Nach historischem 1:0-Sieg der USA gegen Italien

Klinsmann begleicht alte Rechnungen

SID
Donnerstag, 01.03.2012 | 13:06 Uhr
Jürgen Klinsmann ist seit 2011 Nationaltrainer der USA
© Getty
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Jürgen Klinsmann hatte gut lachen, als er mit sechsjähriger Verspätung gleich zwei alte Rechnungen beglichen hatte. "Es ist historisch für uns, ein Team von solchem Kaliber zu besiegen. Die Jungs haben ein großartiges Spiel abgeliefert", sagte der Weltmeister von 1990 nach dem fast schon sensationellen 1:0 (0:0)-Erfolg der US-Boys gegen Italien in Genua.

Ausgerechnet Italien. Gegen die Squadra Azzurra hatte Klinsmann einst als Bundestrainer zwei seiner bittersten Niederlagen einstecken müssen. In der Vorbereitung auf die WM 2006 hatte Deutschland mit dem 1:4 in Florenz ein Desaster erlebt und Klinsmann war wenige Monate vor den Titelkämpfen im eigenen Land infrage gestellt worden.

Der frühere Ausnahmestürmer blieb jedoch im Amt, avancierte schließlich zum Projektleiter des "Sommermärchens", das mit dem 0:2 im Halbfinale gegen Italien in Dortmund sein jähes Ende fand.

Klinsmann baut junge Mannschaft auf

Ähnliches hat Klinsmann nun mit den USA im Sinn. Bei der WM 2014 will er eine schlagkräftige US-Mannschaft aufs Feld schicken. "Wir haben viele junge Spieler, die noch wachsen werden - gerade in solchen Spielen. Wir waren hier, um zu lernen. Wir wollten sehen, wie wir gegen Mannschaften wie Italien bestehen können", ergänzte Klinsmann, der den fünften Sieg im zehnten Spiel unter seiner Regie verbuchte.

Gelernt haben seine Spieler offenbar schnell. Clint Dempsey erzielte in der 55. Minute den Siegtreffer und sorgte beim Weltmeister von 2006 für große Ernüchterung. "Klinsmann entblößt die Grenzen der Azzurri. Alarm im italienischen Lager nach der zweiten Niederlage in Serie.

Das EM-Jahr der Prandelli-Mannschaft beginnt unter schlechten Vorzeichen", schrieb die Sporttageszeitung "Corriere dello Sport" und die Gazzetta dello Sport" fügte hinzu: "Little Italy: Historischer Sieg der USA gegen die Weltmeister von 2006."

Dempsey: "Arbeit geht voran"

Historisch war es in der Tat. Seit dem ersten Aufeinandertreffen vor 78 Jahren war es den USA nie gelungen, Italien zu bezwingen. So war man in den USA mächtig stolz. Das Team sei auf Augenhöhe mit einer Weltmacht gewesen, hieß es bei Fox Sports.

Torschütze Dempsey ist ob der Zukunft jedenfalls zuversichtlich. "Die Arbeit geht voran. Ich denke, dass wir die Lücke weiter schließen werden. Vielleicht können wir eines Tages etwas Besonderes erreichen."

Genau dafür wurde Klinsmann geholt. Der Motivator, der Mann, der neue Wege geht. 27 Monate bleiben Klinsmann bis zum WM-Beginn in Brasilien. Bis dahin will er seine junge Mannschaft geformt haben. So wie Terrence Boyd vom deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund.

Gegen Italien gab der Youngster sein Nationalmannschaftsdebüt, beim BVB spielt er aktuell nur in der Reserve. Ohnehin war bei Klinsmann Improvisationskunst gefragt. So waren der Schalker Jermaine Jones wegen einer Wadenzerrung und Landon Donovan wegen einer Bonchitis ausgefallen. Gegen Italien reichte es trotzdem.

Jürgen Klinsmann im Steckbrief

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