Blatter: "Ein schwarzer Tag für den Fußball"

SID
Mittwoch, 01.02.2012 | 20:51 Uhr
Bei einem Spiel in Ägypten sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen
© spox
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
Bundesliga
DiJetzt
M05 - BVB: Die Highlights des Stöger-Debüts
Premier League
Live
Crystal Palace -
Watford (DELAYED)
Premier League
Live
Burnley -
Stoke (DELAYED)
Super Liga
Partizan -
Roter Stern
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Real Madrid
Eredivisie
Groningen -
PSV
Coupe de la Ligue
Rennes -
Marseille
Coppa Italia
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Hibernian -
Rangers
Premier League
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese – Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)

Dramatische Jagdszenen, überforderte Sicherheitskräfte und Tausende Menschen in Panik: Bei Krawallen nach einem Fußballspiel in Nordägypten sind am Mittwoch mindestens 74 Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt worden. Auch einige Sicherheitsbeamte starben.

Es ist die schlimmste Fußball-Tragödie seit dem 16. Oktober 1996, als bei einem WM-Qualifikationsspiel zwischen Guatemala und Costa Rica in Guatemala City bei Krawalle 78 Menschen ums Leben kamen. "Das ist ein schwarzer Tag für den Fußball", sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter. Er sei schockiert und traurig.

Der Abpfiff kurz vor 17 Uhr war gerade ertönt, als im Stadion von Port Said eine Massenpanik ausbrach. Fans des heimischen Teams Al-Masri stürmten nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer und Erzrivalen der ägyptischen Premier League Al-Ahli den Platz.

Sie warfen Steine und Flaschen in Richtung der Gäste-Fans und beschossen diese mit Feuerwerkskörpern. Spieler rannten um ihr Leben. Wüste Schlägereiszenen spielten sich auf dem Feld ab.

"Das ist Krieg"

"Das ist Krieg, der geplant war", wurde der Mannschaftsarzt von Al-Ahli auf der Internetseite "Egypt Independent" zitiert. Auch einige Spieler seien verletzt worden, obwohl sie von Polizisten geschützt und die Mannschaften schnell in die Kabinen in Sicherheit gebracht wurden.

"Das war eine Terror-Atmosphäre", sagte Sayed Hamdi, ein Spieler von Al-Ahly. Aufnahmen des ägyptischen Staatsfernsehens zeigen den Sturm der Al-Masri-Fans in Richtung Gästeblock, während die Einsatzkräfte dem Gewaltausbruch scheinbar hilflos gegenüberzustehen.

"Die Menschen sterben hier, und niemand tut etwas. Es ist wie im Krieg", sagte Mohammed Abi Trika und fügte hinzu: "Ist ein Leben so wenig wert?"

Stadion in Flammen

Die unfassbare Tragödie spielte sich 220 Kilometer nordöstlich von Kairo ab. Minütlich stiegen am Abend die gemeldeten Opferzahlen. Zeugen zufolge wurden zahlreiche Opfer erstochen, während andere auf der Flucht in einem schmalen Korridor erstickten.

Dorthin hätten sie sich vor rivalisierenden Fans geflüchtet, die mit Messern, Knüppeln und Steinen bewaffnet waren, hieß es. Im Inneren des langen Korridors seien sie stecken geblieben und erstickt, berichtete Ahmed Ghaffar, einer der Fans des Kairoer Fußballvereins Al-Ahly.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Ausschreitungen wurde auch das Spiel zwischen Al-Ismailiya und Zamalek in Kairo abgebrochen. Daraufhin legten wütende Fans Brände im Stadion.

Militär und Polizei zurückhaltend

Ein Mitglied der islamistischen Muslimbruderschaft machte währenddessen die Sicherheitskräfte für die Gewalt in Port Said verantwortlich. Polizei und Streitkräfte hätten nicht eingegriffen, um Kritiker des Ausnahmezustands ruhigzustellen, sagte Essam el Erian.

Die Notstandsgesetze räumen den Sicherheitskräften weitreichende Befugnisse ein, sollen jedoch bald aufgehoben werden. "Diese Tragödie ist das Ergebnis der absichtlichen Zurückhaltung von Militär und Polizei", sagte El Erian.

Wegen der dramatischen Ausschreitungen in Port Said sind mittlerweile bis auf weiteres alle Fußballspiele in Ägypten abgesagt. Der Staatsanwalt ordnete an, mit den Ermittlungen sofort zu beginnen. Zudem wird sich das Parlament am Donnerstag auf einer Sondersitzung mit den Krawallen befassen.

Al-Ahly-Spieler: Nie mehr Fußball

Derweil erklärten die Spieler von Al Ahly, sich künftig aus dem Profisport zurückziehen zu wollen. "Es ist vorbei. Wir haben alle eine Entscheidung getroffen, dass wir nie mehr wieder Fußball spielen werden", sagte Torwart Scharif Ikrami dem privaten Fernsehsender "ONTV".

Tote und Verwundete seien am Mittwochabend in die Umkleidekabine getragen worden. "Da sind Leute vor unseren Augen gestorben", sagte Ikrami, der selbst bei den Krawallen verletzt wurde. Wie könne es möglich sein, da wieder Fußball zu spielen. "Wir können überhaupt nicht daran denken."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung