"Fairplay" auf Mailänder Art

SID
Montag, 16.09.2013 | 17:11 Uhr
Der AC Milan machte am Wochenende nicht gerade durch Fairplay auf sich aufmerksam
© getty
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Während Florenz den Ausfall zweier Offensiv-Stars beklagt, macht der AC Mailand durch unsportliches Verhalten auf sich aufmerksam. Jose Mourinho trauert alten Zeiten hinterher und London ist in Özil verknallt. In Sevilla sucht man derweil nach einer Frau für Marko Marin. Dies und mehr von unseren Korrespondenten in Europa.

Serie A

Von Oliver Birkner

Höllenspiel des Spieltags: Wer an Aberglauben leidet, für den waren die letzten Tage kein Wellness-Urlaub. Manche Gäste bestiegen am Freitag den 13. mit mulmigen Gefühlen die Finnair-Maschine Flight 666 to Hel (Kopenhagen nach Helsinki) - wem die unangenehme Zahlensymbolik nicht reichte, bekam mit der Höllen-Anspielung noch ein's draufgesetzt.

Auch Florenz-Coach Vincenzo Montella wird demnächst mit dem Flachsen vorsichtiger sein. Vor der Partie gegen Cagliari witzelte er gegenüber Mario Gomez, der müsse nach zwei DFB-Partien auf der Bank ja ungemein ausgeruht sein. Dann verdrehte sich der Deutsche in der 50. Minute das Knie und muss nun mindestens acht Wochen pausieren. Überhaupt geriet die Partie für die Toskaner zum Albtraum. Bereits in Hälfte eins musste der formidable Außenstürmer Juan Cuadrado per Schulterverletzung raus (drei Wochen Pause), in der 89. Minute kassierte die Fiore den 1:1-Ausgleich und in der Nachspielzeit wurde dem Team ein Foulelfmeter an Giuseppe Rossi verweigert.

Zur perfekten Abrundung erhielt David Pizarro dann noch einen Platzverweis - der Chilene hatte den ausbleibenden Pfiff nach einem 30-Meter-Sprint beim Referee mit den Worten beklagt: "Was zum Scheiß machst du da?" Natürlich kann man das eleganter formulieren, doch wenn "cazzo" demnächst jedes Mal eine Hinausstellung nach sich ziehen sollte, wird in Italien keine Partie mehr den Schlusspfiff erleben.

So sprach Montella hinterher von einem verteufelten Spiel: "Die Sache mit Mario ist unglaublich bitter - ich werde mir jeden Scherz jetzt zwei Mal überlegen. Und zum Platzverweis fehlen mir die Worte: Komisch, dass ein Balotelli jeden Schiri ungestraft beleidigen darf und Pizarro gleich zum Duschen muss." Kapitän Manuel Pasqual ergänzte: "Wir haben durch Fehler verdient den Ausgleich kassiert. Doch wo sind die Schiris, die ihre Fehler auch mal zugeben?" Für Florenz war der Mittagskick wahrlich Spiel 666 to Hell.

(Un)-Fairplay des Spieltags: Ansonsten wurde viel über Fairplay diskutiert. Beim Duell zwischen Torino und Milan lag Spieler Marcelo Larrondo zwei Minuten lang verletzt am Boden (mit Fußbruch, wie sich herausstellte), doch der AC kickte weiter. Als der Ball ins Aus flog und die Gastgeber wechseln wollten, verhinderte ein schneller Einwurf den Spielertausch, kurz darauf kamen die Mailänder dann zum Elfmeter, der zum glücklichen 2:2 führte (90./+5).

"Der Elfer ging in Ordnung. Doch es wäre nie dazu gekommen, wenn Milan Anstand besessen hätte. Ein derartiges Verhalten hat ein Klub wie der AC wirklich nicht nötig", monierte der Turiner Präsident Urbano Cairo. "Ich sagte Mexes, schnell einzuwerfen, um den Wechsel zu blockieren. Verständlich, dass sich Torino beraubt fühlt, doch unsere Aktion war regulär. Wenn, dann muss der Referee das Spiel stoppen, nicht wir", so AC-Coach Max Allegri.

Anders Arturo Vidal, der nach Juves 1:1 bei Inter, ein elfmeterreifes Foul an ihm folgendermaßen kommentierte: "Absolut korrekt, dass es keinen Strafstoß gab, denn ich hatte den Ball zuvor mit der Hand gespielt."

Und sonst? Abgesehen von den Diskussionen setzte der Milan-Elfmeter eine beeindruckende Serie fort. Mit dem Tor zum Ausgleich verwandelte Mario Balotelli den 21. Strafstoß seiner Profi-Karriere und scheiterte damit noch nie bei einem Elfer. Er traf vom Punkt für Inter (2), Manchester City (8), Milan (8) und die Nationalelf (3). Zuletzt vergab ein 16-jähriger Balotelli in der Jugend 2006.

Nicht immer sind Spielsysteme und großartige Vorlagen für einen Sieg verantwortlich. Beim WM-Quali-Spiel Italien gegen Tschechien (2:1) twitterte der Field-Reporter der Rai in der Schlussphase stolz: "Ich habe soeben einen zweiten Ball aufs Feld gekickt, um etwas Zeit zu gewinnen. Damit bin ich zweifelsohne auch unter den Erfolgs-Protagonisten, falls Italien die Führung hält." Vielleicht beruft ihn Cesare Prandelli 2014 ja in den WM-Kader - Erfolgs-Protagonisten kann man bei einem langen Turnier immer brauchen.

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