Verhaftung von Menschenrechtlern

SID
Sonntag, 07.09.2014 | 10:55 Uhr
Die WM 2022 soll in Katar stattfinden
© getty
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Die Regierung des künftigen WM-Gastgebers Katar hat am Wochenende die Verhaftung von zwei zuvor vermissten Mitarbeitern der Menschenrechts-Organisation GNRD aus Großbritannien bestätigt. Angaben des katarischen Außenministeriums befinden sich Krishna Upadhaya (52) und Ghimire Gundev (32) seit dem 31. August in Polizeigewahrsam und würden weiterhin wegen Verstößen gegen nationale Gesetze vernommen.

Vertreter der britischen Botschaft in Katar hätten das Duo, das in dem Emirat zu den Arbeitsbedingungen von Ausländern auf Baustellen für die Fußball-WM 2022 recherchierte, besucht.

Die GNRD teilte inzwischen mit, dass die britischen Behörden eine Botschaft von Upadhaya an seine Familie weitergeleitet hat. "Wir sind wegen Problemen mit unserer Dokumentation festgenommen worden. Mir geht es gut. Um mich wird sich gekümmert, und ich werde bald zu Hause sein", zitierte die GNRD aus der Nachricht ihres Mitarbeiters.

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Amnesty International schaltet sich ein

Durch die Bestätigung der Verhaftung kam Katar einer Forderung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) nach Informationen zum Verbleib des seit Ende August vermissten Duos mit mehrtägiger Verzögerung nach. Upadhayas und Gundevs "erzwungenes Verschwinden" hatte AI am vergangenen Donnerstag als "extrem beunruhigend" bezeichnet und bereits in Zusammenhang mit der Arbeit der beiden nepalesischstämmigen Briten für die GNRD gebracht. Bereits vor der nun bestätigten Festnahme hatte Upadhaya sich gegenüber Kollegen beklagt, von der katarischen Polizei "belästigt und verfolgt" zu werden.

Aufgekommene Mutmaßungen über mögliche Folter der verhafteten Menschenrechtler wies Katar zurück: "Alle Maßnahmen, die wir gegen die festgenommenen Briten ergriffen haben, stehen in Einklang mit den in unserer Verfassung verankerten Menschenrechten."

Katar steht wegen der Zustände auf den Baustellen für die WM-Endrunde in acht Jahren seit Monaten massiv in der Kritik. Bei den Arbeiten an verschiedenenen WM-Projekten sind schon Hunderte Gastarbeiter, vor allem aus Nepal und Indien, ums Leben gekommen.

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