Rassismus: Blatter fordert Zwangsabstieg

SID
Donnerstag, 24.01.2013 | 17:24 Uhr
Der FIFA-Präsident Sepp Blatter will Rassismus aus dem Fußball verbannen
© Getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
Club Friendlies
Live
Sion -
Inter Mailand
Club Friendlies
Live
Dynamo Dresden -
Huddersfield
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter fordert Punktabzüge und Zwangsabstiege für Fußball-Klubs, deren Fans sich rassistische Ausfälle leisten. Außerdem machte er sich erneut für eine flächendeckende Einführung der Torlinien-Technik stark.

"Es reicht nicht aus, Geldstrafen zu verteilen. Spiele ohne Zuschauer sind eine mögliche Lösung, aber am besten wären ein Punktabzug und der Abstieg der Mannschaft, denn letztendlich ist der Klub für seine Zuschauer verantwortlich", sagte der Chef des Weltverbandes in einem Interview auf fifa.com. Man sollte die Verbände und Konföderationen anweisen, "sehr streng" vorzugehen.

Er stimme mit Kevin-Prince Boateng überein, dass der Rassismus-Vorfall während des Testspiels des AC Mailand in Italien ein "ernste Warnung" gewesen sei, sagte Blatter: "Nun ist es an uns, die geeigneten Schritte einzuleiten." Der Fußball sei mit Blick auf das Phänomen Rassismus zwar ein "Opfer unserer Gesellschaft", ergänzte der Schweizer, aber nirgendwo könnten Probleme gelöst werden, "indem man wegrennt".

Boateng-Geschichte war der Auslöser

Der ehemalige Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng hatte Anfang Januar einen Abbruch eines Testspiels erwirkt. Fans des Viertligisten Pro Partia hatten ihn und weitere dunkelhäutige Milan-Spieler mit Affen-Lauten beleidigt. Daraufhin unterbrach Boateng in der 26. Minute das Spiel, schoss den Ball in Richtung der Zuschauer und verließ den Platz. Seine Teamkollegen folgten Boateng, das Spiel wurde abgebrochen.

Blatter hatte die Aktion unmittelbar danach kritisch betrachtet. "Wenn ein Spieler vom Feld läuft, weil er rassistisch beleidigt wurde, ist das ein starkes Signal, das sagt: Das war zu viel", sagte Blatter in Zürich: "Aber das kann nicht die langfristige Lösung sein. Wir müssen andere Lösungen finden, um dieses Problems Herr zu werden."

Erneut machte sich Blatter für eine flächendeckende Einführung der Torlinien-Technik stark. "Jetzt haben wir ein System dafür, also müssen wir es auch nutzen", sagte Blatter. "Wenn wir sie nicht nutzen würden" und es zu einer umstrittenen Situation käme, "dann sähen wir wirklich wie Narren aus". Bei der Klub-WM wurden zwei Systeme erfolgreich getestet.

Streit mit Platini

Blatter streitet in der Frage seit langem mit Michel Platini, dem Präsidenten der Europäischen Fußball-Union (UEFA), der sich gegen Technik und für den Einsatz von Torrichtern ausgesprochen hat. Die Systeme seien "ein Fortschritt", sagte Blatter, "und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch die großen Ligen sie nutzen werden, denn sie sind eine große Hilfe für die Schiedsrichter und ermöglichen wohl die beste Entscheidung, ob ein Tor erzielt wurde oder nicht."

Im Kampf gegen Spielmanipulationen ("Eine teuflische Gefahr für den Fußball") warb Blatter für "Solidarität innerhalb der Fußball-Familie": Wenn Spieler, Trainer oder Schiedsrichter von "solchen Leuten" kontaktiert würden, sollten sie "das sofort melden und darüber aussagen", sagte der 76-Jährige: "Nur dann können wir erfolgreich dagegen vorgehen."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung