Fussball

Lionel Messi erneut Weltfußballer des Jahres

SID
Lionel Messi (l.) ist Weltfußballer des Jahres 2011
© Getty

Lionel Messi vom FC Barcelona ist zum dritten Mal in Folge Weltfußballer des Jahres. Der 24-jährige Argentinier wurde bei der FIFA-Ballon-d'Or-Gala am Montagabend in Zürich mit der bedeutendsten Trophäe im Weltfußball für einen einzelnen Spieler ausgezeichnet.

Fast 50 Prozent der stimmberechtigten Trainer, Spieler und Journalisten stimmten für Messi, der damit mehr als doppelt so viele Stimmen wie der zweitplatzierte Portugiese Cristiano Ronaldo (Real Madrid) erhielt, der nicht an der Gala teilnahm.

Auf Rang drei kam Messis Mannschaftskollege vom FC Barcelona, Xavi. Bester Deutscher war Mesut Özil auf Platz 11 vor Thomas Müller auf Rang 13 und Bastian Schweinsteiger auf Rang 15.

Bei den Frauen durchbrach die Japanerin Homare Sawa - Weltmeisterin, WM-Torschützenkönigin 2011 und beste Spielerin des Turnieres - die Vorherrschaft der Brasilianerin Marta, die den Titel in den fünf Jahren zuvor geholt hatte. Auf Rang drei kam die Amerikanerin Abby Wambach. Die Deutsche Kerstin Garefrekes wurde Siebte.

Löw und Klopp unter Top 10

Zum Welttrainer des Jahres wurde Pep Guardiola vom FC Barcelona gewählt. Der Spanier setzte sich klar gegen Sir Alex Ferguson (Manchester United) und Jose Mourinho (Real Madrid) durch. In Bundestrainer Joachim Löw (6.) und Dortmund-Coach Jürgen Klopp (9.) schafften es immerhin zwei deutsche Trainer unter die Top 10.

Bei den Frauen siegte Norio Sasaki (Nationaltrainer Japan) vor Pia Sundhage (Nationaltrainerin USA) und Bruno Bini (Nationaltrainer Frankreich).

Ebenfalls an Japan ging der Fairplay-Preis der FIFA - als Auszeichnung und Aufmunterung für das nach Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe erschütterte Land.

Beste Mannschaft des Jahres

Die deutschen Fußballstars schafften es auch nicht in die Weltauswahl 2011.

In der Mannschaft, die von mehr als 50.000 Fußballprofis aus aller Welt gewählt wurde, standen in Iker Casillas (Tor), den Verteidigern Dani Alves, Gerard Pique und Sergio Ramos und dem kompletten Mittelfeld mit Andres Iniesta, Xabi Alonso und Xavi insgesamt sieben Spanier, dazu mit Messi und Cristiano Ronaldo zwei weitere Spieler, die in Spanien aktiv sind.

Hinzu kamen noch Nemanja Vidic und Wayne Rooney (beide Manchester United). Insgesamt waren 55 Spieler nominiert, darunter die vier Bayern-Profis Manuel Neuer, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Mario Gomez sowie Mesut Özil von Real Madrid.

Blatter räumt ein: 2011 war ein schwieriges Jahr

FIFA-Präsident Sepp Blatter sprach von einem "großartigen Abend im Zeichen des internationalen Fußballs", räumte aber auch ein, dass es für die FIFA ein schwieriges Jahr 2011 gewesen sei.

Er wolle das Schiff FIFA nun wieder in ruhigere Gewässer zurückführen, allein schon im Interesse der rund 300 Millionen Fußballer in aller Welt. Er versprach, dass die FIFA verstärkt gegen Korruption, Doping und Spielmanipulationen kämpfen werde.

Zu der Gala im Züricher Kongresshaus waren zahlreiche aktive und frühere Fußballstars gekommen - darunter Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus, Zinedine Zidane, Michel Platini, Pele, Ronaldo, Christian Karembeu, Marco van Basten, Neymar oder auch Wayne Rooney. Durch die Gala führten der frühere niederländische Weltklassespieler Ruud Gullit und die Moderatorin Kay Murray.

Seite 2: Die Verleihung des FIFA Ballon d'Or im Re-Live

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