Fussball

Santos beerbt König Otto in Griechenland

SID
Donnerstag, 01.07.2010 | 17:13 Uhr
Fernando Santos wurde 2002 mit AEK Athen griechischer Pokalsieger
© Getty

Fernando Santos (Portugal) sitzt ab sofort auf dem Trainerstuhl der griechischen Nationalmannschaft und wird damit Nachfolger von "König" Otto Rehhagel.

Der Portugiese Fernando Santos wird neuer griechischer Nationaltrainer und damit Nachfolger von Otto Rehhagel. König Otto hatte die Hellenen neun Jahre lang betreut und 2004 zum EM-Triumph in Portugal geführt.

Der 55-jährige Santos erhält einen Zweijahresvertrag und soll am Freitag auf einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt werden. Er verfügt über Griechenland-Erfahrung, er war zuletzt drei Jahre Coach von PAOK Saloniki und zuvor bei Panathinaikos Athen und AEK Athen tätig.

Santos erlebt sein Premierenspiel als griechischer Auswahlcoach am 11. August im Länderspiel gegen WM-Teilnehmer Serbien. Der 71 Jahre alte Rehhagel war mit den Hellenen in der WM-Vorrunde gescheitert, hatte aber durch ein 2:1 gegen Nigeria den ersten Sieg bei einer WM für Griechenland unter Dach und Fach gebracht.

"Wenn mich einer braucht, stehe ich zur Verfügung"

Rehhagel hatte angekündigt, seine Trainerkarriere fortsetzen zu wollen. "Ich höre nicht auf! Ich habe keine Sekunde daran gedacht, aufzuhören. Ich fühle mich fit. Ich kann mich aufregen. Ich mache nur eine kurze Pause. Ich will meine immense Erfahrung weitergeben. Wenn die einer braucht, stehe ich zur Verfügung", sagte er der "Bild".

In den letzten zwei Monaten habe es schon Anfragen gegeben, "aber darüber spreche ich jetzt nicht", sagte der Meistertrainer von Werder Bremen und dem 1. FC Kaiserslautern.

Bundesliga-Rückkehr möglich

Auch eine Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne kommt für Rehhagel durchaus infrage: "Ich schließe überhaupt nichts aus. Ich habe mich ja selbst in die Freiheit entlassen und mache nur das, was mir passt."

Letztendlich, sagte er, hätten die Griechen insgesamt "mehr erreicht, als uns viele zugetraut haben". Er selbst habe nach dem 0:2 gegen Argentinien im letzten Gruppenspiel den Verbandspräsidenten Sofoklis Pilavios um die Trennung gebeten: "Lass uns in Freundschaft auseinandergehen."

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