Aufregung um angebliche Blatter-Aussagen

FIFA: "WM 2022 findet in Katar statt"

SID
Sonntag, 09.11.2014 | 15:34 Uhr
Die FIFA stellt unmissverständlich klar, dass die WM in Katar stattfindet
© getty
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Die FIFA rüttelt nicht an der WM-Gastgeberrolle von Katar im Jahr 2022. "Die von den Quellen aufgestellten Behauptungen sind unzutreffend. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 wird in Katar stattfinden", teilte die FIFA auf "SID"-Anfrage mit und reagierte damit auf eine Meldung im Nachrichten-Magazin "Der Spiegel".

Dieses berichtet in der Montagausgabe, dass Blatter selbst bei einem Dinner mit Fußball-Funktionären im vergangenen Oktober in Oslo davon gesprochen habe, dass die WM 2022 nicht in Katar stattfinde, weil das Emirat am Persischen Golf den Terror des Islamischen Staates (IS) unterstütze. Die FIFA stellte klar: "Nicht im Ansatz hat der FIFA-Präsident Katar mit dem IS in Verbindung gebracht."

Laut des Weltverbandes seien an jenem Abend unter anderem über das Projekt "Handshake for Peace" - eine gemeinsame Initiative des norwegischen Verbandes, des Nobel Peace Centers und der FIFA - sowie das bevorstehende EM-Qualifikationsspiel zwischen Norwegen und Bulgarien gesprochen worden. Blatter war auf Einladung des norwegischen Verbandes Ehrengast bei dieser Partie.

Thema Katar nur am Rande erwähnt

Das Thema Katar und WM 2022 sei nur "am Rande" erwähnt worden, so die FIFA: "Es ging dabei um die Spieldaten, da es derzeit Gespräche darüber gibt, wann das Turnier im entsprechenden Kalenderjahr am besten auszutragen ist. Auch der Emir wurde erwähnt, der den FIFA-Präsidenten einige Tage zuvor in Zürich besucht hatte."

Laut Weltverband berichtete der FIFA-Chef, "wie er dem Emir zu den deutlichen Worten gratuliert hatte, die dieser tags zuvor bei einem Staatsbesuch in Deutschland in Anwesenheit von Kanzlerin Angela Merkel gefunden hatte". Auf die Frage eines Journalisten, ob Katar den Islamischen Staat finanziere, "habe der Emir dies beim Besuch in Deutschland mit deutlichen Worten dementiert". Dafür habe Blatter dem Emir in Zürich Lob gezollt und dies beim Tischgespräch in Oslo erwähnt, so die FIFA.

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