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Facelifting für UEFA-Cup

SID
Mittwoch, 14.05.2008 | 14:27 Uhr
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Manchester - Heiß geliebt wird der UEFA-Cup schon lange nicht mehr, aber ein paar Schönheitskorrekturen sollen die kleine Schwester der Champions League attraktiver machen.

Übersichtlichere Gruppen, feste Anstoßzeiten, mehr Zentralvermarktung - und der Strohhalm-Wettbewerb UI-Cup wird abgeschafft.

In der zweiten Liga des europäischen Fußballs stehen ab der Saison 2009/2010 einige Veränderungen ins Haus.

 "Ich hoffe, die UEFA wird hier einen ähnlich guten Job machen wie bei der Champions League", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, wenngleich er den Traum der kleineren Clubs auf schnelle große Kasse gleich wieder zerstörte. "Es wird am Anfang beim Geld eine große Differenz geben zwischen dem UEFA-Cup und der Champions League. Trotzdem glaube ich, es ist der richtige Weg."

Niedriges mediales Interesse an UEFA-Pokal

Großartig Geld wird im schon als Verlierer-Cup verschmähtem Wettbewerb nicht verdient. Selbst der letztjährige Titelgewinner FC Sevilla kassierte gerade einmal 6,251 Millionen Euro an UEFA-Geldern, nur acht Teams bekamen überhaupt mehr als eine halbe Million.

Zum Vergleich: Der AC Mailand kassierte knapp 40 Millionen für seinen Champions-League-Sieg, allein das Startgeld für jeden Club betrug 3 Millionen Euro. Zahlen für die aktuelle Saison liegen noch nicht vor.

Große Klubs wie der FC Bayern können im UEFA-Cup den Prämien-Ausfall noch kaschieren. Schätzungen zufolge haben die Münchner diesmal um die 30 Millionen Euro verdient.

Dabei profitierten sie aber vor allem von den selbstvermarkteten Heimspielen bis einschließlich Achtelfinale. Zudem dürften sie mit TV-Geldern und Zuschauer-Einnahmen aus den insgesamt sieben Heimspielen in der fast immer ausverkauften Allianz Arena mehr als 20 Millionen Euro erwirtschaftet haben. Diese Möglichkeit der Vermarktung fällt künftig weg.

UEFA-Pokal in neuem Gewand

Die Fernsehrechte werden von 2009/10 an - schon ab der Gruppenphase im September - zentral vermarktet.

Letztlich will die UEFA mit einem attraktiven Produkt höhere Preise erzielen, doch zunächst befürchten viele deutsche Klubs sinkende Verdienstmöglichkeiten. Schon jetzt gab es vom Viertelfinale an, wenn die Klubs ihre Heimspiele nicht mehr selbst verkauften, sondern die Vermarktung der UEFA eingesetzt hatte, weniger Einnahmen.

Erst langfristig, wenn der Wettbewerb besser etabliert ist, dürfte auch mehr Kasse zu machen sein. Eine 40-Millionen-Einnahme, wie sie die Schalker in dieser Saison in der Königsklasse hatten, wird aber ein Traum bleiben.

Für die Fans wird es jedenfalls übersichtlicher. Die nervigen Fünfergruppen mit jeweils einer spielfreien Mannschaft fallen weg.

In zwölf Vierergruppen wird künftig ums Weiterkommen gekämpft. Zudem fallen die vielen unterschiedlichen und damit unübersichtlichen Anstoßzeiten weg. Die Spiele werden künftig um 19.05 und um 21.05 Uhr angepfiffen.

Nur das Endspiel beginnt wie in der Champions League wieder um 20.45 Uhr. Nur in der Königsklassen müssen sich die Fans dafür künftig einen Samstagabend frei halten.

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