Das Herz des "Panthers" schlägt nicht mehr

Eusebio mit 71 Jahren gestorben

SID
Sonntag, 05.01.2014 | 12:49 Uhr
Eusebio ist weithin auch unter dem Spitznamen "Der schwarze Panther" bekannt
© getty
Advertisement
Primera Division
Sa20:45
Atletico - Real: Wer siegt im Derbi madrileño?
J1 League
Kobe -
Hiroshima
Primera División
Getafe -
Alaves
Premier League
Arsenal -
Tottenham
Premiership
Ross County -
Celtic
Premier League
Liverpool -
Southampton
Championship
Reading -
Wolverhampton
Primera División
Leganes -
Barcelona
Ligue 1
PSG -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Lazio
Premier League
Man United -
Newcastle
Primera División
Sevilla -
Celta Vigo
Championship
Fulham -
Derby County
Ligue 1
Dijon -
Troyes
Ligue 1
Guingamp -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Rennes
Ligue 1
Toulouse -
Metz
Premier League
Leicester -
Man City (DELAYED)
Eredivisie
Breda -
Ajax
Primera División
Atletico Madrid -
Real Madrid
Serie A
Neapel -
AC Mailand
Premier League
West Bromwich -
Chelsea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Everton (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Malaga -
La Coruna
Serie A
Crotone -
Genua
Super Liga
Ivanjica -
Partizan
Championship
Leeds -
Middlesbrough
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Lokomotiva Zagreb
Ligue 1
Caen -
Nizza
Serie A
Benevento -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Juventus
Serie A
SPAL -
Florenz
Serie A
FC Turin -
Chievo Verona
Serie A
Udinese -
Cagliari
Primera División
Espanyol -
Valencia
Premier League
Zenit -
Tosno
Ligue 1
Lyon -
Montpellier
Premier League
Watford -
West Ham
First Division A
Brügge -
Waasland-Beveren
Superliga
Bröndby -
Nordsjaelland
Primera División
Las Palmas -
Levante
Serie A
Flamengo -
Corinthians
Primera División
Bilbao -
Villarreal
Serie A
Inter Mailand -
Atalanta
Ligue 1
Bordeaux -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Racing
Ligue 1
Amiens -
Lille
Serie A
Hellas Verona -
Bologna
Premier League
Brighton -
Stoke
Primera División
Eibar -
Real Betis
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Sampdoria
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Coppa Italia
Udinese -
Perugia
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica

Eusebios wundersamer Aufstieg zum Idol einer ganzen Generation begann im Elend. Aus den Slums von Maputo kämpfte sich der "Schwarze Panther" bis ganz nach oben, mit seinem unwiderstehlichen Stil wurde er zu einem der besten Spieler der Fußball-Geschichte. Am Sonntag starb Eusebio im Alter von 71 Jahren an einem Herzstillstand - ganz Portugal trauert um seinen Volkshelden.

"Sein Leben ist ein Vermächtnis für alle, die den Fußball lieben. Diese Nachricht ist brutal. Einige Menschen sollten uns nie verlassen", schrieb der nationale Verband FPF in seiner Würdigung eines ganz Großen. "Wir erinnern an das Talent und den Charakter eines Mannes, der unseren Fußball zu einem Aushängeschild in der Welt machte."

Eusebios Biograph John Malheiro hatte den Tod des WM-Torschützenkönigs von 1966 bestätigt. "Sein Herz hat um 3.30 Uhr Lissaboner Zeit aufgehört zu schlagen", sagte er dem Fernsehsender "RTP": "Seine Gesundheit war zerbrechlich, aber er wird unsterblich bleiben. Eusebio war ein Symbol besonders in den 60er Jahren, als in Portugal die Diktatur herrschte."

"O Rei", der König, wie sie ihn ehrfürchtig nannten, war vor allem für die dunkelhäutige Bevölkerung seines Landes eine Ikone. Mit seiner kraftvollen und zugleich künstlerisch-leichtfüßigen Spielweise hat er Generationen von Fußballern inspiriert - auch Portugals heutigen Superstar Cristiano Ronaldo.

"Für immer und in Ewigkeit, ruhe in Frieden, Eusebio!", twitterte der Torjäger von Real Madrid am Sonntagmorgen betroffen.

Einer der ersten modernen Mittelstürmer

Eusebio da Silva Ferreira war einer der ersten Mittelstürmer moderner Prägung, in 15 Jahren bei Benfica Lissabon begründete er einen Mythos.

Zehnmal führte er den berühmtesten Klub des Landes zur Meisterschaft, 1962 zum Triumph im Europokal der Landesmeister, er war Europas Fußballer des Jahres 1965, zweimal europäischer Torschützenkönig, traf in 301 Liga-Spielen 317-mal. Vor Benficas Estadio da Luz zeugt eine Bronzestatue des Idols von diesem Glanz.

"Er hat so schöne Tore geschossen", sagte Pele, einer der wenigen Fußballer seiner Zeit, die ihm ebenbürtig waren: "Alle beim FC Santos, auch ich, hielten ihn für einen großartigen Spieler."

Selbst Englands Raubein Nobby Stiles, Gegenspieler Eusebios bei Portugals 1:2-Niederlage im WM-Halbfinale 1966, meinte: "Er war gleichzeitig ein Gentleman, ein sehr respektvoller Mensch und ein außerordentlicher Spieler."

Debüt mit 15 Jahren

In ärmlichsten Verhältnissen war Eusebio als viertes von neun Kindern eines Weißen und einer Dunkelhäutigen in Portugals rücksichtslos ausgebeuteter Kolonie Mosambik geboren worden.

Mit 15 debütierte er beim Sporting Clube de Lourenço Marques, zeigte derart viel Talent, dass Juventus Turin den Teenager verpflichten wollte. "Mein Mutter wollte aber darüber nichts von niemandem hören", erinnerte sich Eusebio.

Mit 36 Toren schoss er den Klub zur Landesmeisterschaft und wechselte als 18-Jähriger nach Portugal. Die Legende will es, dass Benficas Trainer-Idol Bela Guttmann nach Eusebios erstem Training nur stammelte: "Das ist Gold, das ist Gold."

WM-Torschützenkönig 1966

Auf seinem Höhepunkt wurde Eusebio bei der WM 1966 mit neun Treffern Torschützenkönig, die Portugiesen feierten als Dritter ihren größten Erfolg.

Im Viertelfinale gegen Nordkorea (5:3) drehte Eusebio einen 0:3-Rückstand fast im Alleingang mit vier Toren. "Das war mein Tag. Jeder Spieler träumt davon, eines Tages ein Spiel zu wenden. Und an diesem Tag war ich es", schwärmte er einst.

Seine Karriere bestand aber nicht nur aus Glanz. Auch bei Benfica ließ man Eusebio den damals üblichen Rassismus der menschenverachtenden portugiesischen Kolonialzeit spüren und ihn für ein Minimalgehalt spielen.

Wechsel ins Ausland verboten

Portugals Staatspräsident Antonio de Oliveira Salazar untersagte ihm höchstpersönlich den lukrativen Wechsel: "Eusebio ist das wertvollste Staatseigentum von Portugal. Er darf nicht ins Ausland wechseln."

Erst 1975 bekam Eusébio die Freiheit in Lissabon geschenkt. Mit 31 Jahren ging er nach Nordamerika und tingelte dort - auf der Suche nach dem großen Geld - zwischen den USA und Kanada hin und her, ehe er drei Jahre später seine Karriere beendete.

Seine letzten Jahre verbrachte er kränkelnd, schon 2011 sorgte sich die ganze Nation um den kurz vor seinem 70. Geburtstag mit einer Lungenentzündung kämpfenden Eusébio. Am frühen Sonntagmorgen versagte sein großes Herz den Dienst.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung