Samstag, 26.10.2013

Kampf gegen Rassismus

UEFA setzt auf Aufklärer im Publikum

Nach den Anschuldigungen von Manchester Citys Yaya Toure gegen die Fans von ZSKA Moskau ist die Diskussion um Rassismus in den Stadien neu entbrannt. Nun könnte die UEFA neue Wege gehen und eigenes Personal im Publikum einsetzen, um rassistische und beleidigende Fans zu identifizieren.

Yaya Toure hatte nach rassistischen Zwischenrufen in Moskau mit einem WM-Boykott gedroht
© getty
Yaya Toure hatte nach rassistischen Zwischenrufen in Moskau mit einem WM-Boykott gedroht

Wie die englische Zeitung "Sun" berichtet, will der europäische Verband "Anti-Rassismus-Aufklärer" im Publikum platzieren. Damit soll der Druck auf die Schiedsrichter gemindert werden.

Viele Referees haben laut der Zeitung Angst davor, ein Spiel im Alleingang abzubrechen. In Stadien mit "hohem Risiko" könnten sich Aufklärer mit Publikum mit den Offiziellen in Verbindung setzen und so für Unterstützung sorgen.

Die UEFA hat gegen ZSKA bereits eine Untersuchung eingeleitet. Toure hatte nach der Champions-League-Partie erklärt, von Zuschauern rassistisch angefeindet worden zu sein. Schiedsrichter Ovidiu Hategan hätte die Partie unterbrechen oder abbrechen können.

Evra: Wir werden Rassismus nie stoppen

Patrice Evra von Manchester United, der vor zwei Jahren von Liverpools Luis Suarez beleidigt worden war, äußerte sich jedoch pessimistisch. "Ich will ganz ehrlich sein: Ich glaube nicht, dass wir den Rassismus stoppen können", sagte dem Vereinssender "MUTV". "Rassismus im Fußball gibt es schon seit Jahren."

Yaya Toure hatte nach den Anfeindungen in Russland sogar von einem möglichen Boykott der WM 2018 gesprochen.

Yaya Toure im Steckbrief


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