Bundesliga-Legionäre beim Afrika Cup

Sprungbrett oder Rückschritt?

Von Ronald Tenbusch / Fabian Huwe
Freitag, 20.01.2012 | 23:35 Uhr
In der Bundesliga Gegner, mit ihrem Land gemeinsam zum Titel? Arthur Boka (l.) und Didier Ya Konan
© Getty
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Ab dem 21. Januar findet in Äquatorialguinea und Gabun die 28. Afrikameisterschaft statt. Mit von der Partie sind auch etliche Spieler aus der Bundesliga. Die einen sind absolute Leistungsträger in ihren Teams, die anderen nur Statisten. Die einen wollen den Afrika Cup als Sprungbrett nutzen, die anderen befürchten den Karriereknick. Und was bedeutet ihr Engagement für ihren Arbeitgeber in Deutschland?

Nando Rafael

Verein: FC Augsburg

Land: Angola

Länderspiele/Tore: 0/0

Nando Rafael erzielte in 13 Spielen für die deutsche U 21 fünf Tore. Der gebürtige Angolaner entschied sich trotzdem für sein Heimatland und steht vor seinem ersten großen Turnier. Vor zwei Jahren stießen die Schwarzen Antilopen beim Heimturnier bis ins Viertelfinale vor. Das ist ihnen diesmal durchaus auch zuzutrauen, vielleicht geht es sogar noch weiter.

Rafaels Rolle ist noch völlig unklar. Schlimmer noch, es ist dem Anschein nach nicht einmal sicher, ob der 28-jährige Angreifer überhaupt spielen darf. Nach Angaben eines FIFA-Sprechers liege für Rafael noch keine Spielgenehmigung vor, da beim Weltverband noch kein Antrag auf einen Wechsel des internationalen Status gestellt wurde.

Sollte er die Genehmigung bekommen, wird er wohl nur als Joker eingesetzt, denn bei Trainer Lito Vidigal ist er nur Stürmer Nr. 4. Die drei Stammkräfte trugen sich allesamt beim 3:1 im letzten Test gegen Sierra Leone in die Torschützenliste ein. Spielpraxis würde Rafael dringend brauchen, um sich bei seinem Coach Jos Luhukay ins Gedächtnis zu rufen oder seinen Namen überhaupt wieder auf den Markt zu bringen. 19 Scorerpunkte trug er in der vergangenen Saison zum Augsburger Aufstieg in die Bundesliga bei. In der Hinrunde kam er nur auf 70 Minuten Einsatzszeit, verteilt auf zwei Spiele.

Jose Pierre Vunguidica

Verein: Preußen Münster (ausgeliehen vom 1. FC Köln)

Land: Angola

Länderspiele/Tore: 6/0

Jose Pierre Vunguidica ist der große Unbekannte unter den deutschen Legionären. Der 22-jährige linke Flügelspieler steht beim 1. FC Köln unter Vertrag, ist aber derzeit an den Drittligisten Preußen Münster ausgeliehen, für den er in 15 Spielen zwei Tore erzielte.

Genau wie Nando Rafael hat Vunguidica nur Außenseiterchancen auf einen Platz im Team von Trainer Lito Vidigal. Bei seinen sechs Länderspielen kam er nur als Joker zum Einsatz. Bei den Preußen aus Münster wird Vunguidica eine Lücke reißen. Er gehört zum erweiterten Stammpersonal des Aufsteigers, der zwar nur den 13. Rang in der Tabelle belegt, aber nur fünf Punkte hinter dem Relegationsplatz liegt.

Arthur Boka

Verein: VfB Stuttgart

Land: Elfenbeinküste

Länderspiele/Tore: 44/1

Arthur Boka gehört zu den absolut gesetzten Spielern im Team der Elfenbeinküste. In der Qualifikation zum Afrika Cup absolvierte er die meisten Minuten aller Abwehrspieler. Wie beim VfB Stuttgart besetzt das 1,66-Meter-Kraftpaket bei den Ivorern die Linksverteidiger-Position. Hauptkonkurrent um einen Platz in der Startelf ist der ehemalige Hamburger Guy Demel, der gegen Boka jedoch in der Regel das Nachsehen hat.

Boka macht sich zu seiner dritten Afrika-Cup-Teilnahme auf, um endlich den hohen Erwartungen an das Star-Ensemble der Elfenbeinküste gerecht zu werden. Alles andere als der erste Titel seit 1992 wäre eine Enttäuschung für die West-Afrikaner. Und allzu viele Gelegenheiten wird die Goldene Generation um Didier Drogba und die Toure-Brüder auch nicht mehr bekommen.

Der VfB Stuttgart wird sich im Normalfall darauf einstellen müssen, bis Mitte Februar auf Boka verzichten zu müssen. Bei den Schwaben fungierte der Ivorer in dieser Saison vorwiegend als Backup des Italieners Cristian Molinaro. Nichtsdestotrotz wird der einsatzfreudige Linksfuß dem VfB als Alternative fehlen.

Didier Ya Konan

Verein: Hannover 96

Land: Elfenbeinküste

Länderspiele/Tore: 9/4

Didier Ya Konan gehörte letzte Saison zu den Shooting-Stars der Bundesliga und hatte maßgeblichen Anteil an der guten Saison von Hannover. In diesem Jahr läuft es noch nicht rund. In 23 Pflichtspielen kam er zum Einsatz, erzielte aber nur zwei Tore.

Sein erstes Länderspiel bestritt Ya Konan bereits 2006. Beim letzten Test gegen Tunesien, den die Elefanten 2:0 gewannen, spielte Ya Konan von Beginn an. Er gehört zwar nicht zu den ganz großen Stars im Team um Namensvetter Drogba, ein Platz in der Startelf scheint ihm jedoch sicher.

Trotz der durchwachsenen Hinrunde ist er eine Stütze in Mirko Slomkas Team. Nicht zuletzt wegen Ya Konans Fehlen sucht man in Hannover händeringend nach Verstärkung für die Offensive. Da die Elfenbeinküste beim Turnier weit kommen sollten, könnte der Stürmer ganze vier Bundesligaspiele ausfallen.

Isaac Vorsah

Verein: TSG Hoffenheim

Land: Ghana

Länderspiele/Tore: 29/1

Der Hoffenheimer ist der unangefochtene Abwehrchef bei den Black Stars. Mit Ghana qualifizierte sich der WM-Viertelfinalist von 2010 problemlos für die Afrika-Cup-Endrunde. Ghana kassierte in der Qualifikation lediglich ein Gegentor, sicher auch ein Verdienst von Isaac Vorsah.

Die Ausrichtung für Vorsah und Co. ist jedenfalls klar: Der Vize-Afrikameister von 2010 will die 30 Jahre währende Titelflaute beenden und beweisen, dass der große Erfolg bei der WM in Südafrika kein Ausrutscher war. Die drei Gegner in Gruppe D sollten den Black Stars nicht allzu großes Kopfzerbrechen bereiten, will man in der K.o.-Phase Mannschaften wie Tunesien, die Elfenbeinküste oder den Senegal hinter sich lassen.

In Hoffenheim muss man sich jedenfalls darauf einstellen, dass eine wichtige Stütze der Mannschaft bis Mitte Februar ausfallen dürfte. Marvin Compper und Jannik Vestergaard dürften die Innenverteidigung bilden, bis Vorsah zurückkehrt.

Charles Takyi

Verein: FC St. Pauli

Land: Ghana

Länderspiele/Tore: 1/0

Charles Takyi spielte in den U-Mannschaften Deutschlands und ließ sich lange Zeit, ehe er den Lockrufen Ghanas folgte. Da eine Berufung in Jogi Löws Nationalelf schon lange keine realistische Perspektive mehr war, entschied sich der Mittelfeldspieler des FC St. Pauli dafür, für Ghana aufzulaufen.

Die Einsatzchancen dürften im stark besetzten Mittelfeld Ghanas aber eher als gering einzuschätzen sein. Doch da Takyi in dieser Saison unter Trainer Andre Schubert bei weitem nicht die zentrale Rolle einnimmt, die er noch unter Holger Stanislawski besetzte, will er sich die Erfahrung eines großen Turniers wohl nicht entgehen lassen.

Seite 2: Welche Bundesliga-Legionäre spielen noch beim Afrika Cup?

Africa Cup: Der Spielplan

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