Michu: Die neue Sensation aus Spanien

Von SPOX
Donnerstag, 09.02.2012 | 15:21 Uhr
Ein Deutscher, ein Bundesliga-Profi - und der spanische Shooting Star: Sie alle sind Teil der Top-11
© Getty

Auftakt zu einer neuen Rubrik: Ab jetzt präsentiert SPOX die Aufsteiger des Monats im europäischen Fußball. Als Indikator dient das Castrol EDGE Ranking, die Weltrangliste für alle Fußballer aus den fünf großen europäischen Ligen (England, Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich). Die Bundesliga stellt zum Auftakt nur einen Spieler - dafür sind neue spannende Namen dabei.

Reportage: So funktioniert das Castrol EDGE Ranking!

Tor

Michel Vorm (Swansea City, Sprung von 132. auf 63.)

Swansea begeistert die englischen Fußball-Puristen mit zeitlosem Kurzpassspiel, das viele an den FC Barcelona erinnert. Dabei besteht das Team fast ausschließlich aus Namenlosen. Zu den wenigen Ausnahmen gehört Torwart Vorm, immerhin die Nummer 3 der Niederlande bei der WM 2010. Wegen der überschaubaren Größe (1,83 Meter) und des recht fortgeschrittenen Alters (28) kam er für die Topklubs nicht in Frage, entsprechend schlug der Premier-League-Aufsteiger zu und landete einen Coup. Der Beweis: Vorm stieg im Castrol EDGE Ranking um 69 Plätze und ist nun der zweitbeste Keeper hinter Udines Handanovic (57.). Auch dank ihm spielte Swansea gegen Chelsea 1:1, besiegte Arsenal 3:2 und holte zehn Punkte aus den letzten fünf Partien. Der Lohn: ManUtd und Chelsea sind an Vorm interessiert.

Abwehr

Jonny Evans (Manchester United, Sprung von 507. auf 175.)

ManUnited zeigt sich diese Saison höchst unkonstant - und hat plötzlich doch eine Konstante gefunden. Evans gilt seit langem als vielseitiger Rollenspieler, dem jedoch die Klasse für einen Stammplatz fehlt. Im Januar aber explodierte er: Die Verletzungen von Vidic, Ferdinand und Jones spülten ihn in die Startelf und gaben ihm die Chance, in der Innenverteidigung seine Klasse zu zeigen. In den letzten fünf Spielen stand er 90 Minuten auf dem Platz und überzeugte. Das Eigentor beim 3:3 gegen Chelsea schmerzte, ansonsten aber ist er in der Form seines Lebens, wie er selbst sagt: "Ich genieße den Fußball."

Raul Rodriguez (Espanyol Barcelona, Sprung von 847. auf 303.)

Rodriguez war nie ein Durchstarter, erst mit 23 Jahren feierte er 2010 sein Erstliga-Debüt. Seitdem startete er jedoch eine steile Karriere, die ihn zumindest ins Blickfeld der spanischen Nationalmannschaft bringt. Seit der Rückrunde der vergangenen Saison ist Rodriguez Stammkraft - und hob sein Spiel in den letzten Wochen auf das nächste Level. Er ist mit ein Grarant dafür, dass Espanyol auf Rang fünf liegt und die viertbeste Abwehr stellt. Überragend war der Januar aus Verteidigersicht: 1:1 gegen Barca, 0:0 gegen Sevilla, 1:0 gegen Mallorca. Kein Wunder, dass der 24-Jährige im Castrol EDGE Ranking um über 500 Plätze klettert.

Hilton (SC Montpellier, Sprung von 771. auf 400.)

Seit 2004 gehört der Brasilianer Hilton zum Inventar der Ligue 1 - aber einen so guten Hilton sah Frankreich womöglich noch nie. Der 34-Jährige ist Leistungsträger jener Abwehr, die seit drei Spielen ohne Gegentor ist. Entsprechend fiel es weniger ins Gewicht, dass die zum Saisonstart furiose Offensive zuletzt weniger oft trifft. In den drei Spielen gab es drei 1:0-Siege. Montpellier ist als Zweiter der einzige ernste Verfolger von Paris St.-Germain - auch dank Hilton.

Giorgio Chiellini (Juventus Turin, Sprung von 173. auf 106.)

Für Juventus begann auch das neue Jahr glänzend, die Alte Dame blieb in den fünf Liga-Partien 2012 immer noch unbesiegt. Besonders erwähnenswert ist, dass die Mannschaft in dieser Saison erst 13 Gegentore kassiert hat und damit die mit Abstand beste Abwehr Italiens stellt - was entscheidend mit Chiellini zusammenhängt. In diesem Jahr setzte es in den fünf Spielen nur zwei Gegentore. Chiellini zeigt sich dabei in Topform: gewohnt kompromisslos, zweikampfstark und vielseitig. Je nach Situation verteidigt er zentral oder links hinten. Der Sprung in die Top 100 scheint nur eine Frage der Zeit.

Teil 2, Mittelfeld und Sturm: Mit Spaniens neuer Sensation und dem einzigen Bundesliga-Spieler

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