Sosa verweigert Reise nach Charkow

SID
Dienstag, 22.07.2014 | 14:03 Uhr
Jose Sosa war von 2007 bis 2010 in München aktiv
© getty
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Der frühere Bayern-Profi Jose Ernesto Sosa und zwei argentinische Mitspieler haben angesichts der Krise in der Ukraine ihre Rückkehr zu Metalist Charkow verweigert.

Kapitän Sosa, Alejandro Gomez und Jonathan Cristaldo erklärten gegenüber dem ukrainischen Internetportal "www.football.ua": "Es ist unvernünftig, sich in einem Land aufzuhalten, in dem man sich nicht sicher fühlt. Niemand kann in der Ukraine für unsere Sicherheit garantieren."

Bereits in der Vorwoche hatte Metalist-Mittelfeldspieler Sebastian Blanco seine Rückkehr verweigert. Auch fünf brasilianische Profis in Diensten des Meisters Schachtjor Donezk hatten sich am Wochenende nach einem Testspiel in Frankreich von ihrer Mannschaft abgesetzt.

Der Brasilianer Douglas Costa hatte seine verweigerte Rückreise wie folgt begründet: "Ich möchte klarstellen, dass ich den Verein nicht im Stich lasse. Ich habe schlicht Angst. Wir alle gingen ein tödliches Risiko ein, wenn wir in der Region wären", schrieb der Offensivspieler in seinem Instagram-Account.

"Wir brauchen Sicherheit!"

Costa hatte am Sonntag gemeinsam mit seinen Teamkollegen Alex Teixeira, Fred und Dentinho (alle Brasilien) sowie Facundo Ferreyra (Argentinien) nach einem Testspiel in Frankreich gegen Olympique Lyon den Rückflug in das umkämpfte Land verweigert.

Costa erklärte weiter, das südamerikanische Quintett habe sich mit der Vereinsspitze geeinigt, "in der Schweiz zu bleiben und dort zu trainieren, bis die Situation geklärt ist." Der 23-Jährige führte stellvertretend aus: "Wir wollen im Klub bleiben, aber wir brauchen sichere Arbeitsbedingungen." Auch ohne die Spieler gewann Schachtjor am Dienstag in Lwiw den Supercup durch ein 2:0 (0:0) gegen Pokalsieger Dynamo Kiew.

Seit dem Absturz eines Flugzeugs der Malaysian Airlines über der Ukraine am vergangenen Donnerstag hat sich der seit Monaten schwelende Konflikt zwischen dem osteuropäischen Land und dem Nachbarn Russland weiter verstärkt. Die Maschine war vermutlich von pro-russischen Rebellen abgeschossen worden.

Jose Sosa im Steckbrief

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