United gelingt Wiedergutmachung

Von Adrian Bohrdt / Marco Heibel
Manchester United hielt gegen den FC Liverpool dicht
© getty

Im Spitzenspiel des Capital One Cups behält Manchester United die Oberhand. Ein Mexikaner avancierte zum Matchwinner. ManCity nimmt an Wigan Revanche für die Niederlage im FA-Cup-Finale. Auch Tottenham siegte hoch. Chelsea erledigte seine Pflicht. Arsenal setzte sich gegen West Brom mit viel Glück im Elfmeterschießen durch.

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Manchester City - Wigan Athletic 5:0 (1:0)

Tore: 1:0 Dzeko (33.). 2:0, 4:0 Jovetic (60., 83.), 3:0 Yaya Toure (76.), 5:0 Navas (86.)

City begann erwartet offensiv, Micah Richards hatte je nach Ecken die ersten Chancen für die Gastgeber, scheiterte aber an Latics-Keeper Lee Nicholls (4./5.). Kurz darauf versuchte es Richards nach einem Solo aus der Distanz (17.), sein Schuss rauschte genau so knapp am Pfosten vorbei wie ein Kopfball von Edin Dzeko nach Flanke von James Milner aus zehn Metern (21.).

Die bis dahin größte Möglichkeit hatte wenig später Citys Marcos Lopes, der 17-Jährige knallte den Ball aus wenigen Metern an die Latte (28.). Dann aber war es soweit: Fernandinho lupfte den Ball über die Abwehr zu Dzeko, der Nicholls stehen ließ und verwandelte (33.). Die erste Chance nach der Pause leitete der Bosnier ein, nachdem Nicholls Dzekos Schuss abklatschen ließ, setzte Milner den Nachschuss an den Pfosten (55.).

Fünf Minuten später sorgte der aktuelle Vizemeister für die Vorentscheidung: Stevan Jovetic brachte eine Richards-Flanke aufs Tor, die zu kurze Abwehr von Nicholls staubte der Stürmer im zweiten Versuch ab. Yaya Toure machte dann alles klar, der Ivorer knallte einen Freistoß aus 16 Metern unter die Latte (76.). Damit war allerdings noch nicht Feierabend: Zunächst stocherte Jovetic den Ball aus kürzester Distanz über die Linie (83.), ehe Jesus Navas den Ball von rechts zu seinem ersten Treffer für City ins Tor schlenzte (86.)."

Swindon Town - FC Chelsea 0:2 (0:2)

Tore: 0:1 Torres (29.), 0:2 Ramires (35.)

Die wieder auf einigen Positionen veränderten Londoner hatten mit dem frech aufspielenden Außenseiter aus der League One (3. Liga) am Anfang ihre Probleme. Torgefährlich wurden die Blues, bei denen Andre Schürrle zwar wieder im Kader stand, aber auf der Bank Platz nehmen musste, erst nach knapp einer halben Stunde. Doch Fernando Torres scheiterte im Eins-gegen-Eins am immer wieder stark reagierenden Swindon-Schlussmann Wes Foderingham (27.).

Zwei Minuten später machte es der Spanier aber besser, als er den Abstauber nach einem Schuss seines zuletzt in der Kritik stehenden Landsmannes Juan Mata zur Führung für die Blues einschob (29.). Der Stürmer auch kurz darauf im Blickpunkt, als er Ramires bediente, der mit rechts aus spitzem Winkel zum 2:0 traf (35.). Der Brasilianer war nach wenigen Minuten für den verletzten Marco van Ginkel eingewechselt worden.

Die Gastgeber wussten trotz des Doppelschlags weiterhin zu gefallen und spielten gut mit, doch immer wieder stand der für Petr Cech spielende Mark Schwarzer im Weg. Der Drittligist hatte im zweiten Abschnitt gegen ein abbauendes Chelsea teilweise sogar mehr Ballbesitz und Ecken, konnte bis auf ein wegen Abseits zurückgepfiffenes Tor (51.) aber keine Durchschlagskraft entwickeln. Am Ende stand ein glanzloser Pflichtsieg der Londoner gegen einen gefällig aufspielenden Drittligisten.

Aston Villa - Tottenham Hotspur 0:4 (0:1)

Tore: 0:1, 0:4 Defoe (45., 90.), 0:2 Paulinho (49.), 0:3 Chadli (86.)

Die Partie startete ausgeglichen, doch die Gäste aus London erarbeiteten sich im Laufe der ersten Hälfte ein immer größeres Übergewicht. Doch lange Zeit agierte Villas Keeper Jad Steer als Spielverderber, der alleine zweimal gegen Jermaine Defoe (13., 43.) und einmal gegen Holtby (38.) das Unentschieden in höchster Not festhielt.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war der Bann aber gebrochen, als Defoe nach einem Lupfer in den Strafraum von Holtby per Kopf zur Führung traf (45.). Kurz nach Wiederanpfiff war es abermals der Deutsche, der Paulinho den Ball maßgenau servierte, der Brasilianer musste nur noch den Fuß hinhalten (49.). Die Villans im Anschluss mit dem Versuch, noch einmal heranzukommen, die Angriffe der Gastgeber waren aber allesamt zu harmlos für sicher stehende Spurs.

Für die endgültige Entscheidung sorgte schließlich Nacer Chadli, der nach Vorarbeit von Defoe sein erstes Tor für die Londoner erzielte (86.). Zur Krönung seiner guten Leistung erzielte Defoe in der Schlussminute sein zweites Tor (90.), als er Steer austanzte und in den leeren Kasten einschob.

Manchester United - FC Liverpool 1:0 (0:0)

Tor: Hernandez (46.)

Die zehn Spiele währende Sperre abgesessen stand der Torjäger gleich in Liverpools Startformation. Zunächst bestimmte jedoch United das Geschehen. Noch im Vorfeld forderte David Moyes von seinen hoch dekorierten Stars eine Trotzreaktion - und er schien diese zu bekommen. Die Gastgeber starteten druckvoll, nur Zählbares kam dabei nicht heraus. Entweder fehlte die Präzision, oder ein Verteidiger mimte den Spielverderber. Im Laufe der Partie konnten sich die Reds jedoch zunehmend befreien und setzten offensive Ausrufezeichen.

Besonders das Duo Suarez und Daniel Sturridge harmonierte bestens. Letzterer tauchte zwei Mal gefährlich im Strafraum auf, konnte David de Gea allerdings nicht prüfen. Sein Partner wäre in der 22. Minute beinahe goldrichtig gestanden. Erst patzte Jonny Evans, dann ließ sich Uniteds Schlussmann von der allgemeinen Verunsicherung anstecken. Suarez konnte den Ball jedoch nicht ins Tor stochern. Torlos ging es in die Kabine - das änderte sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel.

Wayne Rooney zirkelte einen Eckball zur Mitte und fand Javier Hernandez (46.), der abermals für den verletzten Robin van Persie (Leiste) stürmte. Der Mexikaner entledigte sich am Fünfer des Gegenspielers und schoss ungestört aus fünf Metern volley ein. Unbeirrt vom Kaltstart lief Liverpools Offensive langsam heiß, letztlich agierte man im Abschluss glücklos. So verhinderte bei einem Suarez-Freistoß (72.) nur die Latte den Ausgleich. Auf der Gegenseite haderte zuvor Shinji Kagawa bei einem Kracher aus 20 Metern mit dem Aluminium. In den Schlussminuten stürmte Liverpool vergeblich an - United rettete das 1:0.

West Bromwich Albion - FC Arsenal 4:5 n.E. (1:1/1:1/0:0)

Tore: 0:1 Eisfeld (61.), 1:1 Berahino (71.)

Arsenal-Coach Arsene Wenger gewährte zahlreichen Leistungsträgern eine Pause. Mesut Özil, Jack Wilshere oder Aaron Ramsey etwa standen nicht einmal im Kader, dafür machte Nicklas Bendtner sein erstes Pflichtspiel für die Gunners seit über zwei Jahren. Die traditionelle Rotation des Franzosen wäre Arsenal jedoch fast zum Verhängnis geworden.

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Der 20-jährige Deutsche Thomas Eisfeld begann für Arsenal und brachte sein Team in der 61. Minute mit einem Rechtsschuss sogar in Führung. Zehn Minuten später glichen die Baggies jedoch in Person von Saido Berahino aus (71.), bis zum Ende der regulären Spielzeit tat sich danach nicht mehr viel.

In der Verlängerung hätte West Brom das Spiel eigentlich entscheiden müssen, Markus Rosenberg und Morgan Amalfitano mit einem Pfostenschuss scheiterten jeweils nur knapp. Auch im Elfmeterschießen sah es zunächst besser für WBA aus, nachdem Serge Gnabry für Arsenal verschoss. Dann vergaben jedoch nacheinander Amalfitano und Craig Dawson, sodass Nacho Monreal das Spiel gerade so nach Hause bringen konnte. Arsenal steht damit in der nächsten Runde und trifft dort auf den Lokalrivalen FC Chelsea.