Dienstag, 23.12.2014

Roberto Carlos über das DFB-Team und den Ballon d'Or

"Deutschland lebt vom Momentum"

Real-Legende Roberto Carlos spricht Klartext: Geht es nach dem vor kurzem zurückgetretenen Trainer von Sivasspor, darf der Ballon d'Or nicht an Manuel Neuer gehen. Auch die deutsche Nationalmannschaft sei nicht so überlegen, wie es bei der WM schien - und werde von den Brasilianern bald wieder eingeholt.

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"Nach der WM hat jeder gesagt, dass Deutschland so überlegen sei. Ich würde das nicht sagen", legte der 41-Jährige gegenüber Omnisport los. Schließlich habe Brasilien schon "dreimal in Folge das Endspiel erreicht und war zwölf Jahre lang an der Weltspitze". Das DFB-Team habe "nur vor kurzem einen Titel gewonnen". Generell seien die Top-Teams wieder "mehr auf einem Level".

Als Beleg seiner These führte der ehemalige Außenverteidiger das Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien an, bei dem der amtierende Weltmeister gegen seinen Finalgegner mit 2:4 verlor. "Man hat ja gesehen, was Argentinien mit ihnen gemacht haben. Sie waren so viel besser", erklärte Carlos, der zu dem Schluss kam: "Deutschland lebt von seinem Momentum, aber eher früher als später wird Brasilien zurückkommen und wieder Weltmeister sein."

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"Die besten waren Cristiano, Messi und Neymar"

Auch für den deutschen Nationaltorwart Manuel Neuer hat der Brasilianer wenig übrig - zumindest, wenn es um die Auszeichnung als Weltfußballer geht. "Wir alle wissen, dass es sehr hart wäre, den Ballon d'Or einem Torwart zu geben", erklärte Carlos, der die Auszeichnung bei einem seiner drei Favoriten besser aufgehoben sähe. "Die drei besten Spieler des Jahres waren Cristiano (Ronaldo, Anm.d.Red.), Messi und Neymar."

Vor allem an CR7 führe in diesem Jahr kein Weg vorbei. "Ich bin ein großer Fan von Lionel Messi, aber Ronaldo war beeindruckender", schwärmte Carlos vom Superstar der Madrilenen. "Alles, was er momentan anpackt, gelingt ihm. Er war der beste Spieler des Jahres."

Auch für das "Phänomen" Neymar gab es lobende Worte vom 125-fachen Nationalspieler. Dennoch werde die Selecao auch mit dem Star des FC Barcelona nicht an die alte Stärke der Brasilianer anknüpfen können. "Es wird wohl kein Nationalteam mehr geben wie damals", erinnerte sich Carlos, "als ich mit Ronaldo, Ronaldinho, Rivaldo und Kaka gespielt habe".

Roberto Carlos im Steckbrief

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