Ein Loblied auf die Stierkampf-Ratte

SID
Montag, 28.01.2013 | 16:05 Uhr
El-Hadji Diouf stellte Tottenham im FA-Cup vor große Probleme
© Getty
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Der FA-Cup bringt in England ein paar alte Helden zurück ins Rampenlicht. Lazio muss seinen Adler in Rom per GPS fangen. Und für Depor läuft's in Spanien zurzeit richtig doof. Die Blitzlichter aus Europa, zusammengetragen von unseren Korrespondenten vor Ort.

Serie A

Von Oliver Birkner

Spiel des Spieltags: Nach dem Aufreger des Spieltages während der Partie Juventus gegen Genua war der Satz des Spieltages Andrea Agnelli vorbehalten. "Bisweilen ist es im Fußball schwierig, sich wie ein englischer Lord zu benehmen", sagte der Juve-Präsident. Ohne Frage schlugen Trainer Antonio Conte und Manager Beppe Marotta verbal weit über die Stränge, als ein Handspiel von Genuas Andreas Granqvist beim Stand von 1:1 in der 93. Minute nicht mit Elfmeter bestraft worden war. Doch Calcio ist zum Glück eben tatsächlich kein besinnlicher nachmittäglicher Reitausflug über die Wiesen einer charmanten englischen Grafschaft.

Man mag den Stil des Turiner Duos abstrafen, das sich in Fangehabe und Kneipengepolter verlor. Das notorische Rumpelstilzchen Conte posaunte von "Schande" und "Rückgabe der Schiedsrichter-Lizenz". "Das ist kein Fußball mehr", denn Referee Marco Guida habe sich nicht danach gefühlt, auf Strafstoß zu entscheiden, fügte Conte an - eine Aussage, die mittlerweile dementiert wurde. Marotta schmiedete die konspirative Theorie, der Schiedsrichter sei schließlich aus der Nähe von Neapel, dem härtesten Juve-Konkurrenten - auch das rutschte in die grenzwertige Abteilung von absurdem Humbug. Man mag jedoch vermuten, dass jeder andere Klub bei einer ähnlichen Episode ebenfalls Mord und Gezeter heraufbeschworen hätte. Die eigentliche Problematik lag vielmehr in der zwiespältigen "absichtlich/unabsichtlich Hand-Direktive" an die italienischen Schiedsrichter verborgen. 2007 entschied Obmann Pierluigi Collina gemeinsam mit den meisten Trainern der Serie A, es sei kein Strafstoß, wenn der Ball von einem anderen Körperteil des Spielers an die Hand springt (wie im Fall Granqvist). Kürzlich gab der neue Schwarzkittel-Verantwortliche Stefano Braschi aus, bei ausgestrecktem Arm ist in der Regel immer auf Elfmeter zu entscheiden (wie im Fall Granqvist). Am Samstagabend griffen demnach beide Anweisungen, so dass der Torrichter auf Elfer entschied, der Haupt-Referee nicht. Was wieder einmal demonstrierte, sechs Referees sind absoluter Nonsens, selbst wenn sie allesamt englische Lords wären.

Tier des Spieltags: Olimpia heißt das Lazio-Pendant zum Kölner Geißbock. Der imposante Adler, Wappentier und Glücksbringer der Römer, dreht vor jedem Heimspiel eine Runde durchs Stadio Olimpico - am Samstag hatte er allerdings genug von dem Hokuspokus und verschwand einfach aus der Arena in die große weite Welt. Er ahnte wohl, dass Lazio 0:1 gegen Chievo verlieren würde. Olimpia kostet den Klub rund 200.000 Euro Unterhalt im Jahr, und so war man ziemlich erleichtert, ihn 90 Minuten nach Spielende per eingebautem GPS nahe des Stadions wieder einzusammeln. Gerüchte, er habe dort tückisch den euphorisierten 15 angereisten Chievo-Fans aufgelauert, wurden mittlerweile dementiert.

Und sonst? Man mag die Roma kritisieren wie man will, doch unter Coach Zdenek Zeman ist ein Spektakel stets garantiert. Wie beim atemberaubenden 3:3 in Bologna. Zuvor hatte der notorische Kettenraucher aus Prag mal wieder das gesamte Team ins Achtung gestellt. "In dieser Mannschaft gibt es weder Regeln noch Disziplin. Beim Training fehlt ständig jemand wegen einer Erkältung oder anderen Kleinigkeiten. Ich hoffe, das Wetter wird Rom 2013 jeden Tag angenehme Temperaturen bescheren." Und Dreiwetter-Taft, wenn die Sonne in Rom mal wieder brennt.

Premier League

Von Raphael Honigstein

Spiel des Spieltags: Brentford gegen Chelsea hatte alle Zutaten eines echten FA-Cup-Klassikers: eine miese Buckelpiste, ein ausverkauftes Drittliga-Stadion (12.000 Zuschauer), Derby-Spannung und eine kleine Gemeinheit in Anspielung an einen Vorfall vor vier Tagen.

Die Spieler beider Mannschaften wurden vor Beginn von einem Spalier von Balljungen begrüßt. Die Kicker des Champions-League-Siegers fielen auf diese Provokation jedoch nicht rein und hielten sich mit Tritten zurück, so standen beim Anpfiff alle elf Blauen zur Verfügung. Brentford, das Team von Trainer Uwe Rösler war jedoch über weite Strecken die bessere Elf. Am Ende eines wirklich packenden Matches gab es eine echte Sensation: Fernando Torres erzielte ein Tor. Zum 2:2. Rösler darf sich nun über ein Rückspiel an der Stamford Bridge freuen - und eine gute Million Euro extra für den Spieleretat. Rafael Benitez dagegen, musste sich gegen den von den Fans der Gäste lautstark vorgebrachten Vorwurf erwehren, keine Ahnung zu haben. "Wir wissen sehr wohl, was wir machen", sagte der Spanier, dessen Chancen auf einen Verbleib über den Sommer hinaus nun wieder ein Stückchen gesunken sind.

Mann des Spieltags: Vor zwölf Monaten stürmte Matt Smith für Solihull Moors in der sechsten Liga, am Sonntag schoss er mit zwei Toren den FC Liverpool aus dem Pokal - die vielbesungene "Magie" des FA Cups entfaltete beim 3:2-Sieg von Drittligist Oldham Athletic tatsächlich ihren Zauber. Für Oldham-Trainer Paul Dickov könnte die Sensation allerdings etwas zu spät gekommen sein. Die Eigentümer des Vereins haben bereits drei seiner Assistenten beurlaubt und würden sich gerne auch von ihm trennen. Oldham steckt in der League 1 mitten im Abstiegskampf. El-Hadji Diouf von Leeds United hätte den Titel "Mann des Tages" übrigens auch verdient gehabt, oder vielleicht hätte man ihn als "Kanalratte" des Tages auszeichnen können. Als solche hatte ihn einst Trainer Neil Warnock lange vor seiner Tätigkeit an der Elland Roand bezeichnet. Diouf wuselte (oder wieselte?) sich vor den beiden Toren des Zweitligisten zum 2:1 gegen Tottenham entscheidend durch. "Er ist unser Matador", sagte Warnock, der seiner Stierkampf-Ratte und der Rest des Teams zur Feier des Tages Champagner und Chipsletten spendierte.

Und sonst? Der FC Arsenal wäre in Brighton um ein Haar ebenfalls gegen einen unterklassigen Gegner ausgeschieden. Am Ende gewannen die Londoner 3:2 in der Küstenstadt, trotzdem gab es Aufregung auf den Rängen. Ein Fan, der ein "Goodbye, Arsene"-Plakat hochgehalten hatte, wurde von anderen Arsenal-Anhängern angegriffen und schließlich des Stadions verwiesen. Dieses Schicksal erlitt auch ein Balljunge von Stoke City. Der Teenager brachte seinen Berufsstand nach dem Hazard-Vorfall schon wieder in Missstand: er warf vor Anpfiff mit einem Schneeball auf den Busfahrer von Manchester City und musste zur Strafe auf die Tribüne. Sinn und Zweck dieser Attacke blieben, wie so vieles auf der Insel an diesem Irrsinns-Wochenende, absolut schleierhaft.

Primera Division

Von Paula Villamarin Temperan

Spiel des Spieltags: Mal wieder ein Tag zum Vergessen im Riazor für das heimische Deportivo. Zunächst ging Valencia durch einen Kopfballtreffer von Jonas schon nach 30 Sekunden in Führung. Nicht gerade förderlich für das Selbstvertrauen des Tabellenletzten. Es entwickelte sich eine einseitige Partie mit etlichen Chancen für Valencia.

Doch irgendwie drehte Riki die Partie per Doppelpack zugunsten der Galicier. Die Fans durften kurzzeitig auf den Sieg hoffen. Aber nicht allzu lange. Zunächst holte sich Winterneuzugang Silvio für eine saftige Grätsche von hinten die zweite Gelbe ab. Dann nutzte Nelson Valdez eine seiner gefühlt zehn Großchancen und gleich zu Beginn der sechsminütigen Nachspielzeit wuchtete Ricardo Costa eine Flanke von Ex-Deportivo-Spieler Andres Guardado ins Tor. Weil das nicht schon reichte, rammte der zweite Winterneuzugang Paulo Assuncao gleich nach dem anschließenden Anstoß Valdez den Ellbogen ins Gesicht und sah völlig zurecht die Rote Karte. "Bei uns gibt es einfach keine Nachsicht", schimpfte Trainer Jose Domingos Paciencia, gab aber auch zu: "Wir können nicht sagen, dass wir aufgrund des Schiedsrichters verloren haben."

Mann des Spieltags: Am Mittwoch steht in der Copa del Rey mal wieder ein Clasico an. Die Protagonisten auf beiden Seiten haben sich am Wochenende schon mal in Stellung gebracht. Cristiano Ronaldo erzielte beim 4:0 gegen Getafe am Sonntagmittag einen Hattrick binnen zehn Minuten und zeigte dabei große Variabilität: Tor mit links, Tor per Kopf und Tor mit rechts. Lionel Messi schob am Abend einen Viererpack nach und schraubte sein Torkonto auf 33 hoch - nach 21 Spieltagen. Kein Wunder also, dass sich Spanien schon auf Mittwoch und "Das Duell der Giganten" freut.

Und sonst? Rayo Vallecano marschiert weiter Richtung Tabellenspitze. Gegen Real Betis kam der Madrider Vorstadtklub zu einem souveränen 3:0 und rückte den Sevillanern im Kampf um den Champions-League-Qualifikationsplatz auf die Pelle. Für Rayo war es der fünfte Sieg im sechsten Spiel und der nächste Sieg gegen Ex-Trainer Pepe Mel. "Ich wünsche Rayo wirklich alles Gute, aber was mir nicht gefällt ist, dass sie mir schon wieder drei Dinger eingeschenkt haben. Das darf nicht zur Gewohnheit werden." Vor knapp einem Jahr hatte Betis ebenfalls 0:3 in Vallecas verloren.

Alle Daten und Fakten zum internationalen Fußball

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