International: Blitzlichter aus Europa

Der Trend geht zum Prügel-Flitzer

Von SPOX
Montag, 17.01.2011 | 20:51 Uhr
Birminghams Verteidiger und die Stewards konnten diesen Flitzer im Derby gegen Villa nicht stoppen
© Getty
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In England wird eine einst lustige Sitte immer mehr missbraucht - aber zum Glück gibt es ja noch Mr. Law Howard Webb. Antonio Cassano fürchtet die Klapse und Iker Casillas eifert Vinnie Jones nach.

Serie A

von Oliver Birkner

Javier, der Ewige: Was soll man zu diesem Mann noch sagen? Inter-Kapitän Javier Zanettibestritt beim 4:1-Sieg über Bologna sein 519. Liga-Spiel für die Nerrazzurri und zog damit mit Giuseppe Bergomi auf Platz eins der ewigen Inter-Bestenliste gleich. 519 Spiele! Das sind 45.033 Minuten. Oder 750 Stunden. Wahnsinn! Ganz San Siro bereitete dem 37-Jährigen bei seiner Auswechslung in Minute 86 eine Standing Ovation. "Ich habe diesem Verein ewige Liebe geschworen. 1995 bin ich als Unbekannter gekommen und die Inter-Familie hat mich von Beginn an herzlich aufgenommen. Ich war mir immer sicher, dass unser Moment kommen würde - und so war es in den vergangenen Jahren", sagte Zanetti. Wie wahr...

Schreckliche Zwillinge: Udines Torzwillinge Antonio Di Natale und Alexis Sanchez versetzen Italiens Abwehrreihen weiter in Angst und Schrecken. Beim 4:2-Sieg in Genua traf das Duo je einmal - es war das zweite Spiel in Serie mit vier Udinese-Toren. Gegen Milan knipste Di Natale in der vergangenen Woche doppelt, Sanchez netzte einmal ein. Insgesamt traf mindestens einer von beiden in jedem der letzten sieben Ligaspiele. Kein Wunder, dass hinter Wirbelwind Sanchez mittlerweile Inter, Chelsea und ManUtd her sind. "Bis zum Saisonende wird er sich bei uns noch weiter verbessern. Dann wird sich wohl ein Spitzenklub über seine Qualitäten freuen", sagte Coach Francesco Guidolin.

Seine letzte Chance: Antonio Cassano kam in Lecce zu seinem dritten Kurzeinsatz für Milan - in einem Monat ist er laut Coach Massimiliano Allegri topfit und bereit für mehr. Nach drei Vorlagen in den zwei vorangegangenen Partien lag es beim Aufsteiger erneut nicht an Fantantonio, dass der Spitzenreiter nur ein 1:1 holte. Denn Cassano bediente in den Schlussminuten Sturmkollege Zlatan Ibrahimovic zweimal mustergültig, das 2:1 wollte aber nicht mehr fallen. Cassano ist in Milanello bereits angekommen und weiß, dass ihm die Rossoneri eine allerletzte Chance geboten haben. "Wenn ich erneut Mist baue, gehöre ich in die Klapse", offenbarte der 28-Jährige. "Obwohl die Spieler hier alles gewonnen haben, arbeiten alle wie verrückt. Ich habe mir also gesagt: 'Wieso sollte ich das nicht machen, wo ich doch fast noch nichts gewonnen habe?'" Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, Antonio.

 

Premier League

von Raphael Honigstein

Startelf dank Youtube: Wenn Premier-League-Fußballer in privaten Online-Videos auftauchen, sind die Ergebnisse in der Regel eher für Youporn als für Youtube geeignet. Völlig jugendfrei, aber nicht minder sensationell war dagegen das Filmchen, dass Stoke-City-Angreifer Tuncay unter der Woche höchstpersönlich auf seine Facebook-Seite stellte: eine bescheidene Top Ten seiner schönsten Tore. In Stoke wurde spekuliert, dass sich der von Trainer Tony Pulis zuletzt ignorierte Türke damit neuen Vereinen empfehlen wollte. "Ich finde Social Networking komisch, aber ich bin ja auch traditionell", sagte der Coach, "ich gehe mal davon aus, dass er damit in erster Linie mich beeindrucken wollte." Das Telefon klingelte nicht bei Tuncay, aber zumindest Pulis scheint auf "Like" gecklickt zu haben: einen Tag vor seinem 29. Geburtstag durfte der Stürmer beim 2:0 gegen Bolton 90 Minuten lang durchspielen.

Don't mess with Webb: Apropos Tradition: die guten, alten, nackten "Streaker" sind in England leider passé, der Trend geht ganz klar zum Prügel-Flitzer. Nach dem 3:1-Sieg von Viertligist Stevenage gegen Newcastle in der vergangenen Woche war neben hunderten von jubelnden Fans auch ein Anhänger auf den Platz gestürmt, der andere Absichten hatte. Der mittlerweile verhaftete Robert Fitzgerald, 24, ging zu Stevenage-Verteidiger Scott Laird und streckte ihn mit einem Haken zu Boden. Angeblich wollte Fitzgerald "die Ehre" seiner Freundin verteidigen. Rein fußballerische Motive dürfte am Sonntag die kriminelle Aktion eines Sunderland-Fans gehabt haben, der beim 1:1 im Nordost-Derby gegen Newcastle den gegnerischen Torhüter Steve Harper auf dem Rasen umschubste. Der jugendliche Rabauke hatte sich für diese Dummheit das falsche Match ausgesucht: Schiedsrichter Howard Webb, im Hauptberuf Polizist, identfizierte später den Täter.

Harry hat Spaß: Wer wissen will, warum Harry Redknapp sich trotz seiner Leidenschaft für - sagen wir mal - "mysteriöse" Transfer-Geschäfte so großer Beliebtheit bei den englischen Journalisten erfreut, hätte am Sonntag im Pressezimmer von der White Hart Lane sein müssen. Harry referierte da im Stile eines Variete-Komikers über das Gerangel um Steven Pienaar, kein Auge blieb trocken. Der Südafrikaner im Dienste des FC Everton verhandelt derzeit mit Chelsea und den Spurs über einen Wechsel, jeden Tag gibt es Neuigkeiten. Am Sonntag verkündete Everton-Coach David Moyes, dass er ein Angebot von den Blues akzeptiert habe, der Spieler selbst scheint jedoch davon nichts mitbekommen zu haben. "Ich weiß auch nicht, was da los ist", sagte Redknapp grinsend, "obwohl: ich glaube, dass ich schon es weiß. Ich kann es nur nicht sagen. Sonst bekomme ich Schwierigkeiten." Er deutete an, dass das vermeintliche Interesse von Chelsea seiner Meinung nach nur geeignet ist, den Preis für Pienaar in die Höhe zu treiben. Fortsetzung folgt. Bestimmt.

 

Primera Division

von Paula Villamarin Temperan

In einer anderen Welt: Der 4:1-Heimsieg gegen den FC Malaga katapultierte den FC Barcelona in neue Sphären. Die beste Hinrunde in der Geschichte ist perfekt, die Bilanz: 52 Punkte nach 19 Spieltagen, 17 Siege und 28 Spiele am Stück unbesiegt. Der Herbstmeister liegt nun vier Punkte vor dem Erzrivalen Real Madrid. "52 Punkte nach 19 Spielen ist ein echtes Wunder", schmunzelt Sportdirektor Andoni Zubizarreta. Aber wo soll das noch hinführen? Rechnet man den Quotienten hoch, würde Barca am Ende mit 104 von 114 möglichen Punkten erneut Meister...

Jubeln wie ein Junge: Das glatte 4:0 in Getafe wurde für Antoine Griezmann schnell zur Nebensache. Nach seinem Tor zum 2:0 zeigte der Angreifer vor den Fans der Gastgeber ebenso demonstrativ wie provokant auf die baskische Flagge an seinem linken Oberarm und musste sich dafür herzhafte Kritik gefallen lassen. Immerhin zeigte Griezmann schnelle Reue. "Ich habe mich mit meinem Torjubel vertan. Ich fühle mich beschissen für das, was passiert ist. Wenn ich wieder ein Tor schieße, verhalte ich mich in Zukunft wie ein kleiner Junge."

Iker wie Vinnie: Zwischen Almeria und Real war eigentlich alles schon gelaufen, der Favorit hatte versagt. Mit der letzten Aktion der Partie wollte Iker Casillas noch einen weiten Abstoß nach vorne befördern. Nur stellte sich ihm Fabian Vargas in den Weg. Was folgte, war ein Tete-a-tete im wahrsten Sinne des Wortes und ein verwegener Griff von Casillas in Vargas' Unterleib. Längst nicht so fulminant wie Vinnie "the axe" Jones einst bei Sportskamerad Gazza die Kronjuwelen testete, aber immerhin. Die folgende Rudelbildung tat übrigens nichts mehr zur Sache, Sekunden später waren die zwei Punkte für Real futsch.

Barca: Vier Tore für vier Punkte

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