Alex Frei und Marco Streller treten zurück

SID
Dienstag, 05.04.2011 | 19:55 Uhr
Marco Streller (l.) und Alexander Frei haben ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt
© Getty
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Die beiden früheren Bundesliga-Stürmer Alexander Frei und Marco Streller haben mit sofortiger Wirkung ihren Rücktritt aus der Schweizer Nationalmannschaft erklärt.

Zermürbt von der ständigen Kritik der Fans haben die beiden früheren Bundesliga-Stürmer Alexander Frei und Marco Streller mit sofortiger Wirkung ihren Rücktritt aus der Schweizer Nationalmannschaft erklärt.

Ihre Entscheidung teilten der 32 Jahre alte Frei (früher Borussia Dortmund) und der drei Jahre jüngere Streller (VfB Stuttgart, 1. FC Köln) am Dienstag dem Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld mit. Frei absolvierte 84 Länderspiele und ist mit 42 Treffern Schweizer Rekordschütze. Streller war in 37 Spielen zwölfmal erfolgreich.

Verband: Fan-Kritik als Auslöser

Auf der Verbands-Homepage hieß es, der Schritt sei auf die heftige Fan-Kritik in den vergangenen Wochen zurückzuführen.

"Diese Nebenwirkungen sprengten zuletzt den beruflichen Rahmen deutlich, gingen weit über eine normale und zu akzeptierende Kritik hinaus und griffen auf teils krasse Weise in das Privatleben der beiden Fussballer und in jenes ihres persönlichen Umfeldes hinein", hieß es dort: "Deshalb sind sie zur Einsicht gelangt, dass es für sie in einer derartigen Atmosphäre nicht mehr möglich ist, ihr optimales Leistungsniveau zu erreichen."

Im Gespräch mit Hitzfeld hätten die beiden erklärt, "dass sie ihren Entscheid ausschließlich aus menschlichen Gründen und im Interesse der Nationalmannschaft fällten".

Hitzfeld bedauert Entscheidung

"Ich bedaure diesen Doppel-Rücktritt aus sportlicher Sicht außerordentlich", sagte Hitzfeld. Er habe jedoch nicht versucht, das Duo umzustimmen, da den Schritt "von den rein menschlichen Gesichtspunkten her" verstehen könne.

Frei dankte ausdrücklich "allen Fans, die hinter mir standen, auch jenen, die kritisch waren, aber die Grenzen der Fairness und des Anstands nicht überschritten haben."

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