Fussball

"Spanien muss sich erst noch behaupten“

Von Christoph Lesk
Carlos Dunga war von 2006 bis 2010 brasilianischer Nationaltrainer
© Getty

Der brasilianische Ex-Nationaltrainer Carlos Dunga hat in einem Interview mit "The Times of India"kein Blatt vor den Mund genommen. Er sieht Spanien noch nicht auf dem gleichen Level wie Brasilien.

Im Vergleich zwischen den amtierenden und dem Rekord-Weltmeister sieht Dunga die Spanier immer noch hinter den Kickern vom Zuckerhut: "Spanien hat Brasilien noch nicht vom Thron des Weltfußballs verdrängt. Sie haben nur eine Weltmeisterschaft gewonnen und ihre Erfolge kamen erst in den letzten vier Jahren zustande. Sie müssen noch ein paar weitere Titel holen, um sich ganz oben zu behaupten ", so der 49-Jährige.

Auch auch die Portugiesische Nationalmannschaft kommt bei Dunga nicht gut weg. Er sieht sie nicht im Kreise der WM-Favoriten, obwohl sie einen der besten Fußballer der Welt in ihren Reihen haben: "Ein Spieler alleine gewinnt kein großes Turnier. Um zu gewinnen, muss man einen Star mit hochklassigen Spielern umgeben", sagte der Brasilianer.

Portugal ist nur Durchschnitt

Deshalb schätzt er die Chancen für Ronaldo, endlich ein großes Turnier zu gewinnen, als schlecht ein: "Nehmen wir als Beispiel Cristiano Ronaldo: Er hat eine Menge Talent, aber seine Mannschaftskollegen sind nur Durchschnitt."

Dagegen räumt der Weltmeister von 1994 Brasilien und Argentinien gute Möglichkeiten ein: "Messi ist nun erfahrener und Neymar bekommt immer mehr Selbstvertrauen. Beide Teams haben gute Spieler, mit denen sie ihre Stars unterstützen können." Was einen potentiellen Wechsel von Neymar nach Europa angeht, sieht Dunga keine Eile: Die Erfahrung der WM im eigenen Land werde dem brasilianischen Talent helfen, als Spieler zu wachsen. Danach sollte er allerdings in Europa spielen.

Carlos Dunga im Steckbrief

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