Tests: Capello genervt, Blanc gelassen

SID
Donnerstag, 12.08.2010 | 13:46 Uhr
Fabio Capello ist seit dem 14. Dezember 2007 Trainer der englischen Nationalmannschaft
© Getty
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Trotz der Niederlage in seinem ersten Spiel als französischer Nationaltrainer bleibt Laurent Blanc gelassen. Bei den Three Lions darf sich Trainer Fabio Capello bei Steven Gerrad bedanken.

Frankreichs neuer Nationaltrainer Laurent Blanc blieb trotz des verpatzten Neubeginns entspannt, Englands Kapitän Steven Gerrard rettete Fabio Capello mit zwei Traumtoren wohl den Job.

Nach der desaströsen WM unterlag Frankreich in Norwegen 1:2, England mühte sich gegen Ungarn zu einem 2:1. Weltmeister Spanien erreichte in Mexiko in letzter Minute ein 1:1, Deutschlands Auftaktgegner in der EM-Qualifikation enttäuschten ebenfalls.

"Technische Fehler haben uns den Sieg gekostet. Wir haben unser Ziel nicht erreicht", sagte Blanc. Man müsse aber das Ergebnis ausblenden. "Ich habe einige Spieler gesehen, deren Qualität uns in Zukunft helfen wird. Ich nenne aber keine Namen."

Frankreich: Systemumstellung bringt Niederlage

Beim Debütantenball in Oslo, den die Equipe Tricolore ohne die 23 WM-Fahrer, dafür mit 13 Neulingen, anging, brachte Hatem Ben Arfa den Ex-Weltmeister kurz nach der Pause in Führung.

Erst als Blanc sein System umstellte, drehte Norwegen das Spiel durch zwei Tore von Erik Huseklepp. "Norwegen war besser in Form, aber wir haben sie vor ein paar Probleme gestellt", sagte Blanc.

England kam dagegen mit einem blauen Auge davon. Die 72.000 Zuschauer im Wembley-Stadion buhten von den WM-Versagern lediglich John Terry und Ashley Cole aus, die zur Halbzeit ausgewechselt wurden.

"Es war ein Spiel mit unglaublichem Druck. Aber gerade unsere neuen Spieler haben mit großem Selbstvertrauen gespielt", meinte Teammanager Capello. "Es ist immer dasselbe. Wenn wir siegen, sind wir gut, wenn wir verlieren, sind wir nichts."

Gute Ansätze bei England

England war die bessere Mannschaft, nutzte aber seine Chancen nicht und geriet durch ein umstrittenes Eigentor von Phil Jagielka nach dem Wechsel in Rückstand.

Steven Gerrard drehte das Spiel mit einem Sonntagsschuss und einem sehenswerten Dribbling im Strafraum innerhalb von drei Minuten noch zu Gunsten der Three Lions. Und zu Gunsten von Capello, für den es wohl bei einer Niederlage gegen die zweitklassigen Ungarn eng geworden wäre.

Spanien verteilte bei dem Spiel im Aztekenstadion im Rahmen der Unabhängigkeitsfeierlichkeiten Mexikos nur ein kleines Gastgeschenk. Die Führung der Gastgeber durch Javier Hernandez glich David Silva in der zweiten Minute der Nachspielzeit aus. "Wir hatten die Kontrolle über das Spiel, aber die Pässe in die Spitze kamen nicht", sagte Trainer Vicente del Bosque.

Deutsche Quali-Gegner nicht überzeugend

Bei der roten Furie standen in Iker Casillas, Carles Puyol und Sergio Busquets lediglich drei Spieler auf dem Platz, die auch den Anpfiff des WM-Finals am 11. Juli auf dem Rasen erlebt hatten. "Wir hatten keine Zeit zur Vorbereitung", sagte del Bosque. "Einige Spieler haben vor dem Spiel erstmals wieder trainiert."

Die beiden deutschen Auftaktgegner in der EM-Quali, Belgien und Aserbaidschan, verkauften sich ebenfalls nicht gerade teuer. Belgien unterlag nach einem Eigentor des ehemaligen Hamburgers Vincent Kompany mit 0:1 in Turku gegen Gastgeber Finnland. Trainer Berti Vogts kam mit Aserbaidschan nicht über ein 1:1 gegen Kuwait hinaus.

Dagegen feierte Argentinien im ersten Spiel nach der Ära von Trainer Diego Maradona einen Sieg. Unter der Leitung von Interimscoach Sergio Batista gewannen die Gauchos 1:0 in Irland. Den Treffer erzielte Angel di Maria. Bei der WM war Argentinien im Viertelfinale an Deutschland gescheitert.

Testspiel-Roundup, Mittwoch

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