Diego Maradona rechnet mit Funktionären ab

SID
Donnerstag, 29.07.2010 | 08:56 Uhr
Argentiniens Nationalheld Diego Maradona war seit November 2008 Trainer der "Gauchos"
© Getty
Advertisement
PDC World Championship
Fr15.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Jeden Abend auf DAZN
A-League
Live
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
FC Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Pachuca
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
FIFA Club World Cup
Real Madrid -
Gremio
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai

Nach seinem Aus als Nationaltrainer hat Diego Maradona schweres Geschütz gegen den argentinischen Verband AFA aufgefahren. Die AFA-Spitze hätte ihn hintergangen, so "El Diez".

Er fühlt sich betrogen und hintergangen, sieht den Verrat an jeder Ecke lauern: Diego Maradona hat einen Tag nach seinem Rauswurf als Nationaltrainer mit den Funktionären des argentinischen Fußballverbands abgerechnet. In einem Hotel am Flughafen von Buenos Aires hielt der Volksheld Hof, die Hand Gottes umklammerte dabei eine deftige Presseerklärung.

Der tief in seiner Ehre gekränkte Maradona nahm Verbandspräsident Julio Grondona und Generaldirektor Carlos Bilardo ins Visier. "Was passiert ist? Grondona hat mich belogen, Bilardo hat mich hintergangen", sagte der 49-Jährige. Unter anderem verfolgten seine beide Töchter die wütenden Worte Maradonas. Fragen waren allerdings nicht zugelassen.

Der Weltmeister von 1986 fühlt sich vor allem von seinem ehemaligen Nationaltrainer Bilardo hintergangen. "Als wir noch dem WM-Aus nachtrauerten, arbeitete Bilardo schon im Hintergrund daran, mich rauszuwerfen", sagte er in seinem zehnminütigen Vortrag. Bilardo, der noch einen Vertrag bis 2011 hat, brach erst Stunden später sein Schweigen: "Wir sind ein seriöser Verband. Man kann nicht einfach irgendwelche Freunde zur Arbeit mitbringen. Diego hatte alles, was er wollte. Er konnte jeden mitbringen, bis hin zum Torwarttrainer", sagte der 71-Jährige.

Presse spottet: Tom und Jerry

Die Presse macht sich derweil über das Duo Bilardo/Maradona lustig, schreibt von ihm als Tom und Jerry. Als Maradona in der mühseligen WM-Qualifikation der Gauchos schon einmal auf der Kippe stand, hatte Bilardo noch gedroht: "Wenn Maradona geht, gehe ich mit ihm."

Davon kann nach der Entmachtung des exzentrischen Trainers keine Rede mehr sein. Bilardo hat an Macht gewonnen und soll Maradonas Nachfolger suchen. Den besten Kontakt hat er zu Alejandro Sabella, der bei der WM 1998 als Assistent an der Seite des damaligen Nationaltrainers Daniel Passarella auf der Bank saß.

Interimscoach Sergio Batista wird Argentinien gegen Irland am 11. August führen und soll auch gegen Spanien am 7. September auf der Bank sitzen. In der Presse wird er schon als Notlösung für den Rest des Jahres gehandelt. "Nach meiner Rückkehr werde ich mich mit Grondona und Bilardo zusammensetzen, um zu hören, was sie über meine Zukunft denken. Natürlich reizt mich die Herausforderung", sagte Batista.

Mitarbeiter sollten gehen

Grondona hatte Maradona mit einem Bauerntrick aus dem Amt gejagt. Erst hatte "El Gran Jefe" seinen Untergebenen mit einem neuen Vierjahresvertrag geködert. Allerdings unter einer - wie er wusste - unannehmbaren Bedingung: Gleich sieben Mitarbeiter aus Maradonas Betreuerstab sollten ihren Hut nehmen.

Vor Zeugen habe Grondona Maradona noch bei der WM in Südafrika für seine Arbeit beglückwünscht und den Wunsch geäußert, mit ihm weiterzumachen. Erst in Argentinien habe der Trainer dann erfahren, dass sieben Mitglieder aus seinem Betreuerstab gehen müssen. "Das war so, als ob er gesagt hätte, dass ich selbst weg vom Fenster sei", sagte Maradona.

Doch Grondona war sich auch nach Maradonas Vortrag keiner Schuld bewusst. "Ich habe ihn nie belogen. Ich habe ihm in Pretoria gesagt, dass ich zufrieden bin und dass er bleiben kann. Aber nur unter veränderten Bedingungen. Wenn er denkt, dass Verbesserungen Verrat seien...", meinte Grondona.

Falsche Entscheidungen "von oben"

Dabei sah sich Maradona mit seiner Arbeit auf dem richtigen Weg. Er habe die Spieler wieder zu einer Einheit zusammengeschweißt, aber man habe ihm keine Zeit gelassen, die Sache zu Ende zu führen. Dass die Nationalelf seit 1990 nicht mehr über ein WM-Viertelfinale hinausgekommen ist, habe allein mit falschen Entscheidungen "von oben" zu tun.

Seinem Nachfolger gab Maradona noch einen Rat mit auf den Weg: "Egal, wer es wird, er sollte wissen, dass der Verrat hinter der Ecke lauert, und dass es Personen gibt, die sich nicht um den argentinischen Fußball kümmern, sondern nur um ihre eigenen Interessen."

Diego Maradona als Nationaltrainer entlassen

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung