Arturo Vidal schießt Chile zum Sieg

SID
Während Arturo Vidal (r.) groß aufspielt, geht in Europa das Werben um den Chilenen fröhlich weiter
© Getty

Arturo Vidal von Bayer Leverkusen hat Chile bei der Copa America in Argentinien zum 2:1 (0:1)-Auftaktsieg gegen Mexiko geschossen. Im zweiten Spiel der Gruppe C trennten sich Uruguay und Peru unentschieden.

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Der Marktwert des umworbenen chilenischen Nationalspielers Arturo Vidal ist am Dienstag gleich doppelt gestiegen. Einerseits erzielte der Leverkusener den 2:1-Siegtreffer gegen Mexiko.

In der Heimat wurde zudem berichtet, Italiens Rekordmeister Juventus Turin sei bereit, 21 Millionen Euro Ablöse für Vidal zu zahlen. Bayern München hatte bislang etwa zehn Millionen geboten. Die Juve-Offerte ist eine Information der Sportzeitung "Triunfo".

Mexiko geht in Führung

In Argentinien spielte Vidal unbeeindruckt von jeder Transfer-Spekulation: Nach einem Eckball entschied er das Duell in der 73. Minute mit einem wuchtigen Kopfball, der von rund 20.000 rotgekleideten Chile-Fans überschwänglich gefeiert wurde.

Zuvor erlebten die Anhänger der "La Roja" in der 40. Minute eine Schrecksekunde, als Nestor Araujo die mit einer verstärkten U-22-Auswahl angereisten Mexikaner in Führung brachte. Esteban Paredes (67.) glich aus, dann traf Vidal. Die Chilenen träumen in diesem Jahr auf ihren ersten Copa-Titel.

Guerrero trifft gegen Uruguay

Zugleich setzte sich die Schwäche der Turnierfavoriten fort: Der WM-Vierte Uruguay kam im zweiten Spiel der Gruppe C gegen Peru nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Zuvor hatten Argentinien (1:1 gegen Bolivien) und Brasilien (0:0 gegen Venezuela) in ihren Auftaktspielen enttäuscht.

Gegen ersatzgeschwächte Peruaner, für die der Hamburger Bundesliga-Profi Paolo Guerrero (23.) traf, tat sich Uruguay schwer. England-Legionär Luis Suarez (45.) sicherte zumindest mit seinem Tor noch einen Punkt.

Alle vier Teams ziehen nun nach Mendoza weiter, wo am Freitag der zweite Spieltag mit den Spielen Uruguay gegen Chile und Peru gegen Mexiko ansteht.

Argentinien nimmt Abschied vom "Modell Barcelona"

Gastgeber Argentinien dagegen nimmt Abschied vom "Modell Barcelona". Die Idee des Nationaltrainers Sergio Batista hatte gut geklungen: Den Stil des FC Barcelona kopieren, und schon brilliere Weltfußballer Lionel Messi von alleine. Vor dem zweiten Gruppenspiel am Mittwoch gegen Kolumbien sind diese Planspiele Makulatur.

"Unser Vorsatz ist nicht, wie Barcelona zu spielen, auch wenn es mir gefallen würde, sondern wie Argentinien", sagte Batista. Der Nachfolger von Diego Maradona widersprach nach dem Duell mit Bolivien damit seiner vor dem Turnier laut propagierten Vorstellung, den traumhaften Kombinationsfußball der Katalanen auf die Seleccion zu übertragen.

AFA-Präsident verteidigt Messi

Den Stil des Champions-League-Siegers zu bewundern, ist eine Sache, ihn zu kopieren, eine andere.

Das räumte auch Kapitän Javier Mascherano ein: "Um wie Barcelona zu spielen, braucht man auch Fußballer wie dieser Klub." Andres Iniesta und Xavi, Herzstücke des Barca-Spiels, sind aber Spanier - und Weltmeister.

Bislang ist Argentinien 2011 eine schlechte Kopie des Vorjahresmodells, das bei der WM mit 0:4 im Viertelfinale von Deutschland demontiert worden war.

Verbandsboss Julio Grondona verteidigte dennoch Messi, haute dessen Mitspieler aber in die Pfanne. "Er spielt nie schlecht. Diejenigen, die schlecht spielen, sind die, die um ihn herum stehen", sagte der AFA-Präsident.

Der Spielplan der Copa America 2011 im Überblick

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