"Es fühlt sich an wie jeden Tag Urlaub"

Montag, 12.05.2014 | 11:48 Uhr
Thomas Broich gewann in vier Jahren drei Meisterschaften mit Brisbane Roar
© getty
Advertisement
Premier League Darts
Do22.02.
Berlin Calling! Wer rockt die Premiere in der Hauptstadt?
DAZN World Freestyle Masters
Do22.02.
DAZN lässt die Freestyler um die WM kämpfen
League One
Blackburn -
Bury
Serie A
Lazio -
Hellas Verona
Primera División
Getafe -
Celta Vigo
Ligue 1
Troyes -
Dijon
Primera División
Leganes -
Real Madrid
Championship
Derby County -
Leeds
World Freestyle Masters
DAZN World Freestyle Masters
Indian Super League
Mumbai CIty -
NorthEast Utd
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkisch)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Defensor -
Gremio
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkisch)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Ligue 1
Nizza -
Lille
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nott´m Fortest -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Brom (Delayed)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Premier League
Brighton -
Arsenal
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Primera División
Valencia -
Real Betis

Nach der dritten Meisterschaft mit Brisbane Roar in vier Jahren und vier individuellen Auszeichnungen als bester Spieler der Saison und des Meisterschafts-Finals genießt Thomas Broich Kult-, ja fast schon Helden-Statuts in Down Under. Der Auswanderer über den Hype um seine Person, australischen Patriotismus während der WM und die beste Entscheidung seines Lebens.

SPOX: Herr Broich, Sie haben im letzten Interview mit SPOX gesagt: "Ich stehe jeder Form von Personenkult kritisch gegenüber." Da müssen die letzten Tage ziemlich komisch für Sie gewesen sein?

Thomas Broich: (lacht) In der Tat, das war schon etwas unheimlich. Auch die ganzen Diskussionen darüber, ob ich der beste ausländische Spieler aller Zeiten bin - das generiert schon eine gewisse Fallhöhe. Darauf habe ich eher keinen Bock.

SPOX: Fühlen Sie sich eher eingeschüchtert als geehrt von den vier individuellen Auszeichnungen?

Broich: Ich würde nicht sagen eher, aber sowohl als auch. Es war oft genug der Fall in meiner Karriere, dass es genauso schnell wieder runter geht wie es hochgegangen ist.

SPOX: Also versuchen Sie, sich vom Hype um Ihre Person abzukapseln? Manche forderten Sie schon als Premierminister.

Broich: Das ist ja noch ganz witzig. Ich habe schon immer versucht, so wenige Sachen über mich selbst zu lesen wie möglich. Deshalb kriege ich nicht all zu viel mit - natürlich bis auf die Interviews, die ich gebe oder die Preisverleihungen, auf denen ich bin.

SPOX: In Deutschland hat man von der irren Saison von Brisbane Roar nicht viel mitbekommen, lediglich Ihre Auszeichnungen und der Final-Krimi gegen die Sidney Wanderers erregten medial Aufmerksamkeit. Wie haben Sie die vergangene Spielzeit erlebt?

Broich: Die Saison an sich ist relativ schnell zusammengefasst. Wir hatten letztes Jahr ein unfassbar schlechtes Jahr, nachdem wir davor zwei Mal die Meisterschaft geholt hatten. Das hat einigen wehgetan, deswegen hatten wir von Anfang an das Ziel Wiedergutmachung vor Augen und sind von Anfang an vorne wegmarschiert. Wir hatten die ganze Spielzeit über ein kleines Punkte-Polster und standen vier Spieltage vor Schluss als Erster fest. Und dann kommt in Australien das Finals-System, wo der Titel noch über Halbfinale und Finale ausgespielt wird.

SPOX: Wie bei den beiden Meisterschaften 2011 und 2012 wurde es noch äußerst spannend.

Broich: Ja. Denn wie es bei uns in den Finalspielen die Regel zu sein scheint, schießen wir in den ersten 85 Minuten keine Tore, sondern kassieren nur welche, um die Spiele dann auf dramatische Weise doch noch zu gewinnen (lacht).

SPOX: Woher dieser Hang zum Dramatischen?

Broich: Ich weiß es nicht. Wir haben super gespielt, aber das "back of the net" nicht gefunden. Erst kurz vor Schluss haben wir den Ausgleich gemacht. Dann waren wir aber am Drücker und haben die Partie in der Verlängerung verdient gewonnen.

SPOX: Das Grand Final ist ja selbst in Australien ein großes Event, fast schon mit Bundesliga-Atmosphäre. Wie weit ist der Fußball in der öffentlichen Wahrnehmung noch weg von den Nationalsportarten wie Rugby oder Cricket?

Broich: Wir haben mal wieder mächtig aufgeholt. Manch andere Sportarten warnen schon davor, dass der Fußball bald an ihnen vorbei zieht. Das wäre vor vier Jahren noch undenkbar gewesen.

SPOX: Hat das eventuell mit der anstehenden WM zu tun? Spürt man im Vorfeld eine steigende Begeisterung?

Broich: Nicht unbedingt. Das war einfach dank des Niveaus und der Atmosphäre in der Liga. Was uns aber natürlich helfen würde, wäre eine erfolgreiche Weltmeisterschaft. Als Australien bei der WM 2006 in Deutschland bis ins Achtelfinale kam und äußerst unglücklich gegen Italien ausgeschieden ist, gab es hier schon mal einen extremen Fußball-Boom. Die letzte WM in Südafrika war da sehr enttäuschend, da ist die Euphorie wieder ein Stück weit eingeknickt. Die Erwartungen sind natürlich nicht allzu groß bei der Gruppe mit Spanien, Chile und den Niederlanden. Drei Niederlagen wären da mehr oder weniger normal, aber wenn die Jungs wider Erwarten doch etwas reißen könnten, wäre das für uns als Liga großartig.

SPOX: In Deutschland herrscht während den großen Turnieren Ausnahmestimmung. Die Fanmeilen und Public-Viewing-Plätze sind voll und alle sind im Fußball-Fieber. Wie ist das in Down Under?

Broich: Wesentlich verhaltener, da Fußball dann doch nicht der Nationalsport ist. Aber der Patriotismus ist hier extrem ausgeprägt, die Leute werden also schon um vier Uhr morgens aufstehen, um die Spiele anzuschauen.

SPOX: Sie haben die extrem schwere Gruppe bereits erwähnt. Einige Ihrer Mannschaftskollegen werden ja in Brasilien für Australien auflaufen. Herrscht da eher Angst oder Vorfreude?

Broich: Die Freude überwiegt natürlich, dennoch können alle die Situation realistisch einschätzen. Es gibt nichts Größeres für einen Fußballer, als bei einer WM in Brasilien gegen diese Weltklasse-Teams antreten zu dürfen. Sie wissen natürlich, dass es wahrscheinlich nach der Vorrunde vorbei sein wird. Dennoch fühlen sie sich in der Underdog-Rolle wohl, weil sie gegen diese Gegner wirklich gar nichts zu verlieren haben. Sie fahren auch ganz sicher nicht hin, um bereits im Vorfeld alles abzuschenken - das ist nicht der australische Sportsgeist.

Seite 2: Broich über neue Lebensqualität und "Tom meets Zizou"

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung