Von der Startruppe zur Lachnummer?

Von Walandi Tsantiridis
Mittwoch, 14.09.2011 | 18:30 Uhr
Thierry Henry brachte nicht den erhofften Erfolg zu den New York Red Bulls
© Getty
Advertisement
League Cup
Mi24.01.
Chelsea-Arsenal: Wer fährt nach Wembley?
Copa del Rey
Do25.01.
Derby mit Druck: Dreht Barca den Rückstand?
PDC Unibet Masters
Fr26.01.
Rockt Mensur Suljovic die 16 besten der Welt?
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Serie A
SPAL -
Inter Mailand
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Benevento
Serie A
Neapel -
Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand -
Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Primera División
Real Sociedad -
La Coruna
Primera División
Eibar -
FC Sevilla
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Primera División
Real Betis -
Villarreal
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Primera División
Alaves -
Celta Vigo
Premier League
Man United – Huddersfield (Delayed)
Primera División
Levante -
Real Madrid
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Bromwich -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)
Primera División
Getafe -
Leganes
Serie A
Hellas Verona -
AS Rom
Serie A
Atalanta -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Florenz
Serie A
Udinese -
AC Mailand
Serie A
Juventus -
Sassuolo
Serie A
Cagliari -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
FC Barcelona
Premier League
Liverpool -
Tottenham
Primera División
Girona -
Bilbao
Primera División
Atletico Madrid -
Valencia
Serie A
Benevento -
Neapel
Ligue 1
Monaco -
Lyon
Serie A
Lazio -
CFC Genua

Thierry Henry und Frank Rost stehen vor Ende der regulären Saison davor, die Playoffs in der Major League Soccer zu verpassen. Missverständnisse und Unmutsäußerung plagen das Starensemble der New York Red Bulls.

Hurricane "Irene" bescherte den New York Red Bulls unverhofft drei Wochen Vorbereitung auf das wichtige Spiel gegen die Vancouver Whitecaps. Genutzt hat es nichts.

Nach dem enttäuschenden 1:1 am vergangenen Wochenende zu Hause gegen das schwächste Team der MLS verloren die Red Bulls den letzten Wildcard-Playoff-Platz an D.C. United. Der letzte Sieg datiert vom 6. Juli gegen Toronto. Sieben Spiele und damit noch sieben Möglichkeiten bleiben, das Desaster der verpassten Playoffs abzuwenden.

Derzeit belegen die New York Red Bulls lediglich den sechsten Tabellenplatz in der Eastern Conference - und dies trotz so wohl klingender Namen wie Thierry Henry, Frank Rost und Rafael Marquez in den eigenen Reihen. Nicht nur die Playoff-Teilnahme steht damit in den Sternen. Das Team vom Big Apple entwickelt sich immer mehr zum Gespött des US-Soccers.

Unmutsäußerungen der Fans nehmen zu

Die Fans ließen ihren Unmut gegen den Getränkeriesen und den schwedischen Trainer Hans Backe freien Lauf und hissten ein "Go Backe Home"-Banner, welches unmittelbar danach von Sicherheitskräften eingesammelt wurde.

Bereits einige Wochen zuvor protestierten die Anhänger still - im wahrsten Sinne des Wortes -, als sie eine Halbzeit lang im Spiel gegen Chicago Fire ihre Mannschaft nicht anfeuerten. Doch was läuft verkehrt im hoch bezahlten Kader?

Im vergangenen Jahr erreichte die Mannschaft trotz des Umstrukturierungsprozesses im Verein immerhin das Playoff-Viertelfinale - ein Achtungserfolg. Mit den getätigten Neuverpflichtungen - allen voran Thierry Henry - stieg die Erwartungshaltung bei Anhängern und Verantwortlichen ins Unermessliche.

Die proklamierte stärkste Mannschaft der MLS-Geschichte wirkt auf dem Platz dagegen wie Sammelsurium an Dauernörglern und Besserwissern.

Mit 42 geschossenen Toren haben die Red Bulls eine der treffsichersten Offensivreihen in der MLS. Dennoch gehört die mangelnde Chancenverwertung zu den größten Baustellen im Team von Backe. Dazu folgten eine schwere Verletztenmisere im Verlauf der Saison und die Abstellungen der Nationalmannschaftsspieler, die das Zusammenwachsen des Kaders erschwerten.

Europäischer Ansatz des Teams fehlgeschlagen

Doch genau diese Zusammenstellung des Kaders geriet immer häufiger in die Kritik von Fans und Presse. Der Vorwurf: ein "europäischer Ansatz für ein amerikanisches Spiel".

Personell hielte man zu lange an dem angeschlagenen Stürmer Luke Rodgers fest und gab dem 18-jährigen Juan Aguedelo zu wenige Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Dazu folgten schlechte Transferentscheidungen, als Dwayne de Rosario innerhalb von nur zwei Monaten erst verpflichtet und dann wieder abgegeben wurde.

Der finanzielle Verlust dieses Geschäfts wiegt zwar aufgrund des finanzstarken Investors nicht schwer. Dennoch spricht es nicht für die Kompetenz im sportlichen Bereich, dass genau dieser Spieler mit inzwischen mit acht Torvorlagen bei DC United hinter David Beckham zu den besten Vorlagengebern der MLS zählt.

Trainer Backe bekommt auch regelmäßig sein Fett weg. Ein häufiger Vorwurf: Er nutze seine Auswechselmöglichkeiten nicht vernünftig aus - weder die Anzahl aller Wechselmöglichkeiten noch das Mittel der taktischen Auswechslungen zum Ende des Spiels hin.

Thierry Henry das Sinnbild des Misserfolgs

Die Unantastbarkeit eines Thierry Henry ist auch längst nicht gegeben. "Thierry Henry verbringt mehr Zeit damit, auf dem Platz zu motzen, statt zu laufen", lautete der Vorwurf der Presse an den Star-Stürmer. Dazu kam die Ankündigung vor der Saison, dass er nicht der unumstrittene "Go-To-Player" der Red Bulls sei.

Dennoch: Trotz seiner schwankenden Attitüde zwischen Lustlosigkeit und Aggressivität gegenüber Außenstehenden führt er die Torschützenliste der MLS mit 12 Toren zusammen mit Landon Donovan an.

Das Hauptproblem jedoch liegt an den 15 Unentschieden bei 27 Saisonspielen. Beinahe ironisch, dass die Red Bulls den Emirates Cup 2011 mit einem Unentschieden gegen den FC Arsenal gewannen. Dazu kommt eine erschreckende schwache Bilanz in der heimischen Red Bull Arena mit sechs Niederlagen, zwei Unentschieden und nur insgesamt fünf Heimsiegen.

Schweres Restprogram im Saisonendspurt

Das Restprogramm scheint ebenfalls alles andere als lösbar: Lediglich die Spiele gegen den Tabellenletzten der Eastern Conference Frings-Klub Toronto FC und die Portland Timbers scheinen lösbar. Beide Mannschaften sind aus dem Playoff-Rennen raus, wobei Toronto seit der Transferaktivitäten im Sommer eine aufsteigende Tendenz aufweist. In den vergangenen sechs Spielen verlor das kanadische Team nur eines.

Ansonsten steht New York mit dem FC Dallas und Real Salt Lake (Platz 3 resp. Platz 4 in der Western Conference) sowie Philadelphia Union (Platz 3 im Osten) drei Mannschaften gegenüber, die allesamt selbst um den Einzug in die Playoffs kämpfen.

Dazu kommen die beiden Topspiele gegen die jeweils führenden der beiden Conferences - Sporting Kansas im Osten und Los Angeles Galaxy mit David Beckham aus dem Westen.

Im August rief Backe das Minimalziel von 45 Punkten für eine Playoff-Teilnahme aus. Unnötig zu erwähnen, dass nach dieser Ankündigung ein Unentschieden folgte. Seinem Team fehlen noch vier Siege aus den verbliebenen sieben Partien.

Der Saisonverlauf hat jedoch bewiesen, dass es für das Starensemble schwer werden wird, die Playoff-Teilnahme zu sichern. Damit würde nicht nur das Team ein wichtiges sportliches Ziel verfehlen, sondern sich zu einem der größten Flops des amerikanischen Soccers entwickeln.

Der Spielplan der Major League Soccer im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung