Donnerstag, 02.02.2012

Spieler von Al-Ahly wollen nach Ausschreitungen nie wieder spielen

Fußballer ziehen sich aus dem Profisport zurück

Die Spieler der Kairoer Fußballmannschaft Al-Ahly wollen sich nach den Ausschreitungen mit mindestens 74 Toten bei einer Auswärtspartie in Port Said offenbar aus dem Profisport zurückziehen.

Bei einem Spiel in Ägypten sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen
© spox
Bei einem Spiel in Ägypten sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen

"Es ist vorbei. Wir haben alle eine Entscheidung getroffen, dass wir nie mehr wieder Fußball spielen werden", sagte Torwart Scharif Ikrami dem privaten Fernsehsender "ONTV".

Tote und Verwundete seien am Mittwochabend in die Umkleidekabine getragen worden.

"Da sind Leute vor unseren Augen gestorben", sagte Ikrami, der selbst bei den Krawallen verletzt wurde. Wie könne es möglich sein, da wieder Fußball zu spielen. "Wir können überhaupt nicht daran denken."

Tragödie bei einem Fußballspiel in Ägypten

Ägyptischer Militärrat ruft nach Ausschreitungen Staatstrauer aus

Nach den Fan-Ausschreitungen mit 74 Toten in Ägypten hat der regierende Militärrat eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Beim Empfang der Spieler des Kairoer Fußballvereins Al-Ahli bei ihrer Rückkehr aus der Stadt Port Said mahnte Feldmarschall Hussein Tantawi in der Nacht zum Donnerstag dennoch zu Zuversicht.

"Dies wird Ägypten nicht kleinkriegen", sagte er auf einem Stützpunkt der Luftwaffe nahe der Hauptstadt. "Solche Ereignisse passieren überall auf der Welt. Wir werden die Verantwortlichen nicht davonkommen lassen."

Augenzeugen hatten nach der Gewalt am Mittwochabend kritisiert, die im Stadion anwesenden Sicherheitskräfte hätten nicht entschlossen eingegriffen. Bei Protesten in der Nacht richtete sich die Wut von Demonstranten daher auch gegen den Militärrat.

Das könnte Sie auch interessieren
Gianni Infantino ist wegen der Kritik an den Arbeitsbedingungen in Katar unbesorgt

Infantino-Lob für gekühlte Helme und Handtücher in Katar

Danny Jordaan fordert fünf weitere WM-Startplätze für Afrika

Mega-WM 2026: Afrika will fünf zusätzliche Startplätze

Sebastian Giovinco wechselte 2015 aus Turin nach Toronto

Berater: Giovinco "fürs Erste" nicht nach China


Diskutieren Drucken Startseite
ENG
SPA
ITA
FRA
TUR

Premier League, 26. Spieltag

Primera Division, 24. Spieltag

Serie A, 26. Spieltag

Ligue 1, 27. Spieltag

Süper Lig, 22. Spieltag


www.performgroup.com

Copyright © 2017 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.