Platini: "Bin enttäuscht"

SID
Michel Platinis UEFA hatte Franck Ribery noch zu "Europas Fußballer des Jahres" gewählt
© getty

Michel Platini leidet nach der Weltfußballer-Wahl mit seinem französischen Landsmann Franck Ribéry und hat den Modus der Wahl kritisiert.

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"Ich bin sehr enttäuscht, dass Franck nicht gewonnen hat", sagte der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zu L'Equipe 21 und verband mit seiner Kritik einen Seitenhieb auf die FIFA und deren Boss Joseph S. Blatter.

"Seit der Ballon d'Or zur FIFA gewechselt ist, hat sich etwas verändert", erklärte Platini: "Ich bin enttäuscht, weil der Ballon d'Or 50 Jahre lang Resultate berücksichtigt hat. Heute zählt der weltweite Wert des Spielers und das sorgt für Probleme."

Mitleid mit Ribery

Ribéry habe "alles gewonnen und hätte deshalb auch den Goldenen Ball verdient gehabt. Das ist ein Problem. 2010 hat nach dem WM-Sieg kein Spanier gewonnen, auch das ist ein Problem. Für Franck in diesem Jahr wie für die Spanier 2010 hätte eigentlich gelten müssen: Jetzt oder nie."

Die Leistung spiele bei der Abstimmung offenbar kaum eine Rolle, moniert Platini. "Im nächsten Jahr werden wir wieder hier sein und es wird zwischen Messi und Ronaldo entschieden.

Messi oder Ronaldo? - Die ewige Frage

In zwei Jahren wird es zwischen Ronaldo und Messi entschieden. Und in drei Jahren wird es zwischen Ronaldo und Messi entschieden", meinte der frühere Weltklasse-Spielmacher.

Bei der Wahl "seiner" UEFA hatte Ribéry gewonnen. Am Montag war jedoch Cristiano Ronaldo zum Weltfußballer gewählt worden, Ribéry wurde hinter Messi sogar nur Dritter.

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