Zehn Punkte Abzug in der Meisterschaft

Insolvenz der Glasgow Rangers bewilligt

SID
Dienstag, 14.02.2012 | 16:37 Uhr
In der schottischen Premier League werden den Rangers zehn Zähler abgezogen
© Getty
Advertisement
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe
Primera División
Valencia -
Leganes
Championship
Bristol -
Cardiff
Premiership
St Johnstone -
Celtic
Championship
Aston Villa -
Sheffield Wednesday
Primera División
Deportivo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
PSG
Serie A
Bologna -
Crotone
Primera División
Alaves -
Espanyol
Championship
Brentford -
Leeds
Ligue 1
Metz -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Amiens
Ligue 1
Nantes -Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Straßburg
Primera División
Barcelona -
Sevilla
Serie A
Genoa -
Sampdoria
Primeira Liga
Porto -
Belenenses
Primera División
Levante -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
FC Turin
Championship
Middlesbrough -
Sunderland
Ligue 1
Nizza -
Dijon
Serie A
Cagliari -
Hellas Verona
Serie A
Chievo Verona -
Neapel
Serie A
Florenz -
AS Rom
Serie A
Juventus -
Benevento
Serie A
Lazio -
Udinese
Primera División
Celta Vigo -
Bilbao
Eredivisie
PSV -
Twente
Ligue 1
Marseille -
Caen
Serie A
Atalanta -
SPAL
Primera División
Real Sociedad -
Eibar
Primera División
Villarreal -
Malaga
Primera División
Real Madrid -
Las Palmas
Serie A
Sassuolo -
AC Mailand

Der Insolvenzantrag des schottischen Rekordmeisters Glasgow Rangers ist am Dienstag bewilligt worden. Die Rangers wollen mit diesem Schritt den britischen Steuerbehörden zuvorkommen, die Nachzahlungen in Höhe von 49 Millionen Pfund (58,5 Millionen Euro) fordern.

"Dies ist ein zutiefst trauriges Kapitel in der Geschichte des schottischen Fußballs." Die Kraft der Worte des schottischen Ligachefs Stewart Regan, gesprochen am Dienstag, lässt erahnen, welche Bedeutung die Insolvenz des schottischen Rekordmeisters Glasgow Rangers auf der Insel hat.

Es ist ein Sprengsatz dicht am stolzen schottischen Fußball-Herzen, und so schreitet Regan weiter auf bedeutungsschwangeren Wegen: "Und wir sollten nicht die möglichen Konsequenzen für das Image des gesamten Spiels unterschätzen."

Glasgow-Präsident Craig Whyte hatte die Rangers erst im vergangenen Jahr gekauft und versprochen, den hoch verschuldeten Verein zu sanieren, musste sich aber letztendlich den Forderungen der Steuerbehörde beugen.

Steuernachzahlung von fast 50 Millionen Pfund

Misswirtschaft, ignorante Klubchefs und Schulden in Millionenhöhe - doch die Schuld an der Pleite weisen die Glasgow Rangers zurück. Der schottische Fußball-Rekordmeister schiebt den Schwarzen Peter der britischen Finanzbehörde HMRC zu, die in einem Verfahren Steuernachzahlungen von fast 50 Millionen Pfund verlangt.

"Selbst wenn die Rangers das Verfahren gewinnen, so hat die HMRC klargestellt, dass sie wieder und wieder in Berufung gehen wird", teilte der Verein mit. "Das würde den Klub in Jahre der Unsicherheit stürzen."

Rechnung könnte noch höher werden

Der Schritt zum Insolvenzantrag war laut Besitzer Craig Whyte demnach unvermeidlich. "Die 49 Millionen Pfund sind Steuern und Zinsen. Kommt eine Strafzahlung hinzu, kann sich die Rechnung auf 75 Millionen Pfund erhöhen", sagte der Investor. Dies sei ein schockierender Betrag, der unmöglich zu bezahlen sei.

Zwar ist die Existenz des Klubs nicht akut bedroht, die Zeiten, in die Rangers und Erzrivale Celtic Glasgow die schottische Premier League nach Belieben dominierten, dürften allerdings vorbei sein. Am Dienstag ist das Insolvenzverfahren gegen die Rangers eingeleitet worden, damit verbunden ist auch ein Punktabzug von zehn Zählern. "Eventuell kommt noch eine Transfersperre hinzu", sagte ein Sprecher der schottischen Liga.

Europapokal-Teilnahme in Gefahr

In der Meisterschaft sind die Rangers mit nun 14 Punkten Rückstand auf Celtic zwar noch immer Zweiter, doch die Teilnahme am Europapokal ist dennoch fraglich. Denn kann der Verein dem schottischen Verband bis zum 31. März keine tadellose Etatplanung vorlegen, droht der Ausschluss aus dem internationalen Geschäft für die kommende Saison.

Für Beobachter und Fans war der Insolvenzantrag zwar eine Überraschung, jedoch alles andere als ein Schock. Erste Zweifel wurden im Mai 2011 laut, als Whyte den Klub für den symbolischen Preis von einem Pfund vom Stahlmagnaten David Murray übernahm. Als Whyte im Januar zugab, die zu erwartenden Einnahmen durch der Verkauf von Dauerkarten in den kommenden drei Jahre schon verpfändet zu haben, schrillten überall die Alarmglocken.

"Die Rangers sind auf dem Rücken von Eitelkeiten und Wahnvorstellungen in dieses Debakel geraten", kommentierte die britischen Tageszeitung "The Guardian" die Misere. Als positives Beispiel zog das Blatt ausgerechnet Celtic heran. Als man dort 1994 vor der Pleite stand, habe man es unter dem knallharten Sanierer Fergus McCann verstanden, vernünftig zu wirtschaften.

Celtic baut zwei Millionen Schulden ab

Es passte ins Bild, dass Celtic wenige Stunden vor dem Insolvenzantrag der Rangers vermeldete, dass man die Schulden von neun auf sieben Millionen Euro reduziert habe. "Mit unserem Schuldenstand lässt sich gut wirtschaften", verkündete Vorstandschef Peter Lawwell.

Während die Rangers trotz geringer werdenden Einnahmen kräftig investierten, besann man sich bei Celtic darauf, junge Spieler zu entwickeln und teuer zu verkaufen. Beide Klubs haben dennoch das Problem, dass Anspruch und Tradition eigentlich zu groß für das eigene Land. Gedankenspiele über einen Wechsel in die englische Premier League wurden in der Vergangenheit verworfen. Es hätte wohl das Aus für die schottische Liga und weitere Insolvenzen bedeutet.

Die schottische Premier League im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung