"Third-Party-Ownership" steht am Pranger

FIFA: Keine Investoren-Transferrechte

Von Adrian Franke
Montag, 19.01.2015 | 11:11 Uhr
Die FIFA will junge Spieler schützen und deshalb Investorenbeteiligungen an Transfers abschaffen
© getty
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Der Weltverband FIFA will Transfers offenbar transparenter gestalten und gleichzeitig junge Spieler schützen: Die Teilnahme von Investoren an Transfers als dritte Partie (TPO) ist ab sofort verboten. Bereits abgeschlossene Verträge bleiben allerdings gültig.

Vor allem in Südamerika und in Portugal ist die TPO ("Third-Party Ownership") ein häufig praktiziertes System. Investoren können so Transferrechte an jungen Talenten erwerben und vergleichsweise günstige Wechsel zu anderen Klubs, häufig von Südamerika nach Europa, mit einleiten, um so später abzukassieren, sollte der Spieler dann auf größerer Bühne einschlagen und für viel Geld weiterverkauft werden.

Allerdings ist so das Risiko, dass Investoren die Spieler und die Klubs durch direkte Entscheidungen beeinflussen, enorm hoch - immerhin können sich die Wechsel mittelfristig für den Investor als extrem lukrativ gestalten.

Die neuen Bestimmungen verbieten jetzt unter Androhung von Sanktionen Spielern sowie Vereinen, Verträge mit einer Drittpartei zu schließen, die dieser "einen gänzlichen oder partiellen Anspruch auf eine Entschädigung, die bei einem künftigen Transfer eines Spielers von einem Verein zu einem anderen fällig wird, oder beliebige Rechte im Zusammenhang mit einem künftigen Transfer oder einer Transferentschädigung gewährt".

Regelung bereits in Kraft getreten

Das Verbot trat bereits am 1. Januar 2015 in Kraft und gilt somit schon für das laufende Transferfenster, das FIFA-Exekutivkomitee hatte die Regelung am 18. und 19. Dezember verabschiedet.

Schon auf ihrer Tagung Ende September hatte die FIFA beschlossen, das TPO-System zu verbieten, da der Trend zunehmend deutlich nach oben schnellte. Bereits bestehende Verträge sollen allerdings bis zu deren Ablauf gültig bleiben, Vertragsverlängerungen sind jedoch nicht gestattet. Die Vereine müssen zudem bis Ende April alle Verträge, an denen Investoren beteiligt waren oder sind, der FIFA melden und offen legen.

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