Montag, 20.02.2012

Christian Karembeu im Interview

Karembeu: "Frankreich braucht Franck Ribery"

Der Philanthrop des Weltfußballs spricht: Der französische Ex-Weltmeister Christian Karembeu bei SPOX über Zivilisationen, Menschenhandel mit Krokodilen und sein Plädoyer für die FIFA.

Christian Karembeu gewann die WM, die EM und zweimal die Champions League
© Imago
Christian Karembeu gewann die WM, die EM und zweimal die Champions League

SPOX: Herr Karembeu, Sie sind der Philanthrop des Weltfußballs: Mit einer erstaunlichen Vehemenz engagieren Sie sich wie nur wenige ehemalige Profis für die unterschiedlichsten Charity-Projekte rund um den Globus. Woher kommt Ihre Hingabe?

Christian Karembeu: Ich bin in Neukaledonien mit 17 Geschwistern aufgewachsen. So lernt man von früh an, was es bedeutet, zu teilen und andere zu respektieren.

SPOX: Im Gegensatz zu den Jugendlichen in der westlichen Welt, in der soziale Kälte herrscht?

Karembeu: Nein, das wollte ich nicht implizieren. In Frankreich oder Deutschland gibt es zahlreiche Menschen, die sich ehrenamtlich aufopfern oder spenden, um die vielen Wohltätigkeitsorganisationen zu unterstützen. Die Mentalität, helfen zu wollen, ist vorhanden. Ich finde es nur bedauerlich, dass kaum über eine der zentralen Fragen in unserer Gesellschaft nachgedacht wird: Warum benötigen wir überhaupt Wohltätigkeitsorganisationen?

SPOX: Wie meinen Sie das?

Karembeu: Alleine die Existenz von Wohltätigkeitsorganisationen beweist, dass unsere Gesellschaft nicht ausbalanciert ist. Dass offenbar nicht auf natürlichem Wege dafür gesorgt wird, dass Kindern, Behinderten oder anderen Unterprivilegierten geholfen wird. Wir sprechen immer davon, welch Segen die Zivilisation bedeutet. Aber für mich hatte die Zivilisation die Folge, dass wir über die Jahrhunderte vergessen haben, wie man sich um den anderen sorgt. Das eigene Ich steht durch die Zivilisation immer im Mittelpunkt. Dabei ist jeder Mensch nur ein gleichberechtigtes Teil der Natur, des Planeten. Niemand sollte so an den Rand der Gesellschaft gedrückt werden, dass eine Wohltätigkeitsorganisation vonnöten ist.

SPOX: Wie sehr haben die Erlebnisse von Ihren zwei Urgroßvätern das Verständnis von der Welt geprägt? Ihre Vorfahren verließen 1931 mit über 100 weiteren Bewohnern Neukaledonien und folgten einer Einladung nach Paris - ohne zu wissen, dass Sie dort verkleidet in einem Zoo als Kannibalen leben, um von den Stadtbewohnern begafft zu werden.

Karembeu: Es ist ein Teil meiner Geschichte und Teil meines Lebens. Mit der Ausstellung in Paris endete es ja auch nicht: Einige wurden im Tausch für Krokodile nach Deutschland gebracht, wo sie wie Tiere im Käfig gehalten wurden und die Menge als angebliche Menschenfresser zu belustigen hatten. Daher könnte man aus heutiger Warte klagen, wie erbärmlich und schockierend das Verhalten der französischen Kolonialmacht war. Das würde jedoch zu kurz greifen: Ich glaube, dass es am gesamten System krankt. Schauen Sie sich an, was danach kam: der Zweite Weltkrieg, der Kalte Krieg, der Krieg im Nahen Osten. Das kann alles kein Zufall sein.

Die Schneefußball-WM 2012 in Arosa
Das Bild des Turniers: Deutschland bejubelt den WM-Pokal. Ulf Kirsten, Schütze des entscheidenden Finaltreffers, darf in die Mitte
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Das Bild des Turniers: Deutschland bejubelt den WM-Pokal. Ulf Kirsten, Schütze des entscheidenden Finaltreffers, darf in die Mitte
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Das Besondere an der WM: Der Schnee - und die spektakuläre Aussicht auf fast 2000 Meter Höhe
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Das Besondere an der WM: Der Schnee - und die spektakuläre Aussicht auf fast 2000 Meter Höhe
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Einer der Kultstars: Welttorhüter Lutz Pfannenstiel beim Interview mit dem Schweizer Fernsehen
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Einer der Kultstars: Welttorhüter Lutz Pfannenstiel beim Interview mit dem Schweizer Fernsehen
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Treffen der Großen: All-Star-Trainer Giovani Trapattoni mit Paulo Rink und Giovane Elber
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Treffen der Großen: All-Star-Trainer Giovani Trapattoni mit Paulo Rink und Giovane Elber
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Wenn das nicht Superstars sind, wer dann? George Weah (l.) und Abedi Pele (r.) waren ebenfalls dabei
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Wenn das nicht Superstars sind, wer dann? George Weah (l.) und Abedi Pele (r.) waren ebenfalls dabei
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Und: Christian Karembeu, dem es in Arosa so gefiel, dass er sich die Spiele als Video aufnahm. Die Technik macht's möglich
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Und: Christian Karembeu, dem es in Arosa so gefiel, dass er sich die Spiele als Video aufnahm. Die Technik macht's möglich
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So kennen wir Paulo Sergio aus der Bundesliga: beim Torjubel. Pierre van Hooijdonk (l.) hat das Nachsehen
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So kennen wir Paulo Sergio aus der Bundesliga: beim Torjubel. Pierre van Hooijdonk (l.) hat das Nachsehen
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Rivalität gilt auch auf 2000 Meter Höhe: Zwischen den Niederlanden und Deutschland ging es hoch her
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Rivalität gilt auch auf 2000 Meter Höhe: Zwischen den Niederlanden und Deutschland ging es hoch her
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Aber nach dem Spiel gab es natürlich Shake Hands - der gute Zweck stand ja im Vordergrund. Olaf Janßen (r.) mit van Hooijdonk
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Aber nach dem Spiel gab es natürlich Shake Hands - der gute Zweck stand ja im Vordergrund. Olaf Janßen (r.) mit van Hooijdonk
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Er durfte auch nicht fehlen: Waldemar Hartmann kommentierte die Spiele
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Er durfte auch nicht fehlen: Waldemar Hartmann kommentierte die Spiele
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Noch einmal zum Genießen: das atemberaubende Panorama von Arosa. Wahnsinn...
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Noch einmal zum Genießen: das atemberaubende Panorama von Arosa. Wahnsinn...
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Der Schwatte at his best: Kirsten bombt gegen die Niederlande
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Der Schwatte at his best: Kirsten bombt gegen die Niederlande
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Hier ein Blick auf die fliegende Bank der Deutschen. Kirsten schaut amüsiert hoch zu Waldi, der mal wieder einen Spruch riss
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Hier ein Blick auf die fliegende Bank der Deutschen. Kirsten schaut amüsiert hoch zu Waldi, der mal wieder einen Spruch riss
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Dieser eidgenössische Fan brachte Stimmung
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Dieser eidgenössische Fan brachte Stimmung
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Das große Finale: Die Schweiz gegen Deutschland, Gastgeber gegen Titelverteidiger
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Das große Finale: Die Schweiz gegen Deutschland, Gastgeber gegen Titelverteidiger
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Und auch hier ging es gut zur Sache: Ramelow wird hier gefällt
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Und auch hier ging es gut zur Sache: Ramelow wird hier gefällt
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BÄMMM! Bobic aus der Distanz - Tor! Ex-Gladbach-Keeper Jörg Stiel ohne Chance
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BÄMMM! Bobic aus der Distanz - Tor! Ex-Gladbach-Keeper Jörg Stiel ohne Chance
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Diskussionsbedarf hatte aber auch Bobic. Ein bisschen Show ist nie schlecht
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Diskussionsbedarf hatte aber auch Bobic. Ein bisschen Show ist nie schlecht
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Der kleine Kollege hier ließ sich von alldem nicht stören und schlief den Schlaf der Gerechten
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Der kleine Kollege hier ließ sich von alldem nicht stören und schlief den Schlaf der Gerechten
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Die Entscheidung: Ramelow im Hintergrund passt an den langen Pfosten zu Kirsten. Stiel kommt fast an den Ball...
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Die Entscheidung: Ramelow im Hintergrund passt an den langen Pfosten zu Kirsten. Stiel kommt fast an den Ball...
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Aber auch nur fast: Kirsten macht das lange Bein und vollstreckt. Stiel kann nur hinterher schauen
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Aber auch nur fast: Kirsten macht das lange Bein und vollstreckt. Stiel kann nur hinterher schauen
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Ein Rückhalt während des Turniers: Pfannenstiel im deutschen Kasten
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Ein Rückhalt während des Turniers: Pfannenstiel im deutschen Kasten
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Nach zwei Minuten des Zitterns ist es geschafft: Deutschland gewinnt 5:4 und ist Schneefußball-Weltmeister!
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Nach zwei Minuten des Zitterns ist es geschafft: Deutschland gewinnt 5:4 und ist Schneefußball-Weltmeister!
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Bei der Jubelzeremonie gab es entsprechend nur lachende Gesichter
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Bei der Jubelzeremonie gab es entsprechend nur lachende Gesichter
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Und hier noch mal das gesamte Team: Buchwald, Ramelow, Rehmer, Bobic, Heinrich (o.R.v.l.), Kirsten, Janßen, Pfannenstiel, Schneider, Freund (u.R.v.l.)
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Und hier noch mal das gesamte Team: Buchwald, Ramelow, Rehmer, Bobic, Heinrich (o.R.v.l.), Kirsten, Janßen, Pfannenstiel, Schneider, Freund (u.R.v.l.)
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SPOX: Spricht aus Ihnen der Fatalist? Warum beteiligen Sie sich überhaupt an Charity-Projekten?

Karembeu: Wir können das System nicht stoppen, aber ich glaube daran, dass wir mit Hilfe des Fußballs schaffen, etwas mehr Solidarität in die Welt zu bringen.

SPOX: Mit Verlaub: Es klingt etwas naiv.

Karembeu: Der Fußball ist das Extrakt des Lebens. Schauen Sie sich an, mit wie viel Liebe der Amateursport in allen erdenklichen Ländern betrieben wird. Dort nutzen Menschen Ihre Freizeit, um gemeinsam Regeln des Miteinanders aufzustellen, gemeinsam diese Regeln zu respektieren und gemeinsam zu lachen. So etwas kann in der Breite nur der Fußball bewirken.

SPOX: Andererseits ist der Fußball das Sinnbild für die Kommerzialisierung.

Karembeu: Für den Profibereich stimmt es. TV-Rechte, Werbeplätze, VIP-Packages - der Fußball der Elite verströmt aus allen Poren den Duft des Geldes.

SPOX: Vor allem trifft es auf die skandalumwitterte FIFA zu, für die Sie als Kommissionsmitglied in Amt und Würden stehen. Wie passen Ihre Gedanken zu den zahlreichen Korruptionsvorwürfen?

Karembeu: Wegen den Vorwürfen sollte man nicht die gesamte FIFA verdammen. Wie in jeder großen Institution wird es dort Leute geben, die nur vom Gedanken beseelt sind, sich selbst zu bereichern und eine Schneise der Verwüstung zu hinterlassen. Ich selbst habe keinen Einblick darin, was an den Vorwürfen genau dran ist. Was ich jedoch weiß: Die FIFA investiert sehr viel Geld und sehr viele Ressourcen in verschiedenste Projekte, um Schulen zu bauen oder Bedürftigen zu helfen. Ich habe mir selbst ein Bild gemacht und halte meine Hand ins Feuer.

Real Madrid - Porträt in Bildern
Santiago Bernabeu: Das Stadion von Real Madrid wurde 1947 eröffnet und fasst nach seiner Modernisierung 2005 80.354 Zuschauer
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Santiago Bernabeu: Das Stadion von Real Madrid wurde 1947 eröffnet und fasst nach seiner Modernisierung 2005 80.354 Zuschauer
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In der Saison 2008/2009 besuchten im Schnitt 71.523 Zuschauer das Santiago Bernabeu - kein anderes Stadion war in Spanien besser besucht
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In der Saison 2008/2009 besuchten im Schnitt 71.523 Zuschauer das Santiago Bernabeu - kein anderes Stadion war in Spanien besser besucht
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Die Real-Fans durften seit der Vereinsgründung 1902 bereits 32 nationale Meisterschaften und unzählige Weltstars feiern
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Eines der aktuellen Idole: Iker Casillas steht in der Hauptstadt seit 1999 zwischen den Pfosten und kommt aus der eigenen Jugend
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Zur Saison 2009 wurde mächtig eingekauft: Einer der neuen Stars ist der Brasilianer Kaka. Er kostete die Madrilenen rund 65 Millionen Euro
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Zur Saison 2009 wurde mächtig eingekauft: Einer der neuen Stars ist der Brasilianer Kaka. Er kostete die Madrilenen rund 65 Millionen Euro
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Cristiano Ronaldo kam von Manchester United und wurde damit der bisher teuerste Spieler aller Zeiten. Sein Preis: 94 Millionen Euro
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Direktor für Beziehungen zu den Institutionen ist seit 2009 Ex-Profi Emilio Butragueno (r.). Von 1983-1994 war El Butre Stürmer der Königlichen
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Direktor für Beziehungen zu den Institutionen ist seit 2009 Ex-Profi Emilio Butragueno (r.). Von 1983-1994 war El Butre Stürmer der Königlichen
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Florentino Perez (M.) machte die Transfers möglich. Seit Juni 2009 ist er wieder Präsident des Vereins
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Erfolg ist Programm: Neun Mal konnte der Verein den Landesmeister-Cup gewinnen und ist damit der erfolgreichste Klub in ganz Europa
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Bernd Schuster war von 1988-1990 Spieler von Real. 2007 kam er als Cheftrainer zurück - ein Jahr später musste er seinen Posten jedoch schon wieder räumen...
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...obwohl er in seiner ersten Trainersaison mit den Königlichen den Meistertitel in die Stadt holte
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...obwohl er in seiner ersten Trainersaison mit den Königlichen den Meistertitel in die Stadt holte
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Eine lebende Legende: Der Argentinier Alfredo Di Stefano (M.) schoss zwischen 1953 und 1964 für die Königlichen 216 Tore in 282 Spielen
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Eine lebende Legende: Der Argentinier Alfredo Di Stefano (M.) schoss zwischen 1953 und 1964 für die Königlichen 216 Tore in 282 Spielen
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Viele Jahre später war er einer der Stars: Der dreifache Weltfußballer Ronaldo (2.v.l.) wechselte 2002 von Inter Mailand nach Madrid...
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Viele Jahre später war er einer der Stars: Der dreifache Weltfußballer Ronaldo (2.v.l.) wechselte 2002 von Inter Mailand nach Madrid...
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...auch der Portugiese Luis Figo war bis 2005 ein Teil des weißen Balletts. Vor seiner Zeit in Madrid war er beim Erzrivalen FC Barcelona aktiv
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...auch der Portugiese Luis Figo war bis 2005 ein Teil des weißen Balletts. Vor seiner Zeit in Madrid war er beim Erzrivalen FC Barcelona aktiv
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Er war nicht nur im Champions-League-Finale 2002 der zentrale Mann im Spiel der Madrilenen: Der Franzose Zindedine Zidane (r.)...
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Er war nicht nur im Champions-League-Finale 2002 der zentrale Mann im Spiel der Madrilenen: Der Franzose Zindedine Zidane (r.)...
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...am Ende siegten Zidane und Co. mit 2:1 über Bayer Leverkusen und sicherten sich damit den neunten Titel
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...am Ende siegten Zidane und Co. mit 2:1 über Bayer Leverkusen und sicherten sich damit den neunten Titel
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Bereits zwei Jahre zuvor war Real-Urgestein Raul (r. mit Fernando Morientes) in der Champions League erfolgreich. Real bezwang 2000 den FC Valencia mit 3:0
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Bereits zwei Jahre zuvor war Real-Urgestein Raul (r. mit Fernando Morientes) in der Champions League erfolgreich. Real bezwang 2000 den FC Valencia mit 3:0
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Einige Jahre zuvor, 1986: Die Königlichen gewinnen die UEFA-Cup-Endspiele gegen den 1. FC Köln
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Einige Jahre zuvor, 1986: Die Königlichen gewinnen die UEFA-Cup-Endspiele gegen den 1. FC Köln
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Santillana war in dieser Zeit ein großer Spieler in der spanischen Hauptstadt. Er trat insgesamt 461 Mal für Real in der Primera Division an (186 Tore)
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Santillana war in dieser Zeit ein großer Spieler in der spanischen Hauptstadt. Er trat insgesamt 461 Mal für Real in der Primera Division an (186 Tore)
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Der Montenegriner Predrag Mijatovic (r.) ging von 1996-1999 auf Torejagd. Zehn Jahre später war er als Sportdirektor tätig, wurde dann jedoch 2009 entlassen
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Der Montenegriner Predrag Mijatovic (r.) ging von 1996-1999 auf Torejagd. Zehn Jahre später war er als Sportdirektor tätig, wurde dann jedoch 2009 entlassen
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Real Madrid ist nie aus der spanischen Primera Division abgestiegen. Das gelang sonst nur noch Athletic Bilbao und dem FC Barcelona
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Real Madrid ist nie aus der spanischen Primera Division abgestiegen. Das gelang sonst nur noch Athletic Bilbao und dem FC Barcelona
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SPOX: Sie sprechen über die Kraft des Fußballs. Wie war das 1998, als Sie mit Frankreich bei der Heim-WM den Titel gewannen?

Karembeu: Das ist das perfekte Beispiel: Nach unserem Erfolg lag sich die gesamte Nation in den Armen, es flossen Tränen der Freude und es wurde laut und im Chor gesungen. Durch Frankreich ging ein Ruck. Vergleichbar vielleicht nur mit der Aufbruchsstimmung nach dem Zweiten Weltkrieg.

SPOX: Die aktuelle Generation der französischen Nationalspieler disqualifizierte sich bei der WM 2010 in Südafrika - sportlich und charakterlich.

Karembeu: Wir zeigten unser hässlichstes Gesicht. Dennoch bringt es nichts, jetzt zu verzagen. Ich glaube, dass durch die Erlebnisse in Südafrika die Notwendigkeit erkannt wurde, dass ein neuer Geist einkehren und die Mannschaft bereinigt werden muss.

SPOX: Was halten Sie von Franck Ribery?

Karembeu: Ein nach wie vor hochtalentierter Junge, der alles mitbringt und aus den Fehlern hoffentlich gelernt hat. Frankreich braucht ihn. Ihm muss diese Verantwortung bewusst sein und er muss wissen, dass jeder nur auf ihn schaut. Wenn er das beherzigt, wird er bei der EM den Unterschied ausmachen.

SPOX: Sahen Sie für sich zu Ihrer aktiven Zeit die Gefahr, ähnlich wie Ribery vom Ruhm verführt zu werden?

Karembeu: Nein. Ich wusste immer, wer ich bin und wie ich meine innere Mitte halte. Auch wenn mir nicht jeder glauben wird: Ich war immer ehrlich, egal ob zu Beratern, Managern oder Trainern. Ich habe meine Karriere so gelebt, wie ich mir das bei anderen wünsche.

SPOX: Aber nach dem WM-Sieg oder den beiden Erfolgen in der Champions League konnten Sie mal lockerlassen?

Karembeu: Ach, wissen Sie: Ich gewann viele Titel und verdiente viel Geld. Wenn ich zurückblicke, bekomme ich vor allem ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich mich an die Gespräche mit interessanten Personen aus aller Welt erinnere, die ich führen durfte. Das ist das wahre Privileg eines Fußball-Profis.

Christian Karembeu im Steckbrief

Interview: Haruka Gruber

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Der Philanthrop des Weltfußballs spricht: Karembeu über moderne Zivilisationen, Menschenhandel mit Krokodilen und sein Plädoyer für die FIFA.

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