Italien im Maradona-Fieber

SID
Montag, 10.11.2008 | 14:04 Uhr
Diego Maradona wurde während seiner Zeit beim SSC Neapel wie ein Gott verehrt
© Imago
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Wie jede Woche haben unsere Experten aus Europas Topligen Erstaunliches zu berichten. Die besten Geschichten aus der Serie A, der Premier League, der Primera Division und Frankreichs Ligue 1.

Diego Maradonas Engagement als Nationaltrainer sorgt für wahre Leistungsexplosionen, Manchester United muss sich mit kanadischen Gänsen rumschlagen und Ivan Klasnic sorgte für einen Eklat.

Serie A

von Oliver Birkner

Diego allgegenwärtig: Zur Feier des Spieltages fehlten eigentlich nur noch TV-Kommentare auf Spanisch. Denn kaum ist Diego Armando Maradona Nationalcoach Argentiniens, tüncht sich die Serie A in Hellblau und Weiß. In Neapel (deren Trikots sind ja nun tatsächlich azurblau-weiß) drehte wieder einmal Ezequiel Lavezzi mit zwei Assists auf. In Rom beendete Mauro Zarate fünf Spieltage ohne Tor mit einem Freistoß in den Winkel plus Torvorlage, während Keeper Juan Carrizo ebenfalls vortrefflich auftrat. In Genua schoss sich Diego Milito (drei Treffer plus ein Assist) an die Spitze der Torjägerliste (neun Tore in zehn Partien). Und in Mailand schenkte Julio Cruz Inter-Coach Jose Mourinho per Flugkopfball in der 92. Minute drei Punkte, kurz zuvor hatte Javier Zanetti nur den Pfosten getroffen. Noch einen Argentinier vergessen? Ach ja: Inters Walter Samuel machte sein erstes Spiel nach elf Monaten Verletzungspause. Er gehörte zu den zwei besten Mailändern auf dem Platz - der andere war Esteban Cambiasso, aus Argentinien.

Nobelpreis für Del Piero: Inklusive Champions League feierte Juventus mit dem 2:0 bei Chievo den sechsten Sieg in Folge, was zu kollektiven Huldigungen von Trainer Claudio Ranieri veranlasste. Der erinnerte sich aber noch gut an die beißenden Kritiken vor der Erfolgs-Serie und relativierte: "Aus einem Blödmann kann in wenigen Wochen sicher kein Einstein werden." Ranieris Triumphe sind natürlich eng mit Alessandro Del Piero verknüpft. Gäbe es einen Nobelpreis für Sensibilität der Füße, er hätte ihn derzeit verdient. Nach den beiden Toren im Bernabeu, setzte der Capitano in Verona einen Freistoß aus 25 Metern in den Winkel, sein 249. Tor im Juventus-Trikot. Zudem lief er zur 377. Erstligapartie für die Turiner auf, Platz zwei in der ewigen Einsatzliste des Klubs. Ein würdiger Party-Rahmen, Del Piero feierte am Sonntag seinen 34. Geburtstag.

Borriellos Strandträume: "Via Del Mare", Straße des Meeres, heißt das Stadion in Lecce malerisch. Milans Marco Borriello träumte am Sonntagabend dann auch wohl eher von Strand-Bikinis, als er bei den Süditalienern vier Chancen vergab, für die das Wort "hundertprozentig" noch ein Affront wäre. Immerhin erzielte Ronaldinho später sein erstes Auswärtstor für den AC (79.). Doch die Rossoneri kassierten in der 93. Minute den Ausgleich durch Esposito, seit seiner Jugend glühender Milan-Fan. Damit zog Inter in der Tabelle am AC vorbei, seit dem zweiten Spieltag bereits der zehnte Wechsel an der Spitze.

Der 11. Spieltag der Serie A im Überblick

Premier League

von Raphael Honigstein

Schwalbenkönig ohne Lufthoheit: Manchester Uniteds Trainer Alex Ferguson war unmittelbar nach der 1:2-Niederlage beim FC Arsenal ungewohnt ruhig, nicht einmal beim Schiedsrichter wollte er die Schuld suchen. Am Sonntag erinnerte er sich dann aber an seine alte Beschwerde vor Saisonstart: der Spielplan ist das Problem.

"Man sagt, in der Liga gibt es kein Handicap, aber da bin ich nicht so sicher", grummelte der dunkle Ritter Ihrer Majestät, "es ist nicht einfach, wenn man nach Champions League-Spielen immer auswärts spielen muss." Das kann man mit ein wenig Wohlwollen so sehen. Die erschwerten Trainingsbedingungen unter der Woche hätten jedoch eine viel bessere Ausrede abgegeben. United musste laut einem in der "Sun" zitierten Vereinsinsider etliche Übungseinheiten abbrechen, weil kanadische Gänse, die in der Nähe des Trainingsgeländes nisten, im Sturzflug auf die Spieler losgegangen wären. "Sie tauchen besser ab als Cristiano Ronaldo",  heißt es. Darüberhinaus soll es in Carrington auch Probleme mit Froschen und Kröten geben. Wer hätte gedacht, dass auch rote Teufel von biblischen Plagen heimgesucht werden können?

Das Ende des Lattekismus: Der englische Fußball kennt sie zum Glück nicht, die urdeutsche Sehnsucht nach einem starken Mann auf dem Platz, der Mitspieler, Gegner und Schiedsrichter anschreit, drei Leute umgrätscht, das Spiel macht und fünf Tore schießt. Elendige Führungsspieler-Diskussionen finden auf der Insel praktisch nicht statt. Allein vom Kapitän erwartet man, dass er mit gutem Beispiel voran geht und seine Leute antreibt. Laut Arsene Wenger beruht aber auch das auf einer Fehleinschätzung. "Das moderne Spiel ist so schnell geworden, dass es auf dem Platz keinen Anführer mehr geben kann", dozierte der Arsenal-Trainer nach dem Sieg. "Man hat nicht mehr die Zeit, seine Mitspieler zusammen zu rufen und taktische Dinge zu besprechen, das Spiel läuft ja weiter. Deswegen braucht man heute fünf, sechs Spieler die Verantwortung übernehmen". Keine bahnbrechende Erkenntnis, sollte man meinen, aber eine existenzielle Bedrohung für unzählige TV-Gurus und Ex-Gurus, die seit gefühlten tausend Jahren das fußballerische Führerprinzip propagieren. Wie sollen sie denn in Zukunft Sieg und Niederlage erklären? Etwa mit der Analyse von Taktik und Spielzügen?

Ein Herz für Idioten: Robbie Fowler war der Großmeister des inszenierten Torjubels. Falls er nicht gerade T-Shirts entblößte, auf denen zur Unterstützung von streikenden Hafenarbeitern aufgerufen wurde, schnupfte er (im Daumschen Sinne) gerne mal die Strafraumlinie. Seit der ehemalige Liverpool-Stürmer nur noch die Bank der Blackburn Rovers drückt, hat die Jubelkultur leider stark gelitten. Heutzutage fallen eher Einfaltspinsel wie David Norris auf. Der Mittelfeldspieler vom Zweitligisten Ipswich Town machte nach seinem Treffer gegen Blackpool eine "Handschellengeste" (Handgelenke überkreuz), um an seinen im Gefängnis sitzenden Kumpel Luke McCormick (Torwart von Plymouth) zu erinnern. Jener McCormick ist kein politischer Gefangener: er saß im Sommer nach einer Party mit Norris betrunken am Steuer, baute einen Unfall und tötete zwei kleine Kinder. "Norris' Aktion wird Folgen haben", sagte ein Sprecher von Ipswich. Vielleicht sperrt ihn auch der Verband wegen vorsätzlicher Dummheit.

Tabellenrechner zur Premier League: Jetzt die Saison durchtippen

Primera Division

von Paula Villamarin Temperan

Die besten der Welt: In Spanien hält die hiesige Sportpresse mit Lobeshymnen nur selten hinter dem Berg. Natürlich erst recht nicht, wenn zwei Spieler in einer Partie vier Tore machen. Die katalanische Presse feierte Samuel Eto'os Leistung als "historisch". Die "Marca" machte Gonzalo Higuain kurzerhand zu einer "Legende". Die Vereinsverantwortlichen wollten da nicht hinten anstehen. "Er ist auf dem Weg, einer der besten der Welt zu werden", meinte Real-Sportdirektor Predrag Mijatovic über den Argentinier, während man in Barcelona Eto'o einhellig als den "Besten der Welt" ausrief. Die Wahrheit liegt wie so oft irgendwo in der Mitte. Um auch in Zukunft die größten Spieler der Welt in den eigenen Reihen zu haben, hat Real den erst 16-jährigen Portugiesen Alipio Duarte Brandao verpflichtet. Der gilt als größtes Talent Portugals seit Cristiano Ronaldo. Und den bekamen die Königlichen bekanntlich nicht.

Ein Oscar für Marchena: Der Verteidiger des FC Valencia ist bekanntlich kein Kind von Traurigkeit. Vielmehr hat er sich über Jahre hinweg einen Ruf als Raubein und Provokateur erarbeitet. Beim Spiel in Getafe sorgte er nach einem leichten Kopfstoß von Roberto Soldado für eine schauspielerische Meisterleistung. "Marchena kam zu mir, um mich zu provozieren. Er hat seinen Kopf gesenkt und kurz bevor wir uns berührt haben, schmeißt er sich auf den Boden. Mehr war da nicht", meinte Soldado, der für diese Aktion die Rote Karte sah. Die Schiedsrichter müssten da viel besser aufpassen, denn Marchena sei für seine theatralischen Fähigkeiten bekannt. "Wenn irgendwer einen Schauspieler sucht, ich kenne da einen."

Gegen die Historie: Athletic Bilbao hatte zuletzt fünf Spiele in Folge verloren. Noch nie musste der baskische Traditionsverein in seiner ruhmreichen Geschichte sechs Pleiten in Serie hinnehmen. Doch beim Auswärtsspiel auf Mallorca sah es lange Zeit danach aus. Nach 74 Minuten lag man mit 1:3 zurück. Doch durch Treffer von Velez und Llorente in der Schlussminute wurde die historische Niederlagenserie gerade noch abgewendet. Richtig freuen kann sich Athletic darüber aber nicht. In der Tabelle liegen die Basken mit nur sechs Punkten auf Platz 19.

Der 10. Spieltag der Primera Division im Überblick

Ligue 1

von Alexis Menuge

Immer das schwächste Glied: Der AS Saint-Etienne steckt in einer tiefen Krise. Der zehnfache französische Meister verlor seine letzten fünf Liga-Partien, darunter drei Mal vor heimischem Publikum, mit drei Gegentoren im Durchschnitt. Nach dem peinlichen 0:3 zu Hause gegen Stade Rennes, das auf fremden Plätzen zuvor noch ohne Treffer war, liegen die Grünen auf Platz 18. Doch diese Entwicklung ist nicht überraschend, da das Präsidenten-Duo mit Bernard Caïazzo und Roland Romeyer nicht funktioniert. Aber als Erster wird wohl wie immer das schwächste Glied in der Kette gehen müssen: Trainer Laurent Roussey. Als Nachfolger gilt Ex-Nationaltrainer Jacques Santini als Favorit.

Klasnic hat die Schnauze voll: Was ist denn bloß aus Ivan Klasnic geworden? Mehr als ein Drittel der Saison ist mittlerweile vorbei und der ehemalige Stürmer von Werder Bremen hat noch kein einziges Mal das gegnerische Tor für den FC Nantes getroffen, obwohl er zehn Mal in der Startelf stand. In Frankreich gerät der kroatische Nationalspieler immer mehr in die Kritik. Am Samstag wurde er nach einer Stunde ausgewechselt und musste sich wütende Pfiffe anhören. Klasnic marschierte wort- und grußlos in die Kabine. Der Kroate verließ sogar das "Stade de la Beaujoire" noch vor dem Schlusspfiff. Immer wieder beklagt er sich immer über das Spiel-System mit nur einer Spitze. In Nantes rechnet man bereits mit seinem Abschied im Januar.

Glückliche 13: Bis zum 13. Spieltag musste der FC Sochaux-Montbéliard warten, um seinen ersten Dreier gegen Le Mans (2:1) feiern zu können. Und zum ersten Mal seit zehn Monaten schafften es die Ost-Franzosen sogar, zwei Treffer vor heimischem Publikum zu schießen. Das Siegtor erzielte der 18-jährige Ryad Boudebouz, der zuhause zum ersten Mal im Kade stand. Lange stand Trainer Françis Gillot auf der Kippe. Nun hat ihm Präsident Alexandre Lacombe eine Vertragsverlängerung angeboten, was Gillot tief berührte. So schnell kann es im Fußball gehen...

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