Freitag, 13.03.2015

Rassismus im Fußball

FIFA-Vize Webb warnt Russland

Jeffrey Webb, Vizepräsident des Weltverbandes FIFA, nimmt Russland in die Pflicht. Der geplante Ausrichter der WM 2018 müsse sich um das Rassismus-Problem im eigenen Land kümmern, ehe man ein Turnier bedenkenlos austragen kann.

Webb sorgt sich um die Zustände in Russland vor der WM 2018
© getty
Webb sorgt sich um die Zustände in Russland vor der WM 2018

"Russland stellt für die FIFA was den Rassismus-Aspekt angeht definitiv eine große Herausforderung dar", betonte Webb gegenüber ESPN: "Da liegt noch viel Arbeit vor uns, gerade was Bildung angeht. Der Sportminister Vitaly Mutko, der auch im FIFA-Exekutiv-Komitee ist, hat das bereits zugegeben. Ich denke, sie werden jetzt einige Pläne entwickeln, um diese Probleme anzugehen."

Schon seit vielen Jahren hat der russische Fußball mit Rassismus zu kämpfen. So wurde etwa 2012 bei einem Ligaspiel Christopher Samba mit einer Banane beworfen, während Manchester Citys Yaya Toure ein Jahr später im Duell mit ZSKA Moskau mit rassistischen Gesängen beleidigt wurde. Im vergangenen Oktober berichtete St. Petersburgs Hulk, dass gegnerische Fans ihn mit Affengeräuschen beleidigt hatten.

"Das ist eine große Gelegenheit für uns, über die nächsten drei Jahre etwas zu verändern und zu verbessern", fuhr Webb fort. Allerdings schob er eine Warnung hinterher: "Das müssen wir aber auch. Unter den aktuellen Bedingungen können wir keine WM dort haben."

Autor: Adrian Franke

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