Ronnie rechnet ab

"Ich lag nur auf dem Sofa"

Von SPOX
Dienstag, 05.08.2008 | 12:47 Uhr
ronaldinho, ac mailand
© Getty
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München - Ronaldinho ist wieder im Kreise seiner Lieben. Mit der brasilianischen Nationalmannschaft bereitet sich der einstige Weltfußballer in Singapur auf den Auftritt bei den Olympischen Spielen vor.

Und der 28-Jährige hat sein Lächeln wieder gefunden, seit das Sommertheater um seinen Abschied aus Barcelona endlich beendet ist. Ronaldinho wird nach den Spielen zur Mannschaft des AC Mailand stoßen und dort an seinem Comeback auf der großen europäischen Fußballbühne arbeiten.

Doch die unwürdige Demontage des Weltstars während der letzten Saison in Spanien steckt ihm noch immer in den Knochen. "Die letzten fünf Monate bei Barca waren der reinste Albtraum", gestand Ronaldinho nun in einem Interview mit der italienischen "Gazzetta dello Sport".

Vergleiche mit Maradona nerven

"Ich war verletzt, konnte nicht trainieren und nicht spielen. Alles, was ich machen konnte, war auf dem Sofa zu liegen und fernzusehen. Das hat mich fertig gemacht", so der Neu-Mailänder weiter.

Vor allem die täglich neuen Schlagzeilen über sein angeblich allzu ausschweifendes Nachtleben setzten Ronaldinho offenbar gehörig zu. "Ich habe es nicht verstanden, warum man fast täglich über mein Privatleben und angeblich durchzechte Nächte berichtet hat", sagt der Brasilianer, "man hat mich ja sogar schon mit Maradona verglichen."

"Ich brauche meine Freiheit"

Doch die überflüssigen Pfunde ist Ronaldinho inzwischen wieder los, er hat seinen Körper für das olympische Turnier und sein Comeback bei Milan in Form gebracht. Zum abstinenten Musterprofi jedoch hat er sich dabei freilich nicht verwandelt.

"Um ein guter Sportler zu sein, muss man sein Leben genießen", gibt Ronaldinho weiter den Lebemann, "ich möchte mich frei bewegen können, weil ich nur so Topleistungen bringen kann."

Und frei bewegen kann man sich ja in Mailand durchaus - auch nachts. Wie viel Freiheit er dagegen auf dem Platz bekommt, wird nicht zuletzt davon abhängen, ob er dadurch tatsächlich wieder an seine Topleistungen vergangener Tage anschließen kann.

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