Dienstag, 10.06.2008

International

Erste Urteile in Korruptionsaffäre

Warschau - Im Prozess gegen korrupte Schiedsrichter, Sportfunktionäre und Fußballspieler im künftigen EM-Mitgastgeberland Polen sind die ersten Urteile gesprochen worden.

Das zuständige Gericht in Wroclaw verurteilte zwei ehemalige Spieler des Zweitligisten Polar Wroclaw zu je vier Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung.

Das berichtete die polnische Nachrichten-Agentur PAP. Die Richter befanden beide Ex-Kicker schuldig, von Vertretern einer gegnerischen Mannschaft Schmiergelder verlangt zu haben.

Freisprüche in mehreren Anklagepunkten

Als Gegenleistung sollen sie angeboten haben, sich bei diesem Spiel "nicht anzustrengen". Vom Vorwurf, vor einem anderen Spiel 25.000 Zloty angenommen zu haben, wurden sie indes freigesprochen. Auch bei zwei weiteren Angeklagten entschied das Gericht auf Freispruch.

Die Korruptionsaffäre in Polens Fußball war vor drei Jahren ausgebrochen. Wie die Ermittler feststellten, sollen zahlreiche Schiedsrichter, Trainer und Spieler durch gegnerische Vereine bestochen worden sein, um die Ergebnisse der Spiele zu beeinflussen.

Über 100 Festnahmen bisher 

Laut Justizminister Zbigniew Cwiakalski sollen in den Skandal bis zu 29 Mannschaften aus der Extraklasa und niedrigeren Ligen verwickelt sein.

Rund 120 Personen wurden bislang festgenommen. Polen ist zusammen mit der Ukraine Gastgeber der Europa-Meisterschaften 2012.


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