Europas Top-Elf: Die Aufsteiger des Monats

El Tigre pirscht sich an

Von SPOX
Dienstag, 11.09.2012 | 00:25 Uhr
Falcao sticht aus der Aufsteiger-Elf heraus
© spox

Radamel Falcao ist aktuell der heißeste Torjäger auf dem Planeten. Im Castrol EDGE Ranking, der Weltrangliste für alle Fußballer aus den fünf großen europäischen Ligen (England, Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich), kletterte er damit in die Top 10. Ebenfalls in der Top-Elf: der Ibra-Kumpel, zwei Belgier und ein möglicher Bayernschreck.

Reportage: So funktioniert das Castrol EDGE Ranking!

Tor

Raphael Schäfer (1. FC Nürnberg, Sprung von 582 auf 312)

Der 1. FC Nürnberg ist abgesehen vom peinlichen Ausscheiden im DFB-Pokal beim Viertligisten TSV Havelse gut in die neue Saison gestartet. Ein Sieg gegen den Hamburger SV und ein Unentschieden gegen Meister Borussia Dortmund. Großen Anteil an den ersten vier Zählern hatte Kapitän Schäfer, der in beiden Spielen mit starken Paraden seiner Mannschaft Punkte rettete.

Der 33-Jährige ist zwar mittlerweile seit 2001 - mit einjähriger Unterbrechung - beim Club, ist in den eigenen Reihen aber nicht unumstritten. Er sei zwar ein solider Torhüter, aber er gewinne dem FCN keine Spiele und halte keine Unhaltbaren, so der Vorwurf der Kritiker. "Das dürfte sich für diese Saison dann wohl erübrigt haben", sagte Schäfer schon nach dem HSV-Spiel.

Abwehr

Javier Mascherano (FC Barcelona, Sprung von 78 auf 19)

"El Jefecito" kam als einer der besten defensiven Mittelfeldspieler der Welt zum FC Barcelona, dort wurde er von Pep Guardiola aber zum Innenverteidiger umgeschult. Mascherano brauchte eine gewisse Zeit, um sich an die neue Situation anzupassen, hat sich mittlerweile aber bei den Katalanen im Abwehrzentrum etabliert. "Ich will bei Barcelona als Innenverteidiger weitermachen", sagt Mascherano mittlerweile.

Nicht, weil dort im Gegensatz zum Mittelfeld die Konkurrenz geringer ist, sondern "ganz im Gegenteil. Puyol und Pique sind die besten Innenverteidiger der Welt." Bei Barca haben sie ihn aber davon überzeugt, dass seine Fähigkeiten besser als Innenverteidiger zum Tragen kommen. Allerdings sind die Anforderungen bei den Katalanen auch speziell: "Als Innenverteidiger gehe ich bei Barca wesentlich mehr Risiko, als ich dies bei jedem anderen Team machen würde." Das führe dazu, dass jeder Fehler fast zwangsläufig zu einem Gegentor führte, wie im Supercopa-Rückspiel gegen Real Madrid. Dafür bereitete er im Hinspiel mit einem Traumpass den Ausgleich von Pedro vor.

Maxwell (Paris St. Germain, Sprung von 767 auf 293)

Die Saison hätte nicht schlechter starten können für den Brasilianer. Im Auftaktspiel zuhause gegen den FC Lorient unterlief ihm schon in der 4. Minute ein Eigentor. Der 31-Jährige, der in Europa zuvor u.a. schon für Inter Mailand und den FC Barcelona aktiv war, ließ sich davon aber nicht aus der Bahn werfen.

Maxwell hat seine Stärken vornehmlich in der Offensive und kann auf seiner Seite durch gezielte Vorstöße immer wieder gefährliche Offensivaktionen einleiten. Dazu hat er eine ordentliche Balance zwischen Offensive und Defensive gefunden. An der Seite der Innenverteidiger Alex und Sakho haben Maxwell und sein Pendant auf rechts Chistophe Jallet ein stabile Defensivreihe entwickelt, der das Debüt von 40-Millionen-Mann Thiago Silva noch bevor steht. In vier Spielen hielt PSG zweimal seinen Kasten sauber.

Interessanter Nebenaspekt: Maxwell ist ein guter Freund von Zlatan Ibrahimovic, beide spielten schon bei Ajax, Inter und Barca zusammen und haben mit Mino Raiola denselben Berater.

Nicolce Noveski (Mainz 05, Sprung von 622 auf 368)

Seit acht Jahren ist Noveski mittlerweile in Mainz, er hat Auf- und Abstieg miterlebt und war dabei als Innenverteidiger gesetzt. Auch in dieser Saison hat sich der Kapitän gegen die Konkurrenten Bo Svensson und Niko Bungert durchgesetzt und bildet mit Jungstar Jan Kirchhoff ein starkes Innenverteidigerduo.

Dass es an den ersten beiden Spieltagen nicht zu einem Sieg reichte, lag nicht an Noveski. Er gewann gegen Freiburg 72 und gegen Fürth knapp 80 Prozent seiner Zweikämpfe. Ebenfalls beeindruckend: seine Passquote von 96 Prozent.

Seite 2: Zwei Belgier, van Gaals Kapitän und der Superstürmer

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