WM-Vergabe 2022 nach Katar

24 Mrd. Euro in Lobbyarbeit geflossen

Von Oliver Mehring
Sonntag, 26.04.2015 | 12:45 Uhr
UEFA-Präsident Michel Platini werden immer wieder enge Verbindungen nach Katar nachgesagt
© getty
Advertisement
1. HNL
FrLive
Dinamo Zagreb -
Cibalia
International Champions Cup
Sa11:35
FC Bayern München -
AC Mailand
Premier League Asia Trophy
Sa12:00
West Bromwich -
Crystal Palace
CSL
Sa13:35
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Premier League Asia Trophy
Sa14:30
Leicester -
Liverpool
Premier League
Sa16:30
St. Petersburg -
Kasan
Club Friendlies
Sa17:00
SC Freiburg -
Feyenoord
Premier League
Sa18:30
Schachtjor Donezk -
Dynamo Kiew
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Macva
Super Cup
Sa20:30
Anderlecht -
Zulte Waregem
Serie A
Sa21:00
Vitoria -
Chapecoense
International Champions Cup
So00:05
Barcelona -
Juventus
International Champions Cup
So02:05
PSG -
Tottenham
CSL
So13:35
Shanghai Shenhua -
Beijing Guoan
Superliga
So18:00
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar

Wie die englische New Mail on Sunday nun offenlegt, hat der Wüstenstaat Katar für die Vergabe der Fußball-WM rund 24 Mrd. Euro für Lobbyarbeit aufgewendet. Zu den prominentesten Profiteuren gehören unter anderem UEFA-Präsident Michel Platini und der ehemalige FIFA-Vize-Präsident Jack Warner aus Trinidad und Tobago.

Die kontroverse Vergabe der Fußball-WM soll demnach durch direkte und indirekte Bezuschussungen sichergestellt worden sein. Bei den indirekten Aufwendungen soll es sich vor allem um katarische Auslandsinvestitionen handeln, von denen die Wahlberechtigten schließlich profitiert haben sollen.

Der europäische Fußballpräsident Platini erhielt angeblich indirekte Zuschüsse von ca. 20 Milliarden Euro. Die Summe setzt sich unter anderem aus dem Kauf von Paris Saint-Germain durch die katarische QSI, der Bestellung von Flugzeugen des französischen Airbus-Unternehmens und dem Kauf der Ligue-1-TV-Rechte durch ein Tochterunternehmen der QSI zusammen.

Milliardenbeträge sollen auch nach Paraguay und Thailand geflossen sein. Die Funktionäre Nicolas Leoz (ca. 1,86 Milliaden Euro) und Worawi Makudi (1,72 Milliarden) sollen dabei in Sachen Energie-Infrastruktur und Gas- und Öl-Lieferungen sowie bezahlte Reisen für Paraguays Präsident Fernando Lugo profitiert haben.

Kopien von Konto-Überweisungen

Zusätzlich führte der britische Politiker Michael Connarty an: "Die Mindestsumme für eine Zustimmung [zur WM-Vergabe nach Katar] betrug 50.000 US-Dollar." Die Beweislage sei offensichtlich und legte dazu Kopien von Konto-Überweisungen vor. Diese beweisen angeblich auch die Überweisung von umgerechnet etwa 1,3 Millionen Euro auf Privatkonten von Warner, die für den Stimmenkauf und die Vertuschung der Zahlungen gedacht gewesen seien.

Nach früheren Meldungen der britischen Sunday Times soll Katar über das ehemalige FIFA-Exekutivmitglied Mohamed Bin Hamman 30 nationalen afrikanischen Vertretern hohe Summe gezahlt haben, um eine Vergabe der WM nach Katar sicherzustellen. Die New Mail on Sunday geht nun von einer konkreten Summe von ca. sieben Millionen Euro aus, die angeblich in den Kreisen des afrikanischen Verbands verteilt wurden.

Bei der Vergabe der Fußball-WM 2022 hatte sich Katar zuvor mit 14 zu 8 Stimmen gegen die die WM-Bewerbung der USA durchgesetzt.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung