FIFA-Verbot der Dritteigentümerschaft

Spanien und Portugal wehren sich

SID
Montag, 09.02.2015 | 15:30 Uhr
Sepp Blatter brachte das Verbot auf den Weg
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels: FCB-B04
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Die spanische und portugiesische Profiliga wollen wegen des Verbots der Dritteigentümerschaft durch den Fußball-Weltverband FIFA die Wettbewerbskommission der Europäischen Union (EU) einschalten. Sie sehen einen eindeutigen Einschnitt in die wirtschaftliche Freiheit der Klubs.

Die von der FIFA im Dezember eingeführte Statuten-Änderung, nach der Fußballprofis nicht mehr Firmen oder Gesellschaften gehören dürfen, "beschneidet die wirtschaftliche Freiheit der Klubs, Spieler und dritten Partien ohne jede Begründung und Verhältnismäßigkeit", teilten die Ligen mit.

Der Weltverband hatte das Verbot, das vollständig ab dem 1. Mai greift, vor allem auf Druck der Europäischen Fußball-Union (UEFA) beschlossen. "Das kann nicht umgehend umgesetzt werden, aber es wird eine Reformperiode geben, um das Verbot durchzusetzen", hatte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter gesagt. Verbreitet ist die Praxis der Dritteigentümerschaft vor allem in Südamerika und Afrika, wo Spieler auch gegen ihren Willen transferiert werden können - damit soll eigentlich Schluss sein.

Vor allem kleine Vereine betroffen

In Spanien und Portugal sorgen sich die Liga-Bosse aber offenbar um die finanzschwachen Vereine. "Das Verbot schädigt die Klubs mit geringen Ressourcen, indem es sie davon abhält, die wirtschaftlichen Rechte an Spielern mit Dritten zu teilen und somit ihre finanziellen Verpflichtungen in einer bedachten Art und Weise zu managen", hieß es in der Stellungnahme. Auf die FIFA könne eine Strafe im hohen Millionen-Euro-Bereich sowie Kompensationszahlungen zukommen.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte die Dritteigentümerschaft bereits vor dem FIFA-Beschluss als "nach wie vor größte Schwäche des ganzen Systems" bezeichnet. "Dass unfassbar viel Geld an Leute fließt, die mit dem Fußball nichts am Hut haben und nur die Popularität des Fußballs missbrauchen, um das Geld abzuziehen", sagte er dem "SID".

Auch Platini Gegner des Verbots

Auch UEFA-Präsident Michel Platini gilt als großer Gegner. Durch die "Third Party Ownership" würden die Spieler "immer häufiger undurchsichtigen Gesellschaften mit Sitz in Steuerparadiesen" gehören, "bei denen unklar ist, welcher Spielervermittler oder Investmentfonds dahintersteckt", sagte Platini.

"Einige Spieler sind schlicht und ergreifend nicht mehr Herr ihrer sportlichen Karriere und werden Jahr um Jahr weiterverkauft, um die Gier dieser Unbekannten nach dem Geld aus dem Fußball zu stillen", fügte der außerdem Franzose hinzu.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung