Reaktionen auf Bericht der FIFA-Ethikkommission

Welle der Empörung über FIFA

SID
Donnerstag, 13.11.2014 | 13:37 Uhr
Die FIFA-Ethikkommission konnte keine Beweise für Korruption bei den WM-Vergaben finden
© getty
Advertisement
Bundesliga
FrJetzt
S04-M05: Jetzt die Highlights anschauen!
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe

Korruption bei den WM-Vergaben 2018 und 2022? Die FIFA weiß von nichts. Politiker sind empört, England dreht durch und selbst der FIFA-Chefermittler versteht die Welt nicht mehr.

Die CDU/CSU-Fraktion des Sportausschusses im deutschen Bundestag hat den "Freispruch" des Fußball-Weltverbandes FIFA für die WM 2018 in Russland und 2022 in Katar kritisiert.

"Selbst wenn Korruptionsvorwürfe ausgeräumt wurden: Dieser Freispruch ist kein Freispruch von der moralischen und ethischen Verantwortung der FIFA", sagte Frank Steffel, Bundestagsabgeordneter und Fraktions-Obmann.

Der Weltverband sei "in der Pflicht bei der Vergabe Mindeststandards einzufordern. Im Hinblick auf die Einhaltung von Völkerrecht und Menschenrechten ist die Vergabe fragwürdiger denn je."

Rauball äußert Zweifel

Auch Liga-Präsident Reinhard Rauball mahnt nach dem entlastenden Bericht der Ethikkommission vor zu großer Zufriedenheit. "Unabhängig von den Ergebnissen der Ethik-Kommission gibt es weiter gute Gründe, eine WM in Katar sehr kritisch zu sehen", sagte Rauball: "Das Problem der unmenschlichen Hitze in den Sommermonaten besteht weiter, in der Diskussion um eine mögliche zeitliche Verlegung ist bislang keine Lösung in Sicht."

Des Weiteren "bestehen mit Blick auf die Menschenrechte und Arbeitsbedingungen weiterhin erhebliche Zweifel, ob diese Themen wirklich mit der nötigen Ernsthaftigkeit angegangen werden", sagte der 67-Jährige: "Die jetzt bekannt gegebene Bewertung der Ethik-Kommission kommt nicht überraschend. Auch wenn eine seriöse inhaltliche Bewertung des Berichts direkt nach Veröffentlichung kaum möglich ist, hat sich die Tendenz angesichts der immer wieder verzögerten Bekanntgabe auch für Außenstehende abgezeichnet."

Rauball gab aber zu bedenken, dass "der FIFA bei der Aufklärung keine staatsanwaltlichen Aufklärungsmittel wie Durchsuchungen, Abhörmaßnahmen oder Beschlagnahmungen zur Verfügung stehen".

England weist Kritik zurück

Während die FIFA-Ethikkommission selbst viel Kritik einstecken muss, kritisierte sie in ihrem Bericht den englischen Verband FA. Die FA hat die Kritik der Kommission an seiner gescheiterten Bewerbung für die WM 2018 schnell zurückgewiesen.

"Wir akzeptieren keine Kritik an der Integrität der englischen Bewerbung oder an daran beteiligten Personen", schrieb die FA in einer Stellungnahme: "Wir haben eine transparente Bewerbung durchgeführt und mit den Ermittlern vollständig kooperiert."

In dem Bericht von Joachim Eckert, dem Vorsitzenden der rechtsprechenden Kammer der Ethikkommission, ist unter anderem die Rede von höchst zweifelhaften Verbindungen der englischen Bewerbung zum früheren FIFA-Funktionär Jack Warner (Trinidad und Tobago), der 2011 vom Weltverband FIFA der Korruption überführt worden war.

Garcia: Bericht "unvollständig und fehlerhaft"

Selbst Chefermittler Michael Garcia sah im Bericht über seine Ermittlungsergebnisse "zahlreiche unvollständige und fehlerhafte Darstellungen der Tatsachen und Schlussfolgerungen". Er kündigt eine Berufung an und will das "Appeal Committee" der FIFA anrufen.

Auch in der englischen Presse sorgte der FIFA-Bericht für Empörung. Der "Mirror" schrieb in einem Kommentar: "Of course it's a whitewash. Of course it's an outrage. Of course it's an utter dereliction of FIFA's duty." Auf Deutsch: Der Weltverband habe sich mit dem Bericht reingewaschen, für Empörung gesorgt und seine Amtspflichten verletzt.

Auch die Sportbeauftragte bei der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International, Sylvia Schenk, äußerte sich: "Das ist eine Kommunikationskatastrophe für die FIFA", sagte Schenk: "Die Forderung kann nur lauten, den Garcia-Bericht sofort zu veröffentlichen."

Die FIFA-Ethikkommission hatte am Donnerstag mit dem vorläufigem Abschluss ihrer Ermittlungen die Gastgeber der kommenden beiden Endrunden von jeglichen Vorwürfen freigesprochen. Vor allem die WM 2022 in Katar steht aber weiterhin massiv in der Kritik, weil am Persischen Golf offenbar teils unmenschliche Arbeitsbedingungen herrschen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung