Fussball

Schwere Vorwürfe gegen Sören Lerby

SID
Feyenoord Rotterdam und eine niederländische Fachzeitschrift erheben Vorwürfe gegen Sören Lerby
© Getty

Die niederländische Tageszeitung "NRC Handelsblad" und Feyenoord Rotterdam erheben schwere Vorwürfe gegen Spielerberater Sören Lerby.

Der ehemalige Spieler und Trainer von Bayern München soll Verträge mit 15 Jahre alten Nachwuchsspielern abgeschlossen haben, laut Statuten des niederländischen Fußball-Verbandes KNVB dürfen Berater Jugendliche aber erst mit 16 Jahren unter Vertrag nehmen.

Lerby bestreitet die Anschuldigungen: "Das sind Indianergeschichten, gegen die ich mich nicht wehren kann. Es ist Unsinn, dass ich 15-Jährige vertraglich gebunden haben soll."

Rotterdam hatte Mitte März den KNVB eingeschaltet, weil Lerby Feyenoord-Verteidiger Karim Rekik einen Vertrag vor dessen 16. Geburtstag angeboten haben soll. Die Untersuchungen zum Fall des niederländischen U-17-Spielers sind noch nicht abgeschlossen.

Auch Rodney Sneijder betroffen?

Am Donnerstag berichtete die Zeitung von ähnlichen Fällen, darunter auch Ajax-Spieler Rodney Sneijder, der 20 Jahre alte Bruder des Vize-Weltmeisters Wesley Sneijder.

Zudem soll der ehemalige dänische Nationalspieler Lerby für jeden Spieler, der mit 16 Jahren einen Vertrag beim Rekordmeister unterzeichnet, eine Prämie von 40 Prozent eines Jahresgehalts bekommen. Laut KNVB- und FIFA-Regeln darf dieser Satz nur drei Prozent betragen.

Kein Dementi von Ajax

"Es bestand ein Vertrag zwischen Ajax und Essel Sports, in dem feste Prozentsätze für Spieler aufgenommen worden waren.

Mit solchen Absprachen bin ich vorher und nachher nicht mehr konfrontiert worden", sagte Martin van Geel, von 2005 bis 2008 technischer Direktor bei Ajax, über Lerbys angeblich lukrative Verträge.

Die heutige Ajax-Leitung wollte die Information weder dementieren noch bestätigen. Lerby erklärte, dass die Absprachen nicht mehr bestehen.

Dem 53-Jährigen gehört das Managementbüro Essel Sports mit Sitz in Amsterdam. Er hat rund 50 Spieler unter Vertrag, darunter auch Bayern-Profi Daniel Pranjic.

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