschatten hängt jetzt auch über der WM 2002, als Spanien auf skandalöse Weise mit unerklärlichen Entscheidungen des agÿptischen Schiedsrichters Al-Ghandour gegen Südkorea im Viertelfinale rausflog."

Sport: "Blatters Zynismus bricht alle Rekorde. Nein, wir sind nicht blöd. Diese Typen, dieser Präsident und ein grosser Teil seiner Kollegen wollen uns darüber Lektionen erteilen, wie man die Dinge im Leben machen muss. Einfach beschämend was da abgeht! Wir haben schon mehr als einen Staatspräsidenten in so einer ähnlichen Situation gesehen, der am Ende gehen musste. Blatter sitzt weiterhin auf seinem hohen Ross!"

FIFA-Wahl: Blatter bleibt der Big Boss

El Pais: "Die Frage ist, ob Blatter seit 1998 der Chef einer mafiösen Maschinerie mit weißem Kragen ist, die Milliarden von Euros bewegt, oder ein verwirrter Opa mit 79 Jahren, der nicht mitbekommt, was die Korrupten um ihn herum machen. Kann man wirklich glauben, Blatter sei unschuldig nach den Delikten seiner nahestehenden Vertrauensleute? Nach seiner Wiederwahl hat Blatter keine leichten Aufgaben. Es sind die kritischsten Momente in der Geschichte der FIFA."

El Mundo: "Joseph Blatter bleibt bis 2019 FIFA-Präsident, und es kitzelt ihn nicht. Die FIFA ist eine Organisation der Versprechungen und nicht der Programme. Denjenigen, der auf Blatters Sonnenseite war, interessiert es nicht, etwas zu verändern. Beschämend, was da passiert. Eine Wahl, die sich über Stunden hinzog. Bei der FIFA gibt es nunmal nichts umsonst, und keiner weiss es besser als Blatter."

NIEDERLANDE

De Volkskrant: "Der Unbesiegbare - der europäische Albtraum wird Wahrheit: Blatter bleibt FIFA-Boss. Die Wiederwahl Blatters zum fünften Mal hintereinander ist für Europa ein Albtraum. Die Beziehung zwischen dem europäischen Fußballverband und Blatters FIFA, die schlecht war, ist nach dieser Wahl unwiderruflich beschädigt."

Algemeen Dagblad: "Und ja, höre, König Fußball bleibt: 'Danke für das Vertrauen'. Sepp Blatter erfüllte bei der FIFA-Wahl wieder die Favoritenrolle."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung