Sergio Batista ist nun offiziell Argentiniens Trainer

Batista tritt Maradonas Nachfolge an

SID
Mittwoch, 03.11.2010 | 10:35 Uhr
Sergio Batista hat nun in Argentinien das Sagen
© sid
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Die argentinische Nationalmannschaft hat einen neuen Trainer. Sergio Batista tritt beim zweimaligen Weltmeister die Nachfolge von Diego Maradona an.

Die letzte Verbalattacke von Diego Maradona war wirkungslos verpufft. Im fernen China musste Argentiniens Fußball-Idol zähneknirschend vernehmen, wie Interimscoach Sergio Batista am Dienstag offiziell als neuer Nationaltrainer und damit sein Nachfolger inthronisiert wurde.Anstelle von Maradona soll jetzt ein anderer Weltmeister von 1986 in vier Jahren versuchen, die "Gauchos" zum lang ersehnten dritten WM-Titel zu führen.

Für Maradona, der nach dem 0:4-Debakel im WM-Viertelfinale gegen Deutschland seinen Hut nehmen musste, ein Unding. "Er hat nicht das Zeug dazu, weil er drei Tore gemacht hat und ich 200", gab "El Diez" entrüstet schon vor der Reise von sich und meinte über den früheren Mittelfeld-"Zerstörer" ironisch: "Ein Fleischer kann nicht Trainer einer Auswahlmannschaft sein."

Batista als Trainer ein unbeschriebenes Blatt

Batista, der am Dienstag exakt eine Woche vor seinem 48. Geburtstag das Zepter bis zum Ende der kommenden WM-Qualifikation und im Erfolgsfall auch für das Turnier 2014 im benachbarten Brasilien in die Hand bekam, ist ein relativ unbeschriebenes Blatt. Sieben Klubs ohne große Namen stehen in seiner Trainervita, ehe er 2008 als Juniorentrainer zum argentinischen Fußball-Verband AFA ging.

"Eine neue Etappe beginnt, ich schaue nach vorne, denke an 2014 und an nichts anderes", erklärte Batista und kündigte an, er werde dabei vielen Spielern eine Gelegenheit geben, "den gestandenen und den jungen".

Seine Premiere als offizieller Coach der Gauchos findet am 17. November ausgerechnet gegen den Erzrivalen Brasilien in Doha/Katar statt. Mit Batista als Zwischenlösung hatten Superstar Lionel Messi und Co. jedoch bereits drei Spiele bestritten. Einem 1:0 in Irland folgte ein eindrucksvolles 4:1 gegen Weltmeister Spanien, ehe es Anfang Oktober mit dem 0:1 in Japan den ersten Rückschlag gab.

Messi erwartet keine großen Unterschiede

Laut Messi muss sich das Team auf keinen neuen Stil einstellen. "Sie ähneln sich sehr", gestand der Superstar vom FC Barcelona auf die Frage nach dem Unterschied zur Arbeit unter Maradona. Laut eines AFA-Funktionärs war entscheidend für Wahl "die Akzeptanz unter den Spielern und das Klima, das er geschaffen hat".

Der gute Draht zu Verbands-Generaldirektor Carlos Bilardo, die als Junioren-Auswahltrainer gesammelten Intimkenntnisse der Nationalmannschafts-Atmosphäre, das gute Verhältnis zur Presse, aber auch das Fehlen einer besseren Alternative machte dem AFA-Exekutiv-Komitee die Entscheidung leicht. Auch wenn Batista nur ein Jahr nach dem Olympiagold mit dem mehrfachen Junioren-Weltmeister die Qualifikation für die U20-WM verpasste hatte.

Die Einsetzung der Trainerfindungskommission war eh nur ein Spiel auf Zeit. Klubpräsidenten, die sich möglicherweise gegen Batista gestellt hätten, waren erst gar nicht eingeladen worden. Dagegen hatten die Vereinsbosse der Argentinos Juniors und von Godoy Cruz, wo der Vize-Weltmeister von 1990 Trainererfahrung sammelte, Einlass in den sechs Personen großen Zirkel gefunden.

Batista will europäischen "Spion"

Selbst Bilardo musste einsehen, dass er nur scheinbar als großer Gewinner aus dem Machtkampf mit Diego Maradona hervorgegangen war. Der Weltmeistertrainer von 1986 wollte der Kommission drei Namen vorschlagen, man ließ ihm nur Batista übrig. Und auch dem Wunsch Bilardos für eine auf ein Jahr beschränkte Amtszeit des neuen Coaches wurde nicht Rechnung getragen.

Zu Batistas Projekt gehört die Einstellung eines in Europa wohnenden "Spions", der die dort tätigen Nationalspieler ständig unter die Lupe nimmt. Zudem sollen eine Nationalelf aus Heimatprofis sowie eine U23-Auswahl auf die Beine gestellt werden. "Ich hoffe, diese Chance nicht zu vergeben. Wir hegen die Erwartung, die WM 2014 zu gewinnen", bekannte Batista zum Schluss seiner Vorstellung.

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