PEC Zwolle: Das Überraschungsteam der Eredivisie

Mit Talenten und einem Ex-Wolf an die Spitze

Von Tim Noller
Mittwoch, 11.09.2013 | 11:08 Uhr
Mateusz Klich (l.) und Guyon Fernandez (r.) ist mit der PEC Zwolle ein Traumstart gelungen
© getty
Advertisement
Serie A
Hellas Verona -
Benevento
Premier League
Leicester -
West Bromwich
Primera División
Las Palmas -
Celta Vigo
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter
Primeira Liga
Porto -
Pacos de Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano

PEC Zwolle mischt derzeit die niederländische Eredivisie auf. Mit 13 Punkten aus fünf Spielen geht es am Wochenende als Tabellenführer gegen Rekordmeister Ajax Amsterdam. Experten trauen dem Überraschungsteam jedoch wenig zu.

Ein kleiner Haken, eine Schussfinte und ab ins Glück! Guyon Fernandez trifft in der 92. Minute zum 2:1-Auftaktsieg gegen Feyenoord Rotterdam. 11.324 Zuschauer im IJsseldeltastadion liegen sich in den Armen und bejubeln ekstatisch den Überraschungserfolg ihres Teams. Es ist der Startschuss zu einem Monat voller Euphorie rund um den holländischen Erstligisten PEC Zwolle.

Vier Siege aus den ersten vier Spielen. Nicht nur die eigenen Anhänger, auch unzählige Experten reiben sich verwundert die Augen über den Klub, der in der vergangenen Saison noch auf Platz elf der niederländischen Eredivisie gelandet war. Auf der Suche nach den Gründen für die positive Entwicklung stößt man schnell auf einen Namen: Youness Mokhtar. Die Zahlen des 22-jährigen Linksaußen lesen sich recht ordentlich: drei Vorlagen und ein Tor aus vier Spielen. Kein Wunder, dass man das Talent nach dessen Wechsel zum FC Twente vermisst.

Abschied vom Spitzenreiter

Nach zwei Jahren bei PEC Zwolle entschied er sich, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu wagen: "Das ist eine höhere Stufe für mich" sagte Mokhtar und freut sich auf seine neue Mannschaft: "Es ist schön für den FC Twente zu spielen." Im ersten Spiel ohne Mokhtar musste Zwolle dann auch gleich den ersten Punktverlust hinnehmen.

Vor dem Auswärtsspiel gegen Ajax Amsterdam am kommenden Samstag rechnen nun viele mit dem Einbruch des Teams von Trainer Ron Jans. In seiner langen Geschichte war es dem Klub aus der Provinz Overijssel jedoch nur selten vergönnt, als Tabellenführer zum niederländischen Rekordmeister zu reisen.

Bankrott wirft Verein aus der Bahn

Die Prins Hendrik Ende Desespereert Nimmer Combinatie Zwolle, kurz PEC Zwolle wurde 1910 gegründet und spielte als Verein der bürgerlichen Mittelschicht zunächst lange Jahre unterklassig. Erst nach der Fusion mit dem Arbeiterklub Zwollsche Boys, gelang 1978 der erste Aufstieg. Jedoch hatte Zwolle in der Folge häufig mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Als der Klub 1989 den Klassenerhalt verpasste, musste er 1990 in die Insolvenz gehen.

Von diesem Fiasko erholte sich der ehemalige Arbeitgeber von Jaap Stam nur sehr mühsam. Nach einem kurzen Intermezzo im holländischen Oberhaus zwischen 2002 und 2004 darf sich Zwolle erst seit der vergangenen Saison wieder erstklassig nennen. 2012 änderte man den Namen dann auch wieder zu PEC Zwolle. Denn nach dem Bankrott im Jahr 1990 trug der Verein zwölf Jahre lang den Namen FC Zwolle.

Mit dieser problembehafteten Vergangenheit hat sich der Verein aktuell die Rolle des Ausbildungsvereins auf die Fahne geschrieben. Stareinkäufe sind genauso illusorisch wie teure Vertragsverlängerungen von Eigengewächsen. Die Folge sind Verkäufe der Marke Mokhtar.

Mit Spaßfußball auf Platz 1

Die Aufgabe für den neuen Trainer Ron Jans lautete vor der Saison also, aus jungen, unbekannten Talenten und Spielern, die von den Ligagrößen aussortiert wurden, eine homogene Einheit zu formen. Spieler wie der holländische U-21-Nationalspieler Jesper Drost (20) oder der ehemalige Wolfsburger Mateusz Klich (23) machen Hoffnung, dass der Trainer diese gesunde Mischung gefunden hat. Nach dem Wahnsinnsauftakt blickt er ungläubig auf die Tabelle: "Wir sind selbst noch mit der Tatsache beschäftigt, dass wir da oben stehen."

In den ersten Spielen jedenfalls begeisterte Zwolle mit offensivem Spaßfußball. Voller Energie und Tatendrang erzielte das Team um Kapitän Bram van Polen beachtliche 13 Tore. Dabei hilft dem Klub möglicherweise auch der Untergrund, auf dem Zwolle seine Heimspiele austrägt. Da in Holland nur drei weitere Vereine auf einem Kunstrasen spielen, tun sich gegnerische Teams schwer, sich auf die ungewohnten Bedingungen einzustellen.

Kooperation mit Werder Bremen

Doch nicht nur die besonderen Platzverhältnisse, auch eine Kooperation mit Bundesligist Werder Bremen trägt zur guten Entwicklung in Zwolle bei. Bislang wurde zwar lediglich Denni Avcic von Robin Dutts Team ausgeliehen. In Zukunft sollen jedoch weitere Spieler folgen.

Sportdirektor Thomas Eichin sieht in der Kooperation eine große Chance für beide Seiten: "Wenn ein Spieler zu gut für unsere U23 und die vierte Liga, aber noch nicht reif genug für die Bundesliga ist, ist Zwolle eine gute Station, um diesen Spieler weiterzuentwickeln."

Derzeit dient Zwolle also lediglich talentierten Spielern als Durchlaufstation. Im Top-Spiel gegen Ajax wird sich am kommenden Samstag zeigen, ob die Experten Recht behalten werden oder ob aus dem Überraschungsteam mehr werden kann.

Trainer Jans hat sich jedenfalls viel für das Spiel vorgenommen: "Wir müssen dort mutigen Fußball zeigen und nach vorn spielen. In der vergangenen Saison hat sich die PEC dort keine Chance erarbeitet. Das wollen wir sicher diesmal ganz anders machen."

Alle News zur PEC Zwolle

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung