Evra kritisiert Domenech und Thuram

Patrice Evra legt Einspruch gegen Strafe ein

SID
Montag, 23.08.2010 | 22:42 Uhr
Patrice Evra ist wegen der Vorkommnisse bei der WM für fünf Länderspiele gesperrt worden
© sid
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Gegen die vom französischen Fußball-Verband (FFF) verhängte Sperre von fünf Spielen hat Frankreichs Nationalkapitän Patrice Evra Einspruch eingelegt.

Frankreichs Nationalmannschaftskapitän Patrice Evra hat gegen die vom französischen Fußball-Verband (FFF) verhängte Sperre Einspruch eingelegt. "Bis heute hat Patrice Evra keine Mitteilung über die Entscheidung der Disziplinarkommission erhalten", sagte Evras Anwalt Jean-Yves Foucard. Der Profi von Manchester United war nach dem WM-Skandal der Equipe Tricolore vom Verband für fünf Spiele gesperrt worden.

Der Grund für die Bestrafung sei seinem Mandanten bis heute nicht erläutert worden, führte Evras Anwalt weiter aus und kritisierte zugleich eine unterschiedliche Bestrafung für ein kollektives Versagen der französischen Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika.

Nominierung gegen Weißrussland und Bosnien-Herzegowina möglich

Laut Foucard könne der Einspruch aufschiebende Wirkung für die Sperre haben. Nationaltrainer Laurent Blanc könnte den 29-Jährigen somit für die beiden EM-Qualifikationsspiele der Franzosen gegen Weißrussland am 3. September und am 7. September in Bosnien-Herzegowina nominieren.

Zuvor hatte Evra bereits in einem Interview der Zeitung "Le Figaro" öffentlich Stellung genommen und Ex-Nationaltrainer Raymond Domenech sowie Lilian Thuram harsch kritisiert. Neben Evra waren Nicolas Anelka (FC Chelsea/18 Spiele), Franck Ribery (Bayern München/3) und Jeremy Toulalan (Olympique Lyon/1) vom Verband gesperrt worden.

Jacquet setzt sich für Rebellen ein

Aime Jacquet hat sich derweil für die WM-Rebellen eingesetzt. Der frühere Nationaltrainer Frankreichs, der die "Equipe Tricolore" 1998 zum Titel im eigenen Land geführt hatte, forderte in einem Brief der französischen Spieler-Vereinigung (UNFP) den französischen Fußball-Verband auf, die Sperren gegen die vier Nationalspieler aufzuheben.

Neben Jacquet haben der frühere Nationaltrainer Michel Hidalgo, Guy Roux, Ex-Trainer des Erstligisten AJ Auxerre, die früheren Nationalspieler Jean Djorkaeff und Sylvain Kastendeuch sowie UNFP-Vizepräsident Philippe Piat das Schriftstück unterzeichnet.

Jacquet und Co. bezeichnen die Sanktionen als "ungerecht und überzogen" und fordern eine schnelle Lösung des Verbandes. Eine Sperre gegen vier der insgesamt 23-WM-Fahrer gieße grundlos Öl ins Feuer, "wo es doch ratsam ist, das Feuer zu löschen und den Neuaufbau einzuleiten".

Blanc bedauert Sanktionen gegen Ribery und Co.

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