Fussball

Schiedsrichter nach Spielerattacke Milz entfernt

Von Tobias Lommer
Im spanischen Amateurfußball kam es zu einem traurigen Zwischenfall
© Getty

Erneut kam es zu einem tragischen Zwischenfall während eines Amateurspiels. Im spanischen Burjassot kam es zu Ausschreitungen nach einem Platzverweis. Dem Schiedsrichter musste nach der Spielerattacke im Krankenhaus die Milz entfernt werden.

Es ist nicht der erste tragische Zwischenfall während eines Amateurspiels in der jüngeren Vergangenheit.

Nach dem Mord an einem Schiedsrichter in Amsterdam im Dezember 2012 wurde am Sonntag ein junger Schiedsrichter im spanischen Burjassot schwer verletzt. Dem 17 Jahre alten Schiedsrichter Héctor Giner Tarazón musste nach einer Spielerattacke im Krankenhaus die Milz entfernt werden.

Der Angreifer wurde vom Schiedsrichter wegen Beleidigung des Feldes verwiesen wurden und rastete daraufhin aus. Er schlug ihn zunächst nieder und trat dann auf den am Boden liegenden Schüler ein. Nur durch den Einsatz mehrerer Spieler konnte der Angreifer überwältigt werden. Der 17-Jährige, der große Blutmengen verloren hatte, wurde umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert.

Täter ist Polizeibeamter

Im Krankenhaus sahen die Ärzte keinen anderen Ausweg, als die Milz zu entfernen. Der Vater des Opfers berichtete der Zeitung "Levante-EMV": "Mein Sohn fühlt sich deprimiert und hat gesagt, dass er seine Schiedsrichterkarriere aufgeben wird." Zunächst berichteten Medien, dass dem Nachwuchsschiri ein Arm amputiert werden musste. Diese Berichte erwiesen sich laut "Bild" aber als falsch.

Der 27-jährige Täter selbst ist Polizeibeamter. Er wurde bis auf Weiteres vom Polizeidienst suspendiert und nach Informationen von "Levante-EMV" aus seinem Verein ausgeschlossen.

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