International: Berti Vogts Lage in Aserbaidschan

Vogts sieht sich als Entwicklungshelfer

SID
Freitag, 03.09.2010 | 14:57 Uhr
Berti Vogts ist seit 2008 Nationaltrainer in Aserbaidschan
© Getty
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Fußball ist in Aserbaidschan eine Randsportart. Nationaltrainer Berti Vogts sieht sich deshalb als Entwicklungshelfer und verfolgt das Ziel, den Fußball salonfähig zu machen.

Fußball statt Schach, Trainer statt Entwicklungshelfer: Berti Vogts will den Fußball in Aserbaidschan als Nationaltrainer salonfähig machen.

"Die Sportart Nummer 1 in Aserbaidschan ist Schach. Garri Kasparow ist schließlich Aserbaidschaner. Dann kommt Ringen und dann Gewichtheben. Fußball ist eine Randsportart. Wir werden noch vier, fünf Jahre brauchen, um Anschluss ans europäische Mittelmaß zu finden. Mehr ist nicht möglich", sagte der frühere DFB-Bundestrainer im Interview mit dem "Bonner Generalanzeiger".

Fünfte Nationaltrainer-Station für Vogts

Nach Deutschland, Kuwait, Schottland und Nigeria ist Aserbaidschan die fünfte Station von Vogts als Nationaltrainer. In keinem anderen Land zuvor spielte der Fußball aber so eine Nebenrolle wie in Aserbaidschan.

"Es gibt zu wenig Plätze, und die Kinder kommen erst mit 12 oder 13 Jahren zum Fußball. Das ist zu spät, sie können dann keine Situationen lesen wie die Kids bei uns. Ich habe jetzt aber durchgesetzt, dass auch in den Schulen Fußball angeboten wird", sagte der 63-Jährige.

Aufbau vernünftiger Strukturen im Vordergrund

Vogts trainiert das Team aus dem Südkaukasus seit 2008. Für den früheren Bundesliga-Profi von Borussia Mönchengladbach steht aber nicht die ohnehin äußerst unwahrscheinliche Qualifikation für die EM 2012 im Vordergrund, sondern vielmehr der Aufbau vernünftiger Strukturen.

"Ich sehe mich auch weniger als Trainer, sondern als Entwicklungshelfer. Erst jetzt sind Regional-Verbände gegründet worden, da müssen wir die Trainer noch ausbilden. Erich Rutemöller war schon hier und wird noch einmal rüberkommen, um zu helfen", sagte Vogts.

Vogts widerspricht Sammer

Unterstützung von Vogts erhielt Bundestrainer Joachim Löw im Zuge der Diskussionen um die Machtverhältnisse bei der U21.

Zuletzt hatte es wegen der verpassten EM-Qualifikation der Nachwuchsauswahl unter Trainer Rainer Adrion einmal mehr ein Kompetenzgerangel zwischen Löw und DFB-Sportdirektor Matthias Sammer. So widersprach Vogts dem DFB-Sportdirektor, der immer wieder Titel der Jugend-Nationalmannschaften fordert.

"Keine Werte mehr in Deutschland"

"Ich denke zum Beispiel, dass es im Nachwuchsbereich nicht um Titel gehen sollte. Die Spieler müssen für das A-Team ausgebildet werden. Das ist das Wichtigste. Sehr gut ist bei Matthias, dass er eine Struktur vorgibt. Und dass er einen Wertekatalog aufgestellt hat, finde ich auch richtig. Wir haben ja heute keine Werte mehr in Deutschland", sagte der 96-malige Nationalspieler.

Weiterhin erklärte er: "Freundlichkeit, die Bereitschaft, anderen Menschen zu helfen, soziales Miteinander, sich zu bedanken, Klarheit in der Aussage. Wenn ich nach Deutschland zurückkomme, merke ich, dass es so etwas kaum noch gibt."

EM-Quali: Zurück in die Normalität

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