Platini will sich im Herbst über FIFA-Kandidatur äußern

Was plant der UEFA-Präsident?

SID
Freitag, 28.03.2014 | 11:31 Uhr
Seit 2007 ist Platini (l.) Präsident der UEFA
© getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Gremio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile

Michel Platini fühlte sich sichtlich wohl. Völlig entspannt plauderte der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in einem Nebenraum des kasachischen Palastes der Unabhängigkeit mit einer Handvoll Journalisten - und erklärte nach "seinem" UEFA-Kongress halb auf französisch, halb auf englisch erstmals mit aller Deutlichkeit, dass nur er FIFA-Boss Joseph S. Blatter vom Thron stoßen könnte. Wenn er denn will.

"Nur eine Person könnte Blatter schlagen", sagte Platini und erwiderte auf die überraschte Nachfrage, ob er sich meinte: "Oui."

Er witzelte sogar, dass er, wenn er "zur FIFA" geht, auch dort "viele Ideen" haben könnte. Mehr als der derzeitige Amtsinhaber. Eine Stunde zuvor hatte die UEFA in Astana mit der Nations League die nächste Platini-Revolution abgesegnet. Auch die erste paneuropäische EM 2020 und die neue "Fußball-Woche" in der EM-Qualifikation gehen auf das Konto des 58-jährigen Franzosen.

Mit diesen Reformen hat sich der ehemalige Weltklassespieler bei seiner UEFA seit der Wahl 2007 eine Wohlfühlzone aufgebaut. Die europäischen Vertreter des Weltfußballs stehen wie eine Wand hinter ihrem Präsidenten, der vom Verbandssitz in Nyon immer deutlicher in die Oppositionsrolle schlüpft.

Auch Niersbach ein Kandidat

An der FIFA-Spitze würde ein rauerer Wind wehen. Deshalb wird sich Platini genau überlegen, ob er bei der FIFA-Wahl 2015 antritt und diese Macht aus der Hand gibt, wobei DFB-Chef Wolfgang Niersbach immer wieder als künftiger UEFA-Präsident gehandelt wird, sollte Platini den FIFA-Thron besteigen. Und das Verhältnis von Niersbach zu Platini kann als vertrauensvoll bezeichnet werden.

Platini wird sich dennoch die Frage stellen, ob er bei einem großzügigen Verzicht auf den Wahlkampf nicht besser dastehen würde. In Astana wurde eben dieses Motto deutlich: Ich weiß, dass ich könnte, wenn ich will - stark genug bin ich.

Also lieber als UEFA-Präsident noch eine weitere Amtszeit gegen den dann über 80-jährigen Blatter sticheln und als noch mehr gefeierter "Retter" aufsteigen? Erklären will sich Platini "nach der Sommerpause", nach der angekündigten Erklärung Blatters im Sommer, der sich um eine fünfte Amtszeit offenbar bitten lassen will.

Platini wettert

Bis dahin wird Platini, wahrscheinlich auch beim großen FIFA-Kongress in Sao Paulo (10. bis 11. Juni) unmittelbar vor der WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli), weitere Gelegenheiten nutzen, die Missstände bei der FIFA anzuprangern.

Am Donnerstag wetterte der Franzose, der im FIFA-Exekutivkomitee sitzt, gegen den ausufernden Menschenhandel bei Transfers, gegen die sogenannte Dritteigentümerschaft. Diese stelle "das Prinzip der menschlichen Würde in Frage" und gehöre zu den "bedrohlichsten Problemen in unserem Sport". Gegen das Blatter laut Platini zu wenig bis gar nichts unternimmt.

Zustimmung von Fußball-Welt

"Irgendwann einmal muss man aufhören, sich hinter Kommissionen, Unterkommissionen, Berichten von Expertengruppen und wissenschaftlichen Studien zu verschanzen", sagte Platini - und erntete von den europäischen Fußballweisen breite Zustimmung.

Allerdings wird auch Platini wissen, dass gerade solche Reden nicht überall im Weltfußball gut ankommen. Zumindest hinter vorgehaltener Hand dürften beispielsweise die südamerikanischen Vertreter nicht allzu großes Interesse an einer Änderung des Transferrechts haben - die Dritteigentümerschaft ist bei weitem nicht überall so verpönt. Der Applaus, den Platini so mag, hält sich dort in Grenzen. Ob er auf diesen verzichten kann und will wird sich zeigen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung