Frankreich bläst mit Ribery zur Aufholjagd

SID
Mittwoch, 12.08.2009 | 10:33 Uhr
Raymond Domenech (l.) und sein französischer Musterschüler Franck Ribery
© Getty
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In der WM-"Quali" gegen Färöer setzt Frankreichs Coach Raymond Domenech auf Franck Ribery als Edeljoker. Russland testet gegen Argentinien für den "Ernstfall" gegen Deutschland.

Edeljoker Franck Ribery soll dem Vize-Weltmeister Frankreich in der WM-Qualifikation zum Sieg beim Fußball-Zwerg Färöer verhelfen, Russland testet vor dem Duell mit Deutschland Diego Maradonas Argentinier. Ottmar Hitzfeld tritt mit der Schweiz beim Weltmeister Italien an, England überprüft die Form für den WM-Countdown in den Niederlanden.

Ernst wird es für die Equipe Tricolore heute (18.00 Uhr) in Torshavn. Beim krassen Außenseiter wollen die Franzosen in der Europa-Gruppe 7 die Aufholjagd auf Tabellenführer Serbien starten, um sich doch noch direkt für die WM in Südafrika zu qualifizieren. Bei zwei Spielen weniger beträgt der Rückstand auf Serbien derzeit acht Punkte.

"Es wird kein Spaziergang"

"Es wird kein Spaziergang, ich erwarte von allen eine beispielhafte Einstellung", sagte Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech. Die Angst sitzt den Franzosen im Nacken, deshalb ist auch Mittelfeldstar Ribery vom deutschen Rekordmeister Bayern München trotz Verletzungsproblemen mitgeflogen.

"Franck wird nicht von Anfang an spielen. Aber er hat mir gesagt, dass er eine halbe Stunde mitmachen kann. Ich vertraue ihm", sagte Domenech, der im Angriff auf den angeschlagenen Thierry Henry vom Champions-League-Sieger FC Barcelona verzichten muss.

Russland testet den Ernstfall

In Moskau testet Russlands Nationaltrainer Guus Hiddink gegen Argentinien (17.00 Uhr) den Ernstfall für das wahrscheinlich entscheidende Spiel um den Sieg in der Gruppe 4 gegen Deutschland am 10. Oktober. "Wir müssen an unsere Grenzen gehen", sagte der Niederländer, der neben Stürmerstar Andrej Arschawin vom FC Arsenal auch auf Stuttgarts Neuzugang Pawel Pogrebnjak setzt.

Beim zweimaligen Weltmeister Argentinien muss Trainer Diego Maradona auf einige Spieler verzichten. Unter anderem fällt Bayern-Abwehrspieler Martin Demichelis verletzt aus. Maradona will nach durchwachsenen ersten neun Monaten im Amt die Mannschaft weiter formen.

"Es ist kaum möglich, die ganzen Stars mal über eine längere Zeit zusammenzuziehen", sagte Maradona, der mit den "Gauchos" in der Südamerika-Qualifikation noch zittern muss.

Italien auf Wiedergutmachung aus

Hitzfeld setzt in Basel (20.45 Uhr) gegen den Weltmeister Italien auf Kontinuität. "Wir wollen uns weiter festigen", sagte der ehemalige Meistertrainer von Borussia Dortmund und Bayern München. Der Blick ist schon auf den 5. September gerichtet.

Dann kann ebenfalls in Basel gegen den früheren Europameister Griechenland und Otto Rehhagel die Vorentscheidung in der Gruppe 2 fallen. Auf sein Debüt hoffen darf Eintracht Frankfurts Neuzugang Pirmin Schwegler.

Für Italien geht es auch darum, Wiedergutmachung für das Aus in der Vorrunde des Confed-Cups zu betreiben. Nationaltrainer Marcello Lippi reist ohne zahlreiche Stammspieler nach Basel, darunter der verletzte Bayern-Stürmer Luca Toni sowie Daniele De Rossi und Gennaro Gattuso.

Klassiker in Amsterdam

Für England ist die Begegnung in der Amsterdam-Arena (20.45 Uhr) eine wichtige Standortbestimmung für das Duell am 9. September in der Gruppe 6 mit Kroatien.

Bislang haben die Three Lions alle sieben Qualifikationsspiele gewonnen, trotzdem erhöhte Trainer Fabio Capello den Druck - unter anderem auf David Beckham: "Er weiß genau, dass er keine Chance auf eine WM-Teilnahme haben wird, wenn er im Dezember nicht zu einem großen europäischen Klub zurückkehrt."

Die Niederländer sind als bislang einziges europäisches Team schon für die WM-Endrunde qualifiziert, doch Bondscoach Bert van Marwijk hält die Spannung aufrecht. "Solche Spiele wie gegen England sind wichtig, um dann auch bei der Endrunde zu bestehen", sagte der ehemalige Dortmunder Trainer.

In einem weiteren Qualifikationsspiel ist Kroatien in Weißrussland gefordert. Norwegen will in Oslo gegen Schottland die letzte Chance auf Platz zwei in der Gruppe 9 wahren. Zudem empfängt Slowenien San Marino.

Die WM-Qualifikation im Überblick

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