FIFA sieht sich "im Krieg" mit der Wettmafia

SID
Sonntag, 21.08.2011 | 19:59 Uhr
Mit Interpol plant FIFA-Präsident Sepp Blatter, gegen Spielmanipulationen vorzugehen
© Getty
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Der Weltverband FIFA sieht sich im Klammergriff der Wettmafia und sagt Betrügern mit umfangreichen Maßnahmen den Kampf an.

"Wir befinden uns in einem Krieg", sagte FIFA-Sicherheitschef Chris Eaton in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Um die Wettmafia auszuhebeln, geht der Verband neue Wege. "Wir wollen eine anonyme Meldestelle einführen und ein Amnestieprogramm für Spieler, Schiedsrichter sowie Funktionäre anbieten", sagte Eaton, der früher für Interpol arbeitete, und kündigte zudem an, die FIFA werde eine "Informanten-Plattform für Hinweisgeber von Missständen" einichten.

Zusammenarbeit mit Interpol und 20 Millionen Euro Budget

Mit Interpol plant die FIFA eine enge Kooperation, um den weltweit agierenden Betrügern auf die Schliche zu kommen. Dafür stellt der Verband ein Budget von 20 Millionen Euro zur Verfügung. "Das Problem der Spielmanipulation ist global und umfangreich", sagte Eaton, der von "organisierter Kriminalität" spricht. Allerdings gebe es eine signifikante Zahl von Betrugsfällen speziell in Europa.

In der vergangenen Woche hatte der Weltverband jeweils drei Schiedsrichter aus Bosnien-Herzegowina und Ungarn wegen des Verdachts der Spielmanipulation lebenslang gesperrt. In der Türkei sollen in der vergangenen Saison zahlreiche Partien der ersten und zweiten Liga manipuliert worden sein. Gegen einige Verdächtige ordneten die Gerichte bereits Untersuchungshaft an.

Gefahr der Ausweitung auf den Sport

Doch das Problem des Spielbetrugs beschränkt sich nach Ansicht von Eaton nicht auf den Fußball.

"An dem einen Tag manipulieren diese Betrüger Fußballspiele, am nächsten sind sie im Cricket und dann beim Basketball aktiv", sagte er. Dabei hätten die wenigsten Länder bisher verstanden, welche Dimension dieses Problem habe. Die Kriminellen können doch mit Spielmanipulation mehr Geld machen als durch Drogenhandel", sagte der Australier.

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