Fussball

22 Jahre Haft für Brasiliens Ex-Profi Bruno

Von Jakob Kunz
Bruno wird von der Polizei abgeführt
© imago

Bruno, ehemaliger Torwart von Flamengo Rio de Janeiro, wurde zu 22 Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Dem Brasilianer wurde vorgeworfen, im Jahr 2010 die Entführung und Ermordung seiner damaligen Freundin Eliza Samudio in Auftrag gegeben zu haben.

Bruno hatte das Verbrechen im Laufe des Prozesses zwar bestätigt, jedoch abgestritten, die Ermordung seiner Freundin selbst in Auftrag gegeben zu haben. Der 28-Jährige sagte zudem aus, dass Samudios Leichnam zerstückelt und anschließend Hunden zum Fraß vorgeworfen wurde. "Ich habe akzeptiert, dass dies passiert", sagte er dem Gericht.

Angeblich habe sein Freund Luiz Henrique "Macarrao" Romao die Tat eingefädelt und einen Ex-Polizisten namens Marcos dos Santos mit dem Mord beauftragt. Als Motiv für das Verbrechen gab Bruno offenbar an, dass ihn seine Ex-Freundin wegen des gemeinsamen Sohnes Bruninho erpresst hätte.

Ein "teuflisches Drama"

Richterin Marixa Rodrigues bezeichnete den Angeklagten bei der Urteilssprechung als "gefühlskalt, gewalttätig und hinterhältig." Sie sprach zudem von einem "teuflischen Drama".

Das Opfer Eliza Samudio war im Juni 2010 aus Brunos Ferienhaus verschwunden, bis heute wurde die Leiche nicht gefunden. Drahtzieher Romao wurde bereits im November vergangenen Jahres zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er hatte die Tat damals bestritten und ausgesagt, er habe Samudio in der Tatnacht lediglich an einer Kreuzung abgesetzt.

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