Insolvenz der Glasgow Rangers bewilligt

SID
Dienstag, 14.02.2012 | 16:37 Uhr
In der schottischen Premier League werden den Rangers zehn Zähler abgezogen
© Getty
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
La Liga
Sa23.12.
El Clasico auf DAZN:
Real Madrid vs. Barcelona
FIFA Club World Cup
Casablanca -
Urawa
FIFA Club World Cup
Gremio -
Pachuca
Serie A
Genua -
Atalanta
Coppa Italia
Inter Mailand -
Pordenone
Premier League
Huddersfield -
Chelsea
Coupe de la Ligue
Monaco -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Watford (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Stoke (DELAYED)
Super Liga
Partizan -
Roter Stern
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Real Madrid
Eredivisie
Groningen -
PSV Eindhoven
Coupe de la Ligue
Rennes -
Marseille
Coppa Italia
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Hibernian – Glasgow Rangers
Premier League
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo Funchal
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Napoli -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
Saint-Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Strasbourg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennaiyin -
Kerala Blasters
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Championship
Aston Villa -
Sheff Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
Roma
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II

Der Insolvenzantrag des schottischen Rekordmeisters Glasgow Rangers ist am Dienstag bewilligt worden. Die Rangers wollen mit diesem Schritt den britischen Steuerbehörden zuvorkommen, die Nachzahlungen in Höhe von 49 Millionen Pfund (58,5 Millionen Euro) fordern.

"Dies ist ein zutiefst trauriges Kapitel in der Geschichte des schottischen Fußballs." Die Kraft der Worte des schottischen Ligachefs Stewart Regan, gesprochen am Dienstag, lässt erahnen, welche Bedeutung die Insolvenz des schottischen Rekordmeisters Glasgow Rangers auf der Insel hat.

Es ist ein Sprengsatz dicht am stolzen schottischen Fußball-Herzen, und so schreitet Regan weiter auf bedeutungsschwangeren Wegen: "Und wir sollten nicht die möglichen Konsequenzen für das Image des gesamten Spiels unterschätzen."

Glasgow-Präsident Craig Whyte hatte die Rangers erst im vergangenen Jahr gekauft und versprochen, den hoch verschuldeten Verein zu sanieren, musste sich aber letztendlich den Forderungen der Steuerbehörde beugen.

Steuernachzahlung von fast 50 Millionen Pfund

Misswirtschaft, ignorante Klubchefs und Schulden in Millionenhöhe - doch die Schuld an der Pleite weisen die Glasgow Rangers zurück. Der schottische Fußball-Rekordmeister schiebt den Schwarzen Peter der britischen Finanzbehörde HMRC zu, die in einem Verfahren Steuernachzahlungen von fast 50 Millionen Pfund verlangt.

"Selbst wenn die Rangers das Verfahren gewinnen, so hat die HMRC klargestellt, dass sie wieder und wieder in Berufung gehen wird", teilte der Verein mit. "Das würde den Klub in Jahre der Unsicherheit stürzen."

Rechnung könnte noch höher werden

Der Schritt zum Insolvenzantrag war laut Besitzer Craig Whyte demnach unvermeidlich. "Die 49 Millionen Pfund sind Steuern und Zinsen. Kommt eine Strafzahlung hinzu, kann sich die Rechnung auf 75 Millionen Pfund erhöhen", sagte der Investor. Dies sei ein schockierender Betrag, der unmöglich zu bezahlen sei.

Zwar ist die Existenz des Klubs nicht akut bedroht, die Zeiten, in die Rangers und Erzrivale Celtic Glasgow die schottische Premier League nach Belieben dominierten, dürften allerdings vorbei sein. Am Dienstag ist das Insolvenzverfahren gegen die Rangers eingeleitet worden, damit verbunden ist auch ein Punktabzug von zehn Zählern. "Eventuell kommt noch eine Transfersperre hinzu", sagte ein Sprecher der schottischen Liga.

Europapokal-Teilnahme in Gefahr

In der Meisterschaft sind die Rangers mit nun 14 Punkten Rückstand auf Celtic zwar noch immer Zweiter, doch die Teilnahme am Europapokal ist dennoch fraglich. Denn kann der Verein dem schottischen Verband bis zum 31. März keine tadellose Etatplanung vorlegen, droht der Ausschluss aus dem internationalen Geschäft für die kommende Saison.

Für Beobachter und Fans war der Insolvenzantrag zwar eine Überraschung, jedoch alles andere als ein Schock. Erste Zweifel wurden im Mai 2011 laut, als Whyte den Klub für den symbolischen Preis von einem Pfund vom Stahlmagnaten David Murray übernahm. Als Whyte im Januar zugab, die zu erwartenden Einnahmen durch der Verkauf von Dauerkarten in den kommenden drei Jahre schon verpfändet zu haben, schrillten überall die Alarmglocken.

"Die Rangers sind auf dem Rücken von Eitelkeiten und Wahnvorstellungen in dieses Debakel geraten", kommentierte die britischen Tageszeitung "The Guardian" die Misere. Als positives Beispiel zog das Blatt ausgerechnet Celtic heran. Als man dort 1994 vor der Pleite stand, habe man es unter dem knallharten Sanierer Fergus McCann verstanden, vernünftig zu wirtschaften.

Celtic baut zwei Millionen Schulden ab

Es passte ins Bild, dass Celtic wenige Stunden vor dem Insolvenzantrag der Rangers vermeldete, dass man die Schulden von neun auf sieben Millionen Euro reduziert habe. "Mit unserem Schuldenstand lässt sich gut wirtschaften", verkündete Vorstandschef Peter Lawwell.

Während die Rangers trotz geringer werdenden Einnahmen kräftig investierten, besann man sich bei Celtic darauf, junge Spieler zu entwickeln und teuer zu verkaufen. Beide Klubs haben dennoch das Problem, dass Anspruch und Tradition eigentlich zu groß für das eigene Land. Gedankenspiele über einen Wechsel in die englische Premier League wurden in der Vergangenheit verworfen. Es hätte wohl das Aus für die schottische Liga und weitere Insolvenzen bedeutet.

Die schottische Premier League im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung